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Infodienst Nr. 08 vom 13.02.2017

25 Jahre Fruit Logistica – Erfolgsgeschichte geht weiter

(ZVG/bveo) Die offizielle Eröffnung der 25. Fruit Logistica startete im Beisein des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt MdB, sowie des DRV-Präsidenten Manfred Nüssel, DBV-Präsidenten Joachim Rukwied, ZVG-Vizepräsidenten Wilhelm Böck, BVEO-Vorsitzenden Karl Voges, BVEO-Geschäftsführer Dr. Christian Weseloh und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Berlin, Dr. Christian Göke.

„Die Fruit Logistica ist seit 25 Jahren die beste Plattform, um Qualität, Frische und Vielfalt von Obst und Gemüse aus Deutschland zu erleben. Sie ist ein wichtiges Fenster zur Welt, auch bei der Erschließung neuer Absatzmärkte“, so Bundeslandwirtschaftsministers Schmidt anlässlich des Banddurchschnitts. Im anschließenden Rundgang machten sich die Präsidenten Nüssel, Rukwied und Böck persönlich ein Bild von den Leistungs- und Dienstleistungsangeboten der Branche und hoben den hohen Stellenwert des deutschen Obst- und Gemüseanbaus hervor.

2017 feiert die Berliner Weltleitmesse ihr 25-jähriges Jubiläum mit der Rekordbeteiligung über 3.000 Firmen aus 86 Ländern. In Messehalle 20 präsentierten 30 Erzeugerorganisationen ihr innovatives und gesundes Sortiment sowie zahlreiche Convenience-Produkte. Als Gastgeber luden sie die Besucher ein, deutsches Obst und Gemüse in seiner ganzen Vielfalt zu probieren und zu genießen.

Bildunterschrift/Download: Foto: ZVG/Winkhoff
v.l.n.r.: Dr. Christian Weseloh (Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse), Joachim Rukwied (Präsident des Deutschen Bauernverbandes), Wolfgang Mählmann (Gemüsebauunternehmer), Christoph Hövelkamp (Geschäftsführer der ELO), Manfred Nüssel (Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes), Franz-Josef Holzenkamp (MdB, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU), Christian Ufen (Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau), Dr. Till Backhaus (Landwirtschaftsminister Meck-Pom.), Berthold Fleischer, (Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau), Olaf Feuerborn (Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt), Wilhelm Böck (ZVG-Vizepräsident).
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Wilhelm Böck im Rahmen der 6. GFI-Fructinale 2017 geehrt

(ZVG) Im Rahmen der 6. GFI-Fructinale 2017 (Gemeinschaft zur Förderung der Interessen der deutschen Großmärkte) wurde Wilhelm Böck, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), am 09. Februar 2017 mit dem Berliner Buddy-Bären für die herausragenden Tätigkeiten seines Gemüsebauunternehmens im Bereich Frische, Qualität und Zuverlässigkeit ausgezeichnet.

Das traditionsreiche Gemüsebauunternehmen Böck, in Neufarn bei München, besteht seit 1896 und befindet sich schon in der vierten Generation. Auf 11 ha Unterglas und ca. 100 ha Freilandfläche wird von ca. 100 festangestellten Arbeitskräften und weiteren Saisonarbeitskräften ein breites Sortiment von Gemüsearten und mit einer hohen Sortenvielfalt kultiviert und ausschließlich selbst vermarktet. Frische Biokräuter für den regionalen Markt zählen ebenso dazu wie Salate, Tomaten und Gurken sowie Gemüsejungpflanzen für den Hobbybereich. Das Motto der Firma Böck lautet “regional und saisonal“.

Der veranstaltende Verband nennt sich auch Deutsche Frischemärkte e.V. und führt alle zwei Jahre anlässlich der Fruit Logistica die Fructinale durch, die eine exklusive Plattform für frisches Networking darstellt.

Bildunterschrift/ Download: Foto: ZVG
Die Vorstandsmitglieder der Frischemärkte Deutschland Boris Schwartz aus München, Uwe Klug aus Bremen und Peter Joppa aus Duisburg (v.l.n.r.), überreichten Wilhelm Böck aus Neufarn (Mitte) den Buddy-Bären für seine herausragenden Tätigkeiten, die sein Gemüsebauunternehmen im Bereich Frische, Qualität und Zuverlässigkeit in anerkannter Weise geleistet hat.
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Umstrukturierung des Bundes deutscher Staudengärtner

Schon im ersten Jahr erfolgreich mit neuem Werbebeitrag, Nachwuchswerbefilm und Forschungsergebnissen

(ZVG/BdS) „Die Umstrukturierung hat sich schon im ersten Jahr bewährt“ – das ist als ein Fazit der Mitgliederversammlung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) am 8. Februar 2017 festzuhalten. Ein Jahr zuvor gründeten die Staudengärtner im BdS neue Arbeitsgruppen und beschlossen, den Vorstand aus den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen zu bilden. Seit der Gründung 1951 setzte sich der BdS-Vorstand aus den Regionalgruppen-Vorsitzenden zusammen.

Mit der Gründung des Arbeitskreises Ausbildung 2016 ist nun auch der BdS und somit die Fachrichtung Staudengärtner im ZVG-Ausschuss Bildungspolitik und Berufsbildung vertreten. Kordula Becker, Dinslaken, die Vorsitzende des Arbeitskreises Ausbildung im BdS berichtete nun ausführlich u.a. über die Ausbildungszahlen, Entwicklungen der TOP Ausbildung Gartenbau (www.tag-gartenbau.de), Stipendien für Gärtner (www.stiftung-begabtenfoederung-agrar.de) sowie das Thema Flüchtlinge im Gartenbau. Mit viel Applaus sahen die über 50 anwesenden BdS-Mitglieder einen Film, den zwei Auszubildende und ein junger Gärtner aus dem Staudenbetrieb Becker zur Nachwuchswerbung erstellt haben. Der BdS übernahm diesen offiziell als Beitrag zur Nachwuchswerbung und stellte ihn auf seinen Internetseiten www.stauden.de und www.bund-deutscher-staudengaertner.de ein.

Der neu eingerichtete Arbeitskreis Markt setzte im ersten Jahr seines Bestehens eine Online-Umfrage unter Staudenkäufern und zwei umfangreiche interne Datenerhebungen zur Marktlage in den Staudengärtnereien um. Michael Moll, Leinfelden, stellte als AK-Vorsitzender die Ergebnisse vor sowie das Konzept für ein Staudenseminar mit Gartencentern. Jens Schachtschneider, Neerstedt, aus dem Arbeitskreis empfahl eine Teilnahme am Kennzahlenvergleich. Zudem sollten Liquidität, Umsatz und Personalkosten monatlich im Blick sein, um auf Marktveränderungen umgehend reagieren zu können.
Der Bund deutscher Staudengärtner und der Bund deutscher Friedhofsgärtner arbeiten projektbezogen in enger Abstimmung. Speziell über das Projekt „Naturruh“ auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Berlin berichtete Wolfgang Siebler, Schwarmstedt.

Martin Häussermann, Möglingen, seit Jahren für den Artikelstamm Stauden, die Stauden-DVD und mehrere Fachbücher verantwortliches Vorstandsmitglied, sprach nun als Vorsitzender des Arbeitskreises Daten hauptsächlich über die Kooperation mit dem Ulmer-Verlag zur Erstellung einer Online-Pflanzendatenbank.

Mit einer ausgezeichneten Leistungsbilanz erzielte Klaus-Peter Manig, Uebigau, Vorsitzender des Ausschusses für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, ein einstimmiges Votum zur Fortsetzung der Werbearbeit für 2018-2020. Hierfür leisten, die Mitglieder seit Jahren einen finanziellen Sonderbetrag. Manig präsentierte u.a. acht reichbebilderte Presseaussendungen zum Thema Stauden und deren hohe Abdruckquote, fünf Erst- und zwei Neuauflagen aktueller Stauden-Faltblätter, Werbemittel zur Staude des Jahres, Ergebnisse zweier Messebeteiligungen 2016, eine Kooperation mit der Zeitschrift „Mein schöner Garten“.
Drei Arbeitskreise im BdS werden von externen Vorsitzenden geleitet und sind nicht im Vorstand vertreten. Für den Arbeitskreis Forschung und Entwicklung erläuterte Heinrich Beltz, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Ergebnisse zu den Versuchen „Mulchen gegen Unkraut“ und „Bekämpfung von Wurzelläusen“. Beide Themen hatten Staudengärtner in das Gremium aus Praktikern und Versuchsanstellern eingebracht.

Die Sichtung von Heuchera und Helenium wurde 2016 abgeschlossen. Die Ergebnisse sind unter www.staudensichtung.de einzusehen, berichtete Prof. Dr. Bernd Hertle, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Vorsitzender des Arbeitskreises Staudensichtung. Er wird zusammen mit dem BdS im Herbst zwei Faltblätter mit den wichtigsten Ergebnissen daraus veröffentlichen. Bei beiden Sortimenten zeigten sich Qualitätssprünge und enorme Sortimentssteigerungen.

Der BdS-Arbeitskreis Pflanzenverwendung testet aktuell weitere Staudenmischpflanzungen für den trockenen Schatten und Kombinationspflanzungen von Stauden und Gehölzen, berichtete der Vorsitzende Prof. Cassian Schmidt, Sichtungsgarten Hermannshof. Die sortenechte Lieferung der Staudengärtner ist für diese Systempflanzungen unerlässlich.

Wahlen

Erich Luer, der den Arbeitskreis Markt mit initiiert hatte, wurde einstimmig zu dessen Vorsitzenden gewählt und ist damit auch Mitglied im Vorstand des BdS. Er übernimmt das Amt von Michael Moll, dem neu gewählten BdS-Vorsitzenden.
Björn Poltermann wurde einstimmig zum Kassenprüfer 2018-2019 gewählt. Zur Botschafterin des Bundes deutscher Staudengärtner in der Internationalen Stauden-Union wählten die BdS-Mitglieder Doris Pöppel.
Die Partnerschaft zu den Zulieferfirmen zeigte erneut die gut besuchte Hausmesse nach der Mitgliederversammlung.

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Staudengärtner sind bekannt für ihre rege Teilnahme an der ganztätigen Mitgliederversammlung. Hier diskutieren die knapp 60 Teilnehmer mit Prof. Bernd Hertle.
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Spannende Themen, hoher fachlicher Input auch der eigenen Mitglieder und eine angenehm kollegiale Atmosphäre kennzeichnen die BdS-Mitgliederversammlungen.
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Die Hausmesse ist ein Treffpunkt von Praxis und Zulieferern.
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Erich Luer wurde zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Markt und somit in den Vorstand des Bundes deutscher Staudengärtner gewählt.
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Hohe Erwartungen der Staudengärtner an neue Online-Datenbank

Ulmer Verlag stellt Kooperationsprojekt auf der BdS-Wintertagung vor

(ZVG/BdS) Sieben Module einer Heckengestaltung testet die Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt derzeit. Cornelia Pacalaj erläuterte diese verschiedenen Kombinationen aus Sträuchern, Stauden, Obst- und Gemüsepflanzen, ein- und zweijährigen Pflanzen den über 50 Staudengärtnern bei ihrer Wintertagung am 09. Februar. Sie nutzte die Fachkompetenz für eine kurze Bewertung durch die Experten. Das Ziel dieser Heckengestaltung ist, bei den schmalen Pflanzstreifen einen durchlässigen Sichtschutz zu erhalten, der selbst vielfältig wie ein kleiner Garten ist.
Mit „CD Ade“ titelte Katja Splichal vom Ulmer Verlag ihren Beitrag. Die Stauden CD, später DVD, die der Bund deutscher Staudengärtner seit 1995 mit dem Verlag herausgebracht und immer weiteroptimiert hat, wird in diesem Jahr in eine Online-Pflanzendatenbank einfließen. Wie können die Gärtner dieses Angebot mit ihrem Warenwirtschaftssystem, wie mit Onlineshops verbinden? In einem ausführlichen Diskussionsprozess gaben die Staudengärtner noch einzelne Anregungen für weitere Optimierungen, signalisierten aber sehr klar auch ihre Zufriedenheit. Mit dieser fortgesetzten Kooperation erwarten sie sich als Unternehmer neue Impulse.
Peter Berg, Gartenlandschaft Berg & Co Sinzig, bekannte sich in seinem Vortrag zu modernen Gartenkonzepten sowie zum nachhaltigen Design als auch zur hochwertigen Pflanzenverwendung. „Nicht die Wildnis ist das Nonplusultra, wie manche meinen – der Garten Eden ist das Vorbild von Gärten. Die vielfältigen, artenreichen Areale sind oft Kulturflächen.“ An die Stauden sowie ihre Pflege legt der Landschaftsgärtner sehr hohe Maßstäbe.
Jürgen Feder, Wildkräuterexperte und Pflanzenenthusiast ließ sein Pflanzenjahr 2016 vor den Teilnehmern der Tagung Revue passieren. Einige der von ihm vorgestellten Pflanzen an Naturstandorten finden sich durchaus auch in den Sortimenten der Staudengärtner wieder.
Die nächste Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner wird vom 06.-08. Februar in Grünberg stattfinden.

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Gartengestalter Peter Berg weiß eine hohe Pflanzenqualität zu schätzen.
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Seit Jahren arbeiten der Ulmer Verlag und der BdS eng zusammen. Die Weiterentwicklung und Integration der Stauden-DVD in eine Online-Datenbank begleiten Martin Häussermann vom BdS und Katja Splichal vom Ulmer Verlag in enger Abstimmung.
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Cornelia Pacalay von der Lehr- und Versuchsanstalt Erfurt referiert seit Jahren bei den BdS-Wintertagungen zu unterschiedlichen Themen der Pflanzenverwendung.
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Michael Moll neuer Vorsitzender des BdS

Arno Panitz mit der BdS-Ehrennadel ausgezeichnet

(ZVG/BdS) Nur eine Amtsperiode hat Arno Panitz als Vorsitzender benötigt, um den Bund deutscher Staudengärtner nachhaltig zu prägen. Für die Umstrukturierung, die seit acht Jahren im Vorstand diskutiert wurde, überzeugte er im vergangenen Jahr die Mitglieder. In seiner Amtszeit wurde auch das Thema „Nomenklatur“ mit nationalen und internationalen Partnern weitgehend geklärt.
Darauf verwies sein frisch gewählter Amtsnachfolger Michael Moll in der Laudatio, bevor er Arno Panitz am 07. Februar bei der Mitgliederversammlung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) in Grünberg mit der Goldenen Ehrennadel des BdS auszeichnete. „Es ist kein Zufall, dass in deiner Amtszeit vieles umgesetzt und vollendet wurde. Du hörst zu, wägst ab und handelst.“ Panitz hinterlasse einen gut aufgestellten Verband, der sich den Herausforderungen stellt, fasst Moll zusammen.

Für Panitz bedeutete dieses Amt, das er 2014 übernommen hatte, eine besondere Belastung, da sein Betrieb sehr dezentral gelegen ist und ihn als Betriebsleiter kaum freistellen konnte. Er hatte daher seine Amtszeit von vornherein auf eine Periode begrenzt. Von 2000-2006 arbeitete der ausgebildete Landschaftsgärtnermeister bereits als Vorsitzender der Regionalgruppe Süd im BdS-Vorstand mit und konnte als BdS-Vorsitzender direkt an diese Erfahrungen anknüpfen. Aufbau und Entwicklung der Arbeitskreise begleitete Panitz intensiv, indem er an Sitzungen z.B. der AK Markt, Daten sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit teilnahm und wichtige Ideen sowie technische Module einbrachte. Im eigenen Betrieb nutzt er neue Medien dafür, die Verwender von Stauden z.B. mit Pflanzungsbeispielen zu unterstützen. Seine Kollegen motivierte der selbst als Verwender geprägte Staudengärtner zudem immer wieder, den Blickwinkel der Abnehmer aufzugreifen und sich auf sie einzustellen.

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Der Bund deutscher Staudengärtner zeichnete Arno Panitz mit der Goldenen Ehrennadel aus – hier umrahmt von seinem Nachfolger, Michael Moll, r., und dem Stellvertretenden BdS-Vorsitzenden, Martin Häussermann.
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Jakob Hokema überreichte als scheidender BdS-Vorsitzender das Steuerrad seiner Amtsnachfolgerin Beate Zillmer. Als Dritter hielt es Arno Panitz in der Hand. Nun bestimmt Michael Moll (l.) den Kurs des Bundes deutscher Staudengärtner.
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Bund deutscher Staudengärtner ehrt Walter Schimana mit der Goldenen Ehrennadel

Auszeichnung für den Staudenexperten, Züchter und Buchautoren

(ZVG/BdS) Der Lebenslauf des Stauden- und Landschaftsgärtners, Pflanzenexperten und Züchters Walter Schimana spiegelt die deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts. Man kann die Entwicklung von einem Zustand der Bedrängnis, der Entbehrung in harten Zeiten bis hin zu dem Luxus, sich mit schönen Dingen befassen zu können, exemplarisch nachvollziehen. Rainer Goldmann zeichnete in seiner Laudatio den Lebensweg von Schimana nach, den der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) am 08. Februar in Grünberg während seiner Wintertagung mit der Goldenen Ehrennadel auszeichnete.

Schimana war zeitweilig Vorsitzender des Arbeitskreises Wasserpflanzen sowie der Süddeutschen Staudengärtner, war aktiv im BdS-Werbeausschuss, engagierte sich - vom BdS nominiert - als Preisrichter bei Gartenschauen und eroberte mit der Internationalen-Stauden-Union die botanischen Welten. Für seine vernetzte und kollegiale Arbeitsweise war der BdS ein guter Partner. Walter Schimana nutzte in sehr vielfältiger Weise die verbandliche Struktur, um sich und den Gartenbau weiter zu entwickeln.

Die Begegnung mit dem Staudengärtner und Wasserpflanzenexperten Karl Wachter 1966 hatte beispielsweise zur Folge, dass Walter Schimana ein Pionier im Bau von Fertig- und Folienteichen wurde. Im BdS-Arbeitskreis Wasserpflanzen diskutierte er mit Kollegen Fragen der Folienrandbefestigung und des Wurzeldurchwachsens. Zudem kultivierte er ein großes Sortiment von Seerosen und Wasserpflanzen.
Seine Erfahrungen und sein gesammeltes Wissen fasste Walter Schimana in Artikeln, Vorträgen und in Büchern zusammen. „Wassergärten“ und „Wasserpflanzen – die schönsten Arten“ wurden zu Standardwerken, die auch ins Englische und Französische übersetzt wurden. Weitere Bücher sind „Prachtstauden“, „Naturschutz und Landschaftsplanung“, „Miniteiche auf Balkon und Terrasse“. Mit diesem breiten Fachwissen war Walter Schimana auch ein häufiger Seminarleiter und Referent in Grünberg.

Schon lange ist Walter Schimana züchterisch tätig. Dabei führten seine Pflanzenbegeisterung und Hartnäckigkeit zu Selektionen in völlig unterschiedlichen Staudenbereichen: Von Waldrandstauden wie der kleinen Arabis procurrens ‚Filigran‘ über diverse Hosta-Neuzüchtungen bis zu Prachtstauden wie die Monarda-Hybride ‚Blaukranz‘ und Wasserpflanzen wie Nymphaea-Hybride ‚Gretl‘ entdeckte und benannte Walter Schimana neue Kultivare. Hochbegehrt waren in den 1980er Jahren seine Yucca-Hybriden wie ‚Glockenbusch‘ ‚Glockenstab‘ und ‚Rosemarie‘. Seit Beginn des neuen Jahrtausends beschäftigt sich Walter Schimana intensiv mit der Kreuzung und Selektion von Phlox amplifolia. Diese Art ist im Gegensatz zu Phlox paniculata besser geeignet, mit dem Klimawandel zurecht zu kommen und bietet daher eine robustere Alternative mit Zukunft.
Der BdS-Vorsitzende Michael Moll überreichte Walter Schimana die Goldene Ehrennadel und dankte ihm für die Weiterentwicklung der gartenbaulichen Grundlagen, die Begeisterung der Gartenfreunde und den kollegialen Austausch in so vielen verschiedenen Funktionen – seit über 50 Jahren. Anlässlich der Ehrung hatte der BdS speziell Staudengärtner-Senioren eingeladen, mit denen Walter Schimana den zeitlichen Rückblick aus eigenen Erinnerungen teilen konnte.

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Der Bund deutscher Staudengärtner ehrte Walter Schimana mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes.
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Mit dem Rückblick auf die Lebensleistung von Walter Schimana (Mitte) begaben sich die Staudengärtner auch auf eine Reise durch 50 Jahre Gartenbau. Es gratulierten (v. l.) Michael Moll, BdS-Vorsitzender, Bettina Banse, BdS-Geschäftsführerin, und der Laudator Rainer Goldmann.
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Deutscher Innovationspreis Gartenbau – jetzt noch anmelden!

(ZVG/BMEL) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vergibt für hervorragende, beispielgebende Innovationen im Gartenbau jährlich den Deutschen Innovationspreis Gartenbau im Rahmen des Deutschen Gartenbautages des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG). Noch bis 15. März 2017 können sich interessierte Gartenbauunternehmen bewerben.

Die Bewertung erfolgt dabei nach den Kriterien der innovativen Qualität, der Bedeutung der Innovation innerhalb der Gartenbauwirtschaft, der praktischen Anwendung, den Marktchancen und dem Modellcharakter für andere Betriebe.

Bewerben kann sich jedes Gartenbauunternehmen mit Geschäftssitz in Deutschland, das Gartenbauprodukte herstellt oder damit handelt, Hersteller von Produkten und Zubehör sowie andere Einrichtungen, die für den Gartenbau innovativ tätig sind und nicht der öffentlichen Hand angehören. Es sollte sich um eine Innovation pflanzenbaulicher, züchterischer, technischer, kulturtechnischer oder betriebswirtschaftlicher Art, um eine beispielhafte Kooperation, ein beispielhaftes Unternehmenskonzept oder auch um eine Kombination aus diesen Merkmalen handeln.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Dieses Preisgeld wird von der Bewertungskommission auf bis zu drei Preisträger - nach Möglichkeit je einer in den Kategorien Pflanze, Technik oder Kooperation/ Betriebsorganisation/ Unternehmenskonzept aufgeteilt.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen finden Sie unter:
www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Gartenbau/_Texte/Innovationspreis-Gartenbau.html


Einreichungsfrist für DGG-Buchpreis verlängert

(DGG/ZVG) Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. verleiht 2017 zum 49. Mal den DGG-Buchpreis. Besondere Publikationen, welche die Belange des Gartenbaus, der Gartenkultur und der Gartenkunst Bewusst machen, gärtnerisches Wissen und Können verbreiten, den Umgang mit Pflanze, Garten, Landschaft und Natur verstärken, werden mit dem 1.000 € dotierten DGG-Buchpreis ausgezeichnet. Die Einreichungsfrist ist bis zum 28. Februar verlängert worden.

Der DGG-Buchpreis ist eine Auszeichnung für Autoren, die durch ihre Veröffentlichungen in der Lage sind, den Menschen deutlich zu machen, dass Pflanze, Garten, Landschaft und Mensch eine unteilbare Einheit bilden. Der DGG-Buchpreis soll Belange des Gartenbaus, der Gartenkultur und der Gartenkunst Bewusst machen, gärtnerisches Wissen und Können verbreiten, den Umgang mit Pflanze, Garten, Landschaft und Natur verstärken und den schriftstellerischen Einsatz unterstützen. Das Preisgeld beträgt 1.000 €.
Das Buchpreiskuratorium wird die eingereichten Bücher fachlich bewerten und dem Vorstand als Vorschlag unterbreiten. Neben dem DGG-Buchpreis werden zusätzlich die „Top 5 der besten Gartenbücher“ nominiert.

Die Verleihung der Preise erfolgt am 13. Oktober 2017 im Rahmen einer repräsentativen Festveranstaltung im Weißen Saal von Schloss Mainau im Beisein von Gräfin Bettina Bernadotte.

Voraussetzung für die Teilnahme am Auswahlverfahren für den DGG-Buchpreises ist

  • die Übersendung eines Buches, Erscheinungsjahr 2016 an die DGG-Geschäftsstelle bis spätestens 28.02.2017
  • die Entrichtung einer Gebühr in Abhängigkeit der Anzahl der eingereichten Bücher. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Ende der Anmeldefrist.

Nähere Informationen erhalten Sie von der DGG-Geschäftsstelle unter j.flenker@dgg1822.de

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