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Infodienst Nr. 06 vom 30.01.2017

Leser küren beliebteste Bergenien-Sorten

Bund deutscher Staudengärtner erfreut über Fanclub der Staude

(BdS/ZVG) Wer ist die Schönste im Land der Bergenien? Der Bund deutscher Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat mit der Publikumszeitschrift „Mein schöner Garten“ am 22. Januar eine Online-Leser-Umfrage gestartet.

Gefragt wurde nach der beliebtesten der fünf vorgegebenen Bergenien-Sorten. Fast ein Drittel aller 1.976 Teilnehmer votierten für die Sorte `Eroica´. Die violettroten Blüten halten sehr lange und sind schnittgeeignet. Bei Kälte verfärben sich die Blätter grün-rot. Möglicherweise war genau dieser Blattschmuck ausschlaggebend für das eindeutige Votum.

In den Kommentaren schwärmten die Leser u.a. von den schönen Blättern der Pflanzen und ihrer Pflegeleichtigkeit. Bergenien scheinen einen wahren Fanclub in der Staudengemeinde zu haben, legen Kommentare nahe wie „sie werden jedes Jahr üppiger!“ und „Die Entscheidung fiel mir aber schwer, weil alle Sorten schön sind“.

Das Ergebnis im Überblick:

Platz 1: ‘Eroica’ mit 31,6 %
Platz 2: ‘Bressingham White’ 24,4 %
Platz 3: ‘Biedermeier’ 20 %
Platz 4: ‘Pink Dragonfly’16,1 %
Platz 5: ‘Oeschberg’ 7,9 %

Der Bund deutscher Staudengärtner und die Zeitschrift „Mein schöner Garten“ werden diese Kooperation für die Staude des Jahre 2018 fortsetzen.

Bildunterschriften/Downloads: Foto BdS
`Eroica´ wurde zur beliebtesten Bergenien-Sorte gekürt.
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Europa-Fahne für Duchroth

Gold-Dorf Duchroth als deutscher Vertreter im europäischen Wettbewerb Entente Florale

(ZVG) Auf der Internationalen Grünen Woche hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die 33 siegreichen Kommunen des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ausgezeichnet. Das Dorf Duchroth konnte nicht nur die Goldmedaille entgegennehmen, sondern bekam zugleich die Europa-Fahne überreicht. Damit ist nun der Startschuss für die Teilnahme am europäischen Wettbewerb Entente Florale erfolgt.

Lüder Nobbmann, vom Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) in die Bewertungskommission delegiert, und Rüdiger Kirsten, Jurymitglied des Entente Florale Europa Wettbewerbes, überreichten die Europa-Fahne feierlich beim Festakt.

Die rheinland-pfälzische Gemeinde Durchroth im Landkreis Bad Kreuznach liegt mitten in der Weinlandschaft Mittlere Nahe am Fuß des Gangelsberges. Besonders durch die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum konnte das unmittelbar im Naherholungsgebiet Rheingrafenstein gelegene Dorf punkten.

Umgeben von gepflegten Bauerngärten und der typischen Winzerlandschaft, zeigt es eine Symbiose aus der Erhaltung der historischen Bausubstanz mit der Verbindung moderner Bauformen und ihrer Nutzung für den Wein- und Gartenbau. Besonderer Wert wird in Duchroth auf das ehrenamtliche Engagement der Dorfbewohner gelegt. So hat sich der Ort zu einem beliebten Wohn- und Feriendorf entwickelt.

Entente Florale Europa ist ein europaweiter Wettbewerb, der Kommunen dazu anregt, sich im gemeinsamen Vorhaben von Verwaltung, Bürgern, Institutionen und Verbänden für ein besseres Lebensumfeld zu engagieren. Bewertungskriterien sind u. a. die Grüngestaltung, Aspekte des Naturschutzes und der Umwelterziehung, touristische Aktivitäten und Angebote zur Freizeitgestaltung, das Bürgerengagement sowie die Präsentation und Kommunikation der Angebote vor Ort. Deutschland nimmt seit 1994 erfolgreich an den jährlich stattfindenden Wettbewerben teil.

Bildunterschriften/Downloads: Foto ZVG
Das Gold-Dorf Duchroth erhält die Europa-Fahne auf der Preisverleihung des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“.
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Nachhaltigkeit und Regionalität im Fokus

Tagungsband zum 2. Symposium für Ökonomie im Gartenbau erschienen

(ZVG) Beim 2. Symposium für Ökonomie im Gartenbau wurden in verschiedenen Keynotes gartenbauökonomische Fragestellungen beleuchtet. Nun ist der Tagungsband zum Symposium erschienen. Referenten aus den Bereichen Gartenbau, Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie und Vermarktung von Gartenbauerzeugnissen sowie 18 angemeldete Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sprachen zu den unterschiedlichen Themen. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Vorträge zum Rahmenthema des 2. Symposiums für Ökonomie im Gartenbau: „Nachhaltigkeit und Regionalität – Chancen und Herausforderungen für den Gartenbau“. Aspekte der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit sowie der Regionalität wurden mit Blick sowohl auf nationale als auch internationale Wertschöpfungsketten erörtert.

Inhaltlich sind in dem Tagungsband beispielsweise Beiträge zu Möglichkeiten der Reduzierung des Glyphosateinsatzes im deutschen Sonderkulturanbau, zu den Folgen der Entlohnung von Arbeitskräften im Gartenbau nach den Regeln des Mindestlohngesetzes, zur Klimafreundlichkeit der regionalen Vermarktung, zum Stellenwert der Nachhaltigkeit im gärtnerischen Einzelhandel sowie zu Nachhaltigkeitsstandards als Einflussgrößen auf den internationalen Frischobsthandel zu finden. Darüber hinaus werden auch Studien zu neueren Produktionsverfahren, beispielsweise der Erzeugung von Spargel unter verschiedenen Foliensystemen und zu Möglichkeiten der Anpassung von Weinbaubetrieben an Extremwetterereignisse vorgestellt.

Der Tagungsband mit 15 übersichtlich ausgearbeiteten Beiträgen zu den verschiedenen Vorträgen des Symposiums ist seit Kurzem als Online-Veröffentlichung kostenlos zum Download verfügbar. Er ist als Thünen Report 44 erschienen:
https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_44.pdf

Der Tagungsband zum 1. Symposium für Ökonomie im Gartenbau steht ebenfalls frei zum Download zur Verfügung:
https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen-Report_22.pdf

 


Erfolgreicher Start in das Gartenjahr 2017

Auftakt für die Werbung zum DGG-Kongress „Garten und Medizin“

(DGG/ZVG) Die Internationale Grüne Woche Berlin 2017 nutzten auch dieses Jahr wieder zahlreiche Menschen, um sich einen umfassenden Überblick über Landwirtschaft und Gartenbau zu verschaffen. Insgesamt besuchten rund 400.000 Menschen vom 20. bis 29. Januar die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Traditionell war die Blumenhalle ein großer Besuchermagnet. Dieses Jahr stand die Halle unter dem Motto „Das Paradies ist überall“. Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 informierte am Stand des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) über zahlreiche Themen des Hobbygartenbaus.

Auf großes Besucherinteresse stieß die DGG-Kampagne „Mehr Pflanzenvielfalt in Deutschlands Gärten“. Im Rahmen dieser Aktion wurden rund 2.000 Saatgutmischungen mit Sommerwildblumen an die Besucher verteilt.

Die diesjährige Grüne Woche war auch zeitglich der Auftakt für die Werbung zum DGG-Kongress „Garten und Medizin“ vom 31.5 bis 1.6.2017 im Umweltforum Berlin. Der gemeinsame Kongress von DGG und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll eine Brücke schlagen zwischen der „weißen“ und der „grünen“ Branche und dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Garten, Park und Medizin beleuchten. Auf Einladung der DGG diskutierten am 20. Januar zahlreiche Experten (u.a. der österreichische Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka, Ministerialrat Dr. Ingo Braune, BMEL, Prof. Dr. Dr. med. Kurt J.G. Schmailzl, Ruppiner Kliniken) über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Garten, Park und Medizin auf der Medienbühne von radioBERLIN 88,8, in der Blumenhalle.


metropolitan open space

Internationale Konferenz anlässlich der IGA Berlin 2017 vom 18. bis 20. Mai 2017

(bdla/ZVG) Berlin und andere Metropolen stehen aktuell vor gewaltigen Herausforderungen, insbesondere auch im Hinblick auf das deutliche Bevölkerungswachstum der Metropolenräume weltweit. Spannend dabei ist die Frage, welche Bedeutung urbane Freiräume für nachhaltiges Wachstum haben. Welche Beiträge können Landschaftsarchitektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Gartenkultur leisten, wenn es darum geht, vor Ort Antworten auf globale Herausforderungen zu geben? Dies zu diskutieren ist Ziel eines internationalen Symposiums anlässlich der Internationalen Gartenausstellung Berlin, zu dem die IGA Berlin 2017 GmbH, die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) einladen.

Zum Auftakt ist am 18. Mai 2017 ein abendlicher Empfang im Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum, Schloss Biesdorf, in Berlin-Marzahn geplant. Gemeinsam mit interessanten Gästen aus aller Welt geht es darum, die Bedeutung der IGA Berlin 2017 als internationales Forum für innovative freiraumplanerische, landschafts- und gartenarchitektonische Ideen zu diskutieren. Am 19. Mai findet die Konferenz im Tagungsbereich des Besucherzentrums der Internationalen Gartenausstellung Berlin in Berlin-Marzahn statt.

Den Abschluss bilden am 20. Mai Exkursionen im IGA-Gelände zu den internationalen Gartenkabinetten, die von namhaften Landschaftsarchitekten aus fünf Kontinenten für die IGA Berlin 2017 entworfen wurden.

Termin: 18.-20. Mai 2017
Ort: Besucherzentrum IGA Berlin 2017, Berlin-Marzahn
Veranstalter: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, IGA Berlin 2017 GmbH

 


Politische Meldungen der letzten Woche

Blumen- & Zierpflanzenmarkt 2016 erwartet Rekord

(ZVG/AMI) Nachdem der Markt für Blumen und Zierpflanzen und auch die grüne Branche in den vergangenen Jahren immer wieder mit rückläufigen Einkaufsmengen oder sinkenden Preisen zu kämpfen hatte, scheint sich ein Rekord anzukündigen. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis der ersten neun Monate des Jahres 2016 steuert das Marktvolumen auf 8,7 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) zu. Das wäre ein Wachstum von gut 2 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei einige Segmente deutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt.

Die Pro-Kopf-Ausgaben werden wohl knapp 107 Euro erreichen. Die Zunahme in den Ausgaben zeigen sich vor allem bei Zimmerpflanzen, die auf 19 Euro zulegten. Beet- & Balkonpflanzen erreichten die Marke von 22 Euro knapp. Schnittblumen, als größtes Marktsegment konnten ihre gut 37 Euro ebenso stabil halten wie Stauden (6 Euro), Gehölze (17 Euro) und Blumenzwiebeln (3 Euro).

Im Vorjahresvergleich zeigt sich für alle Segmente Wachstum. Allerdings gibt es einige, die weniger stark wachsen als der Gesamtmarkt. Zu den Gewinnern gehören Kräuter, Gehölze und Stauden zum wiederholten Mal, während bei grünen Zimmerpflanzen mit einem Vorjahresplus von knapp 4 % (0,4 Mrd. Euro) erstmalig seit Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen sind.

Das Marktsegment der Kräuter wuchs mit einem Vorjahresplus von gut 5 % am stärksten und erreichte so ein Volumen von 0,2 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen). Gehölze erreichten 2016 ein Marktvolumen von gut 1,4 Mrd. Euro, was einem Vorjahresplus von knapp 4 % entspricht. Die Segmente Stauden und Blumenzwiebeln erreichten beide Steigerungsraten von gut 3 %, was bei Stauden zu einem Marktvolumen von 0,5 Mrd. Euro führt, bei Blumenzwiebeln zu knapp 0,3 Mrd. Euro. Schnittblumen, blühende Zimmerpflanzen und Beet- & Balkonpflanzen entwickelten sich unterdurchschnittlich. Mit einem Plus von jeweils knapp 2 % erreicht das Marktvolumen der Schnittblumen gut 3 Mrd. Euro, das der blühenden Zimmerpflanzen rund 1,1 Mrd. Euro. Die Beet- & Balkonpflanzen bilden bei den Steigerungsraten für 2016 das Schlusslicht. Mit einem Wachstum von weniger als 1 %, wird das Marktvolumen von 1,8 Mrd. Euro knapp verfehlt.


Bundesprogramm Energieeffizienz trägt erste Früchte

ZVG begrüßt die positive Resonanz und setzt sich für Fortführung ein

(ZVG) Nach einem Jahr Förderdauer trägt das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau und in der Landwirtschaft nun erste Früchte. Für das Programm wurden bis zum Jahresende fast 200 Anträge aus dem Gartenbau mit einem Gesamtfördervolumen von knapp 15 Mio. Euro gestellt.

Der größte Anteil an Fördermitteln fließt in die Erstellung von Niedrigenergiegebäuden, womit der Gartenbau langfristig einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
Mit der Anpassung der Richtlinie zum 1. Oktober 2016 wurde den aktuellen Anforderungen Rechnung getragen und vor allem das Förderspektrum im Bereich der Einzelmaßnahmen erweitert. Damit wird die Attraktivität des Programms nochmal gesteigert und in 2017 eine weitere Zunahme von Anträgen in diesem Förderbereich zu erwarten sein.

Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) begrüßt die positive Resonanz auf das Förderprogramm und setzt sich in seinem Forderungspapier zur Bundestagswahl für eine Fortführung des Programms über 2018 hinaus ein.

 


Blumen- & Zierpflanzenmarkt 2016 erwartet Rekord

(ZVG/AMI) Nachdem der Markt für Blumen und Zierpflanzen und auch die grüne Branche in den vergangenen Jahren immer wieder mit rückläufigen Einkaufsmengen oder sinkenden Preisen zu kämpfen hatte, scheint sich ein Rekord anzukündigen. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis der ersten neun Monate des Jahres 2016 steuert das Marktvolumen auf 8,7 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) zu. Das wäre ein Wachstum von gut 2 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei einige Segmente deutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt.

Die Pro-Kopf-Ausgaben werden wohl knapp 107 Euro erreichen. Die Zunahme in den Ausgaben zeigen sich vor allem bei Zimmerpflanzen, die auf 19 Euro zulegten. Beet- & Balkonpflanzen erreichten die Marke von 22 Euro knapp. Schnittblumen, als größtes Marktsegment konnten ihre gut 37 Euro ebenso stabil halten wie Stauden (6 Euro), Gehölze (17 Euro) und Blumenzwiebeln (3 Euro).

Im Vorjahresvergleich zeigt sich für alle Segmente Wachstum. Allerdings gibt es einige, die weniger stark wachsen als der Gesamtmarkt. Zu den Gewinnern gehören Kräuter, Gehölze und Stauden zum wiederholten Mal, während bei grünen Zimmerpflanzen mit einem Vorjahresplus von knapp 4 % (0,4 Mrd. Euro) erstmalig seit Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen sind.

Das Marktsegment der Kräuter wuchs mit einem Vorjahresplus von gut 5 % am stärksten und erreichte so ein Volumen von 0,2 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen). Gehölze erreichten 2016 ein Marktvolumen von gut 1,4 Mrd. Euro, was einem Vorjahresplus von knapp 4 % entspricht. Die Segmente Stauden und Blumenzwiebeln erreichten beide Steigerungsraten von gut 3 %, was bei Stauden zu einem Marktvolumen von 0,5 Mrd. Euro führt, bei Blumenzwiebeln zu knapp 0,3 Mrd. Euro. Schnittblumen, blühende Zimmerpflanzen und Beet- & Balkonpflanzen entwickelten sich unterdurchschnittlich. Mit einem Plus von jeweils knapp 2 % erreicht das Marktvolumen der Schnittblumen gut 3 Mrd. Euro, das der blühenden Zimmerpflanzen rund 1,1 Mrd. Euro. Die Beet- & Balkonpflanzen bilden bei den Steigerungsraten für 2016 das Schlusslicht. Mit einem Wachstum von weniger als 1 %, wird das Marktvolumen von 1,8 Mrd. Euro knapp verfehlt.


Bundesprogramm Energieeffizienz trägt erste Früchte

ZVG begrüßt die positive Resonanz und setzt sich für Fortführung ein

(ZVG) Nach einem Jahr Förderdauer trägt das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau und in der Landwirtschaft nun erste Früchte. Für das Programm wurden bis zum Jahresende fast 200 Anträge aus dem Gartenbau mit einem Gesamtfördervolumen von knapp 15 Mio. Euro gestellt.

Der größte Anteil an Fördermitteln fließt in die Erstellung von Niedrigenergiegebäuden, womit der Gartenbau langfristig einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.
Mit der Anpassung der Richtlinie zum 1. Oktober 2016 wurde den aktuellen Anforderungen Rechnung getragen und vor allem das Förderspektrum im Bereich der Einzelmaßnahmen erweitert. Damit wird die Attraktivität des Programms nochmal gesteigert und in 2017 eine weitere Zunahme von Anträgen in diesem Förderbereich zu erwarten sein.

Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) begrüßt die positive Resonanz auf das Förderprogramm und setzt sich in seinem Forderungspapier zur Bundestagswahl für eine Fortführung des Programms über 2018 hinaus ein.

 


„IPM Neuheiten 2017“ im Jubiläumsjahr ausgezeichnet

ZVG und Messe Essen präsentieren die Pflanzenneuheiten

(ZVG) Zum 10. Mal konnten auch in 2017 beeindruckende Neuheiten im vom Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) initiierten und mit der Messe Essen durchgeführten Wettbewerb „IPM Pflanzenneuheiten“ ausgezeichnet werden. Insgesamt 61 Neuheiten in 8 Kategorien und von 35 Ausstellern eingereicht, bewarben sich um den Preis „IPM Neuheit 2017“. Nach der gestrigen Begutachtung durch die Fachkommission wurden in 6 der 8 Kategorien Neuheiten prämiert. Eine Neuheit war der Jury einen Sonderpreis wert.

Die Urkunden wurden heute von Eva Kähler-Theuerkauf, Beiratsvorsitzende der IPM Essen, sowie der Deutschen Blumenfee 2016/2017, Corina Krause, im Rahmen der offiziellen Eröffnung der 35. Internationalen Pflanzenmesse (IPM) an die Preisträger übergeben.

In der Kategorie „Beet- und Balkonpflanze“ wurde als „IPM Neuheit 2017“ die Pelargonium zonale ‘Brocade Fire Night‘ der Firma Dümmen Orange aus Rheinberg ausgezeichnet.
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Eine anmutige Blattschmuckpflanze mit zauberhaften ungefüllten rot-orangen Blüten. Die Blütenanzahl ist beeindruckend und zeichnet diese Pelargoniensorte besonders aus. Sie ist pflegeleicht, da die Blüten kaum rieseln, hat einen kompakten und gut verzweigenden Wuchs. Das macht sie für Verbraucher und Produzent gleichermaßen interessant. Die ‘Brocade Fire Night‘ blüht den ganzen Sommer durch und eignet sich dadurch als Solitär im Kübel und in Kombination mit anderen im Balkonkasten oder im Beet. Mit ihrem Retrostil entspricht sie genau dem Zeitgeist und ist damit gerade auch für junge Verbraucher ein interessantes Produkt.

In der Kategorie „Kübelpflanzen“ erhält den Titel „IPM Neuheit 2017“ die Mandevilla sanderi (Hemsl.) Woodson ‘Mini Scarlet‘ der Firma MNP flowers aus den Niederlanden.
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Sie ergänzt das Mandevilla-Sortiment mit einem ganz besonderen Typ. Ihre Zartheit erinnert an Gloriosa, insbesondere durch die schmale Form ihrer Blüten. Die vielen Blüten zeigen sich ganz offen, haben eine strahlende Fernwirkung und sind ein Dauerblüher. Der zierliche Charakter erweitert den Einsatzbereich. Der Minityp ist gut geeignet für den kleinen Balkon, aber genauso reizvoll auf einer üppigen Terrasse.

In der Kategorie „Blühende Zimmerpflanze“ erhält die Auszeichnung „IPM Neuheit 2017“ der Hibiscus rosa sinensis ‘Petit™Orange‘ der Firma Graff Breeding aus Dänemark.
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Seine 2-farbigen, nur mittelgroßen und schmalen Blüten in leuchtendem Orange zeichnen diesen Hibiskus besonders aus. Der Reichtum an Blüten und Knospen machen die Pflanze  zu einem besonderen Schmuckstück. Der Aufbau ist natürlich kompakt, das Laub dunkel glänzend. Besonders verbraucherfreundlich sind der selbstreinigende Effekt und die lange Lebensdauer. Eine interessante Ergänzung des Sortiments als blühende Zimmerpflanze, aber auch für den Kübel im Freien.

In der Kategorie „Schnittblumen“ wird mit der ‚White Pearls‘ erneut eine Alstroemeria der Firma Könst Alstroemeria aus den Niederlanden als „IPM Neuheit 2017“ ausgezeichnet.
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Diese neue Form zeichnet der besondere Blütenreichtum aus. Ob als einzelner Blütenstiel oder im Bouquet, die weiße Blütenfülle der ‚White Pearls‘ fällt direkt ins Auge und macht sie so interessant für Florist und Blumenliebhaber. Durch ihre sterilen Blüten verlängert sich das Vasenleben und erfreut den Verbraucher mit einer Haltbarkeit von 3 - 4 Wochen. Ein edles Produkt, genau das richtige für modernes Interieur.

In der Kategorie „Gehölze“ entschied sich die Expertenkommission für die Picea abies ‘Little Santa‘ von der Baumschule Artmeyer aus Hörstel als „IPM Neuheit 2017“.
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Hier wurde eine gute Marketingidee perfekt umgesetzt. Der Trend zum 2. Baum erhält mit ‘Little Santa‘ neue Nahrung und erfüllt den Wunsch der Verbraucher nach kleinen, kompakten Weihnachtsbäumen. Der Aufbau ist gut strukturiert und so stabil, dass auch der kleinste Baum noch gut geschmückt werden kann, ohne dass die Zweige durchhängen. Das macht ihn zur Besonderheit im Sortiment. Wer auch im Sommer noch Spaß an einer Fichte hat, findet sicher eine gute Verwendung auf der Terrasse oder im Garten.

In der Kategorie Stauden hat die Jury die Helleborus Gold Collection ®Ice N‘Roses® (Helleborus x glandorfii) von Heuger Gartenbaubetrieben aus Glandorf als „IPM Neuheit 2017“ ausgezeichnet.
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Die großen repräsentativen Blüten, der sichere Blütenansatz und die frühe Blüte zeichnen diese Helleborus aus und vereinen damit die guten Eigenschaften von Christrosen - frühe Blüte - mit denen von Lenzrose - farbenfrohe Blüten - und Schneerosen - robuster Charakter -, die bislang nicht vereinbar waren. Eine besondere Züchtungsleistung, die von der Jury ausgezeichnet wurde. Für den Verbraucher und Produzent ein unkompliziertes Produkt, das das Sortiment auf besondere Art erweitert.

Auch in diesem Jahr war der Jury eine Neuheit einen Sonderpreis wert. Die Rosa polyantha ‘Smeralda Green Show‘ der Firma Twelve Energy Societa Agricola SRL aus Italien geht in diesem Jahr als Sonderpreisträger hervor.
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Ein Highlight für jeden Floristen. Sie hat so gar nichts mit einer normalen Rose zu tun. An ihren langen, gewundenen, grünen Stielen, sitzen an der Spitze einige wenige Blätter. Ob als einzelne Inszenierung oder in floralen Werkstücken verarbeitet, wird sie immer der besondere Hingucker sein. Der stolze Besitzer dieser Schnittblume kann sich darüber hinaus über eine besonders lange Haltbarkeit freuen

In der Halle 1a werden im „Neuheitenschaufenster“ des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) alle Pflanzen, die am Wettbewerb „IPM Neuheit 2017“ teilgenommen haben, ausgestellt. Die Besucher der Messe können sich während der gesamten Laufzeit über die aktuellen Neuheiten und Trends im Pflanzenmarkt informieren. Erstmalig wird in diesem Jahr eine Besucherbefragung durchgeführt. Das Ergebnis wird am letzten Messetag veröffentlicht.


Gleiche Wettbewerbsbedingungen für den Gartenbau auf europäischer Ebene schaffen

ZVG-Präsident Jürgen Mertz im Talk zur feierlichen Eröffnung der IPM Essen 2017

(ZVG) Die Weltleitmesse des Gartenbaus, die Internationale Pflanzenmesse (IPM) Essen 2017, wurde heute feierlich eröffnet. Im Eröffnungstalk sprachen Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), Eva Kähler-Theuerkauf, Vorsitzende des Fachbeirats der IPM Essen und Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V., sowie Frank Lock, Präsident der Interessenvertretung der Deutschen Industrie für den Gartenbau e. V., über die Herausforderungen für den internationalen Gartenbau.

ZVG-Präsident Mertz sprach Kernthemen des Gartenbaus, wie Energie- und Klimaschutzpolitik, internationale Wettbewerbsfragen sowie Pflanzenschutz an. „Die Branche hat in den letzten Jahren im Bereich des Klimaschutzes viel getan. Ein gutes Beispiel hierfür ist das erfolgreiche Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau und in der Landwirtschaft“, so Mertz. Auch im Pflanzenschutz hat sich in den letzten Jahren viel bewegt. Bei der Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelzulassung müsse es jedoch noch große Anstrengungen geben, um eine sichere und EU-weit gleiche Ausgangslage für alle Unternehmen zu schaffen. Hier gäbe es noch viel zu tun. Wichtig sei es deshalb, nun die richtigen politischen Maßnahmen zu ergreifen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Gartenbau sicherzustellen.

„Neben stimmigen politischen Rahmenbedingungen, zu denen auch eine entbürokratisierte Absatzförderung durch die EU gehört, müssen wir als Branche, die eingeleiteten Marketingmaßnahmen für unsere Produkte und Dienstleitungen verstärken und verstetigen“, erklärte der ZVG-Präsident.

Auch Eva Kähler-Theuerkauf mahnte gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas an. „Es ist für unsere Gärtner nicht nachvollziehbar, dass im Nachbarland Niederlande andere Umweltstandards gelten, aber die Ware auf derselben Versteigerung an denselben Kunden verkauft wird. Kurzum - wir fordern gleiche Bedingungen für alle“. Der Gartenbau in Nordrhein-Westfalen sei mit den gegebenen Rahmenbedingungen vergleichsweise zufrieden, dennoch bedürfe es politischer Unterstützung die Zukunft der Betriebe zu sichern, betonte Kähler-Theuerkauf abschließend.

Der ZVG, ideeller Träger der IPM ESSEN, sowie der Mitveranstalter Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V. präsentieren auf der Weltleitmesse des Gartenbaus vom 24. bis 27. Januar 2017 ihr umfangreiches Leistungsspektrum im Infocenter Gartenbau in der Green City in der Halle 1A. Neben den Berufsverbänden sind Institutionen aus Beratung, Wissenschaft und Forschung sowie Aus- und Fortbildung vertreten, sie stehen den Besuchern in gewohnter Form Rede und Antwort und präsentieren neueste Erkenntnisse.

Bildunterschriften/Downloads: Fotos ZVG

Im Eröffnungstalk sprachen (v. l. n. r.) Frank Lock, Jürgen Mertz, Eva Kähler-Theuerkauf und Johannes Remmel über die Herausforderungen für den internationalen Gartenbau.
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Feierlich wird die Messe eröffnet von (v. l. n. r.) Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer Messe Essen, Thomas Kufen, Oberbürgermeister Stadt Essen, Corina Krause, Deutsche Blumenfee, Johannes Remmel, Landwirtschafts- und Gartenbauminister NRW, Monique van Daalen, Botschafterin Niederlande, Eva Kähler-Theuerkauf, Jürgen Mertz, und Helmut Prinz, Präsident des Fachverbandes Deutscher Floristen
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Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelzulassung muss endlich Fortschritt zeigen

ZVG fordert mutige Reformschritte

(ZVG) Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin informiert der ZVG an seinem Messestand Politik und Verbraucher über die Notwendigkeiten einer zügigen Harmonisierung in der Pflanzenschutzmittelzulassung.

“Die Harmonisierung ist nach wie vor nicht erreicht”, mahnt ZVG-Präsident Jürgen Mertz anlässlich der Internationalen Grünen Woche an. Der kürzlich veröffentlichte Bewertungsbericht der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD SANTE) der EU-Kommission zeigte für Deutschland die Schwächen auf. „Der Reformbedarf ist klar“, so Präsident Mertz. Der Gartenbau erwartet von der Politik auch im Wahljahr 2017 neue und große Anstrengungen, die Pflanzenschutzzulassung auf eine sichere und EU-weit gleich funktionale Basis zu stellen. Nationale Alleingänge seien zu vermeiden.

Deshalb fordert der ZVG, die Harmonisierung des EU-Pflanzenschutzrechtes dringend voranzubringen und zu verbessern. Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die bestehenden Möglichkeiten des Zulassungsrechts ohne Verzögerungen genutzt werden können.

„Auch das gemeinsame Fünf-Punkte-Programm des ZVG und führender Agrarverbände für einen nachhaltigen Pflanzenschutz in Deutschland bleibt weiter aktuell“, betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Die Politik sei aufgefordert, unverzüglich Lösungen zu liefern.

Der ZVG, so Mertz, bekenne sich nachdrücklich zum Leitbild des integrierten Pflanzenschutzes mit der Kombination aller Maßnahmen für einen nachhaltigen Pflanzenschutz. Das Ziel, die Risiken der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, wie es im Nationalen Aktionsplan für einen nachhaltigen Pflanzenschutz festgeschrieben ist, wird der ZVG auch in 2017 mittragen.


Deutsche Friedhofskultur im Wandel

ZVG macht auf Bedeutung der Friedhöfe für das Stadtgrün aufmerksam

(ZVG) Mit Sorge sieht der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) den Wandel in der deutschen Friedhofskultur. Friedhöfe haben nicht nur eine gesellschaftliche Bedeutung, sondern sind auch wesentlicher Teil eines aktiven Stadtgrüns. Darauf macht der Verband auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin Politik und Besucher aufmerksam.

Friedhöfe sind ein Spiegelbild unseres Lebens und damit ein Bild einer lebendigen Stadtkultur. Historisch betrachtet ist die deutsche Friedhofskultur einzigartig. Sie ist jedoch von enormen gesellschaftlichen Veränderungen betroffen. Der klassische Friedhof ist nicht mehr alleiniger Ort für die Beisetzung, da immer mehr Menschen nach Alternativen zu den „quadratisch-praktisch-gut“-Angeboten suchen.

Um die Friedhofskultur zu erhalten und zu schützen hat sich daher eine Initiative aus Hamburg für die Aufnahme der deutschen Friedhofskultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eingesetzt. Dieser Antrag wird vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) unterstützt.

Friedhöfe sind nicht nur Orte der Erinnerung, sondern als öffentliche Grünfläche auch Erholungs- und Freizeitraum. Sie sollten nicht als ausgegrenzter Teil einer Kommune empfunden, sondern als öffentliche Grünflächen bewusst wahrgenommen werden. Als „grüne Lunge“ sind sie gleichzeitig ein Rückzugsort für Pflanzen und Tiere und so ein Teil lebendiger Grünpolitik in Städten und Gemeinden. Eine alleinige Finanzierung des Friedhofs über die Friedhofsgebühren ist daher nicht gerechtfertigt und schadet dem Erhalt dieser kulturhistorisch wertvollen Orte.

Um auf die Friedhofskultur aufmerksam zu machen, wirbt der Zentralverband an seinem Stand auf der IGW mit dem saisonal bepflanzten lila Ape-Mobil der Friedhofsgärtner.

Bildunterschrift/ Downloads: Foto: ZVG/X21de - Reiner Freese
Mit dem lila Ape-Mobil macht der ZVG an seinem Stand auf der IGW auf moderne Friedhofskultur aufmerksam.
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