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Infodienst Nr. 09 vom 20.02.2017

„MEHR als nur ein grüner Daumen“

Bundesweiter Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner eröffnet

(AdJ/ZVG) Am 15. Februar 2017 fiel in der Peter-Lenné-Schule, Oberstufenzentrum Natur und Umwelt in Berlin, der symbolische Startschuss für den 30. Berufswettbewerb (BWB) für junge Gärtnerinnen und Gärtner. Der alle zwei Jahre, gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner e.V. (AdJ) und dem Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), bundesweit ausgerichtete Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gärtner. Der Zukunft gewachsen. – MEHR als nur ein grüner Daumen“.

Ralf Wolkenhauer, Unterabteilungsleiter 71 – Ländliche Räume im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), eröffnete das gärtnerische Großereignis stellvertretend für den Schirmherrn, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Wolkenhauer bezeichnete den Gartenbau als eine Branche, die mit Vielfalt und Flexibilität punkten könne. Er betonte: „Das Motto des Berufswettbewerbes bedeutet in unseren Augen: Mut, Zuversicht und Selbstbewusstsein.“ Mit Verweis auf die Bedeutung von Aufgeschlossenheit und Neugier für einen erfolgreichen Gärtner, bescheinigte Wolkenhauer den Auszubildenden, durch ihre Teilnahme, eine Vernetzung des Berufstandes. Der Berufswettbewerb sei außerdem wichtig um neue Ideen und Anregungen zu bekommen.

Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner e.V., Florian Kaiser, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste sowie die teilnehmenden Teams des Wettbewerbes und dankte allen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Die Wichtigkeit des Berufswettbewerbes unterstrich auch Alexander Fischer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in seinen Grußworten. „Ich bin mir sicher, dass der Bundesentscheid des Berufswettbewerbes auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin eines der Highlights der IGA in diesem Jahr sein wird.“

ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann nahm in seinen Grußworten Bezug auf die Wertschätzung sowohl der gärtnerischen Produkte als auch des Gärtnerberufes selbst. Er betonte dabei die Vielfältigkeit der Branche und die damit verbundenen Themen. „Wir sind alle Gärtner, stolze Gärtner!“, motivierte Weimann die Auszubildenden. Er wünschte allen Teilnehmenden des BWB auch an den anderen Standorten bestmöglichen Erfolg.

Rund 100 gärtnerische Auszubildende stellten sich anschließend in Dreier-Teams den zehn BWB-Aufgaben. Dabei galt es nicht nur mit fachlichem Wissen und Können zu punkten, sondern auch Kreativität und Teamgeist einzubringen. Denn nur wer Teamfähigkeit beweist, kann den vorderen Plätzen im Berufswettbewerb näherkommen.

Bei einem Rundgang konnten sich Gäste und Pressevertreter von der Vielseitigkeit des Berufswettbewerbes und dessen Aufgaben überzeugen. Diese stammen aus allen Fachrichtungen des Gartenbaus, einschließlich der Floristik. Dabei war vor allem der Blick über den „Tellerrand“ der eigenen gärtnerischen Fachrichtung gefragt.

Bis zum 03. März werden die Erstentscheide an über 70 Standorten in Deutschland durchgeführt. Bundesweit rechnen die Veranstalter mit ca. 5.500 Teilnehmern.

Die aus den Erstentscheiden als Gewinner hervorgehenden Teams, treten im Juni 2017 in den Zweitentscheiden auf Landesebene gegeneinander an. Anfang September nehmen die Siegerteams der Landesentscheide beim großen Finale des Berufswettbewerbes, dem Bundesentscheid, auf dem Gelände der „Internationalen Gartenausstellung 2017 Berlin“ teil.

Die besten Nachwuchsgärtner werden im Rahmen des Deutschen Gartenbautages des ZVG als Bundessieger-Teams mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen des BMEL geehrt.

Bildunterschriften/Downloads: Fotos ZVG/ Markula
Sie begrüßten die Teilnehmer und Gäste der Bundeszentralen Eröffnung des Berufswettbewerbes 2017 in Berlin (v.l.n.r): Alexander Fischer, Ralf Wolkenhauer, Hartmut Weimann, und Florian Kaiser.
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Auch die Ehrengäste überzeugten sich von der Vielseitigkeit der BWB-Aufgaben. (v. l. n. r. Alexander Fischer, Ralf Wolkenhauer, Florian Kaiser und Bertram Fleischer, ZVG-Generalsekretär)  
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Beruf Gärtner zum anfassen

ZVG informiert Pädagogen über die Vielfalt des Gartenbaus auf der didacta

(ZVG) Vom 14. bis 18. Februar fand die Bildungsmesse didacta in Stuttgart statt. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) präsentierte die Vielfalt des gärtnerischen Berufs auf der Gemeinschaftsschau „Landwirtschaft & Ernährung - erleben lernen“ des i.m.a - information.medien.agrar e.V. Verlages.

In Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V. stellte der ZVG den Beruf Gärtner im Rahmen der Kampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ in seiner Vielfalt und Attraktivität vor. Anhand leicht umsetzbarer Aktionen, konnten sich Lehrkräfte, Ausbilder und Erzieher von der Bedeutung einer frühzeitigen Naturerfahrung für Kinder überzeugen lassen. Jeder Pädagoge kennt es: Am besten lernen wir, wenn wir selbst etwas hören, sehen und ausführen.

Unter diesem Motto wurden Besucher am ZVG-Stand in fachlichen Beratungsgesprächen mit Meistern, Technikern und Hochschulabsolventen aus dem Gartenbau rund um das Thema "Mehr Leben im Schulgarten" informiert.

Pädagogen konnten sich zudem ein Bild über die Unterrichtsbausteine des i.ma. zu den Themen „Vegetative Vermehrung“, „Insektenfreundliche Pflanzen“ und „Kultur-Speisepilze entdecken“ machen.

Das Thema „Upcycling“ wurde zum einen mit bepflanzten Milchtüten und zum anderen mit einer Mit-mach-Aktion anschaulich gemacht. Die Pädagogen konnten leere Überraschungseier bepflanzen und so das Thema „Vegetative Vermehrung“ erfahren.

Pädagogen und Erzieher erfuhren die Vielfalt des Beruf Gärtners und die damit verbundenen Ansprüche, ließen sich von den Anschauungsmaterialien inspirieren und nutzten zudem Info- und Werbematerialien.

Bildunterschriften/Downloads: Foto Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V.
Der ZVG stellte den Beruf Gärtner auf der didacta vor.
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Die Pädagogen bepflanzten leere Überraschungseier und konnten so das Thema „vegetative Vermehrung“ erfahren.
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Gärten und Gärtnern als Beitrag der friedlichen Co-Existenz

10. International Perennial Plant Conference so international besucht wie noch nie

(ZVG/ISU) So international besetzt war die International Perennial Plant Conference noch nie: Zum 10-jährigen Jubiläum begrüßte die Organisatorin Anja Maubach in Grünberg 101 Teilnehmer und 8 Referenten aus 14 Ländern vom 10. bis 12. Februar in Grünberg.

In der gegenwärtigen politischen Lage sind Parks und Gärten sowie auch die Tätigkeit der Gärtner ein Beitrag für eine friedliche Co-Existenz, so Maubach bei ihrer Begrüßung. “Wir brauchen mehr Gärtner“, lautet ihr Credo – in jeder Stadt sollten Gärtnereien fußläufig erreichbar sein. Die Leidenschaft für Pflanzen und ihre Lebenswelten in Natur- und Kulturlandschaften, verbindet seit 10 Jahren die internationale Staudengemeinde mit intensivem fachlichem Austausch.

Über russische Phlox -Sorten berichtete Christian Kress aus Österreich. Möglichkeiten, Stauden aus entlegenen Teilen der Welt mitten in der Großstadt zu kultivieren, zeigte Sven Nürnberger mit dem Palmengarten in Frankfurt. Die Gattung Salvia mit ihrer großen Diversität wurde leidenschaftlich von Frank Fischer vertreten. Über Pflanzen an ihrem natürlichen Habitat von Cape to Cape, referierte Jo Bogaerts aus Belgien. Die fantastischen Aufnahmen sprachen für sich. Dan Benarick, aus den USA, stellte den Chanticleer Garden vor, der in seiner exquisiten Gestaltung und Anlage beeindruckend ist. Viele Inspirationen für die Gestaltung dieses Projektes wurden aus der Natur entnommen und individuell umgesetzt. Linnea Oskarrson aus Schweden berichtete über ein Forschungsprojekt in Schweden: Im Rahmen einer „plant heritage“ wurden Stauden gesammelt, die bis zum Jahr 1940 in Gärten gewachsen sind. So konnte eine umfangreiche lebendige Stauden-Genbank geschaffen werden. Diese klassischen Stauden werden wiederum im aktuellen Angebot der Staudengärtnereien besonders angeboten.

Troy Scott Smith berichtete über den neuen Ansatz, den Garten von Sissinghurst zu energetisieren. Mit viel Mut und Feingespür wird nun wieder ein lebendiger Garten geschaffen, der durch Zeit und Raum immer neu einlädt.
Für die Teilnehmer gab es erstmals an einem Abend die Möglichkeit Projekte, Entwicklungen und Ideen mit Stauden in Kurzbeiträgen vorzustellen.

Aad Vollebregt dankte als Vorstandsmitglied der Internationalen-Stauden-Union den Organisatoren und überreichte ihnen eine der von Prof. Cassian Schmidt speziell ausgesuchten Stauden. Georg Uebelhart erhielt als Initiator der Conference die Pionierpflanze Achilllea filipendulina `Bisch kek Gold´. Seine Nachfolgerin Anja Maubach die langlebige und widerstandsfähige Cistus laevofolius. Matthias Hub als Leiter und Gastgeber in der Bildungsstätte Gartenbau bekam die stresstolerante Euphorbia characias `Restonia´.

Die 11. International Perennial Plant Conference wird vom 9.-11. Februar 2018 stattfinden.

Bildunterschriften/Downloads: Fotos ISU
V. l.: Prof. Cassian Schmidt, Matthias Hub, Aad Vollebregt, Anja Maubach und Georg Uebelhart.
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Das breite Spektrum von Staudenexperten aus aller Welt ist neben den Fachthemen bei der International Perennial Plant Conference ein Highlight.
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51. Gartenbauwissenschaftliche Jahrestagung

„Der Beitrag gartenbaulicher Produkte zur Ernährung und Gesundheit"

(ZVG/DGG) Die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft e. V. (DGG) und des Bundesverbands der Hochschulabsolventen/ Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) findet vom 1. bis 3. März 2017 in der Hochschule Osnabrück statt.

Dem Generalthema „Der Beitrag gartenbaulicher Produkte zur Ernährung und Gesundheit“ widmen sich die Plenarveranstaltung und ein Workshop.

Als Hauptredner der Plenarveranstaltung wird Professor Dr. H. K. Biesalski, Direktor des Institutes Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft und Direktor des Food Security Center an der Universität Hohenheim sowie Professor Dr. Christine Brombach vom ZHAW Life Sciences und Facility Management auftreten. Biesalski wird in seinem Vortrag eine Übersicht über den „Beitrag des Gartenbaus zur Nahrungsqualität“ geben und Professor Brombach wird zum Thema „Der Küchengarten- (H) Ort für gesundes Essen“ referieren.

Anschließend findet ein Workshop mit zwei Impulsreferaten von Professor Dr. Andres Hahn und Professor Dr. Diemo Daum zum Thema „Sekundäre Inhaltsstoffe und deren Wirkung“ statt.

An der DGG und BHGL Jahrestagung nehmen mehr als 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland teil. Untersuchungs- und Forschungsergebnisse aus allen gartenbaulichen Disziplinen werden in Workshops, Vorträgen und auf wissenschaftlichen Postern vorgestellt und diskutiert.

Nähere Informationen finden Sie auf der Tagungshomepage der DGG unter www.dgg-online.org/tagung

 


Politische Meldungen der letzten Woche

„Der Frühling lässt grüßen“

ZVG überbringt Bundeskanzlerin Angela Merkel florale Valentinsgrüße

(ZVG) Blumenfee Corina Krause und Hartmut Weimann, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), überbrachten heute Bundeskanzlerin Angela Merkel in guter Tradition florale Valentinsgrüße des deutschen Gartenbaus.

Angela Merkel empfing den Strauß mit den Worten „Der Frühling lässt grüßen“. Der leicht luftige und romantische Strauß aus Ranunkeln, Freesien, Christrosen, Anemonen und Scabiosenfruchtständen stehe für ein Frühlingserwachen nach einem langen kalten Winter, erklärte die Blumenfee.

„Die Wertschätzung, die wir unseren Produkten und unserer Branche abverlangen, möchten wir Ihnen persönlich durch Überreichung des Valentinsstraußes entgegenbringen“, begrüßte Weimann die Bundeskanzlerin.

Der ZVG nutzt darüber hinaus den Besuch im Kanzleramt auch um seine Forderungen zur Bundestagswahl vorzustellen. Aktuelle Themen der Branche sind dabei betriebliches Risikomanagement, Pflanzenschutz, Klimaschutz und dabei speziell die Torfverwendung sowie das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz, und nicht zuletzt die Wertschätzung gartenbaulicher Produktion und Produkte.

Mit Corina Krause hat seit September 2016 eine 33-jährige Floristmeisterin aus Berlin das Amt der Deutschen Blumenfee inne. Ein Jahr lang vertritt sie den deutschen Gartenbau in der Öffentlichkeit.

Bildunterschriften/Downloads: Foto ZVG/ Markula
ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann und Blumenfee Corina Krause überbringen Bundeskanzlerin Angela Merkel traditionell florale Valentinsgrüße des ZVG.
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EU-Komitologie: Wissenschaftlichkeit muss oberste Priorität bleiben

ZVG begrüßt die positive Resonanz und setzt sich für Fortführung ein

(ZVG) Die Europäische Kommission hat am Dienstag, den 14. Februar 2017 vorgeschlagen, die sogenannte Komitologie-Verordnung zu ändern. Ziel der Kommission ist, das Verfahren transparenter zu gestalten und die EU-Staaten stärker in die Pflicht zur Entscheidungsfindung zu nehmen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Entscheidung, fordert aber strikt am Prinzip der Wissenschaftlichkeit festzuhalten.

Da in den vergangenen Jahren umstrittene Entscheidungen, wie die Zulassung des Wirkstoffes Glyphosat oder genveränderter Organismen nicht im Rahmen des Ausschussverfahrens durch die Experten der Mitgliedstaaten entschieden wurden, musste schließlich die EU-Kommission letztinstanzlich eine Entscheidung herbeiführen. Nun will die EU-Kommission einerseits das Verfahren transparenter machen und andererseits die EU-Staaten stärker in deren Pflicht zur Entscheidungsfindung nehmen und dazu die Abstimmungsregeln ändern.

„Klarheit, Transparenz und eindeutige Entscheidungsfindung - das begrüßen wir“, beurteilt ZVG-Präsident Jürgen Mertz in einer ersten Wertung die Vorschläge der EU-Kommission. Dennoch sei es unverzichtbar, auch zukünftig die Entscheidungen auf klarer wissenschaftlicher Basis zu treffen.

Kommt es künftig im Ausschussverfahren zu keiner Entscheidung, sollen die Mitgliedstaaten stärker in die letztinstanzliche Entscheidung einer Angelegenheit eingebunden werden. Damit könnte die Entscheidungsfindung noch mehr als bisher von der wissenschaftlichen Expertenebene auf die politische Ebene gehoben werden.

Der ZVG fordert, Umsetzungsgesetze auf der Basis wissenschaftlicher Bewertungen zu beschließen. Die Neuregelung des Komitologie-Verfahrens darf nicht dazu führen, dass politische Stimmungen und Meinungen über die Wissenschaftlichkeit gestellt werden. Auch dürfen die Neuregelungen nicht zur Steigerung von Komplexität im Entscheidungsfindungsprozess führen, die Entscheidungen unnötig verzögern. Effiziente Entscheidungsfindung muss weiterhin gewährleistet sein.

Im Komitologie-Verfahren werden auf EU-Ebene Beschlüsse zur Umsetzung einzelner Verordnungen durch Expertengremien gefasst. Die Expertengremien setzen sich aus Sachverständigen der Mitgliedstaaten der EU zusammen. Beispiele für solche Umsetzungsgesetze reichen von der Zulassung einzelner Wirkstoffe oder Produkte im Pflanzenschutz, Festlegung von Rückstandshöchstgehalten von Wirkstoffen bis zur Zulassung genveränderter Organismen (GVO). Die EU-Kommission legt hierzu den Experten einen Entwurf für ein Umsetzungsgesetz vor, die Experten entscheiden mit qualifizierter Mehrheit.


Verfügbarkeit von Wirkstoffen sicherstellen

ZVG begrüßt Entschließung des EU-Parlaments zum biologischen Pflanzenschutz mit gerin-gem Risiko

(ZVG) Das Europäische Parlament hat in dieser Woche auf seiner Plenumssitzung eine Entschließung zum biologischen Pflanzenschutz mit geringem Risiko verabschiedet. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die Initiative, die Zulassung von Wirkstoffen mit geringem Risiko voranzutreiben, um ausreichende Verfügbarkeit für den Pflanzenschutz sicherzustellen, weist aber auf die Notwendigkeit des integrierten Pflanzenschutzes hin.

Das Europäische Parlament hat am 15. Februar 2017 in seiner Plenumssitzung einen Entschließungsantrag zum biologischen Pflanzenschutz mit geringem Risiko angenommen. Darin stellt das EU-Parlament fest, dass vielfältige Instrumente für den Schutz von Kulturpflanzen benötigt werden. Auch der Zugang zu angemessenen Pflanzenschutzverfahren ist von entscheidender Bedeutung, um Schäden vorzubeugen, die durch Schädlinge und Krankheiten verursacht werden. Diese Feststellungen begrüßt der ZVG ausdrücklich.

ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer erklärt: „Das EU-Parlament hat in seiner Entschließung anerkannt, dass Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen, um unter anderem den Lebens- und Futtermittelbedarf zu decken.“ Dass dabei dem biologischen Pflanzenschutz mit geringem Risiko Vorzug zu geben sei, leite sich aus dem integrierten Pflanzenschutz ab, zu dem sich der ZVG ausdrücklich bekennt. „Das Parlament forderte außerdem, dass die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln zu verbessern sei. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Noch immer ist die Zulassung auf dem Gebiet der Wirkstoffe generell, aber auch bei biologischem Pflanzenschutz mit geringem Risiko schleppend und muss dringend verbessert werden“, so Fleischer weiter.

Der ZVG betont weiterhin die Notwendigkeit des chemischen neben dem biologischen Pflanzenschutz als Teil des integrierten Pflanzenschutzes. Dies gilt vor allem für Kulturen, für welche noch keine alternativen Methoden und Wirkstoffe für die Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten zur Verfügung stehen.

 


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