Informationsdienst

Infodienst Nr. 10 vom 08.03.2018

Saatgutbehandlung im Gemüsebau mit Iprodion bis Juni erlaubt

BVL genehmigt Zulassung für Notfallsituationen auf Antrag der Fachgruppe Gemüsebau

(ZVG) Auf Antrag der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Zulassung für Notfallsituationen nach Artikel 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 mit Bescheid vom 5. März 2018 genehmigt. Danach kann Rovral aquaflo mit dem Wirkstoff Iprodion zur Saatgutbehandlung im Gemüsebau bis zum 5. Juni 2018 eingesetzt werden.

Das BVL weist darauf hin, dass in der Vergangenheit auch Saatgut im Handel war, das mit iprodionhaltigen Pflanzenschutzmitteln behandelt war. Es war aufgrund von Zulassungen in anderen Mitgliedstaaten verkehrsfähig. Das BVL hat nun für das iprodionhaltige Pflanzenschutzmittel "Rovral Aquaflo" eine bis zum 5 Juni 2018 geltende Notfallzulassung für die Saatgutbehandlung verschiedener Gemüsearten erteilt. Entsprechend behandeltes Gemüsesaatgut darf bis zum 5. Juni 2018 ausgesät werden. Damit wurden die Wettbewerbsvoraussetzungen im selben Wirtschaftsraum auf dem Gebiet der Aufbrauchfristen angeglichen. In Frankreich, in den Niederlanden, in Österreich, im Vereinigten Königreich und in Italien sind Aufbrauchfristen von iprodionhaltigem Saatgut bis zum 5. Juni 2018 und darüber hinaus vorgesehen. Die Fachgruppe Gemüsebau, die den Antrag gestellt hatte, zeigte sich erleichtert. Die Entscheidung des BVL gibt als Rechtsrahmen in Deutschland nun Anbau- und Vermarktungssicherheit.


Stärkere Kooperation zwischen Praxis und Gartenbauwissenschaft

52. Jahrestagung der DGG und BHGL in Geisenheim

(ZVG) Die 52. Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) und des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) fand vom 28. Februar bis 3. März 2018 an der Hochschule Geisenheim University statt. Dabei wurden insbesondere Zukunftsaspekte unter dem Generalthema „Klimafolgen und Herausforderungen für den Gartenbau besprochen“.

In seinem Grußwort stellte Hartmut Weimann, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), heraus, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen der gärtnerischen Praxis und der Gartenbauwissenschaft sei, um den Herausforderungen der Branche auch in Zukunft begegnen zu können. Vor dem Hintergrund der großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und demographischen Herausforderungen, vor denen der gärtnerische Berufsstand steht, sei eine qualitative Lehre sowie wissenschaftliche Begleitung und Beratung unablässig, betonte Weimann. Auch betrachtet er daher mit Sorge die strukturellen Herausforderungen, mit denen Lehre, Forschung und Wissenschaft gegenwärtig konfrontiert seien.

Das vielfältige Tagungsprogramm bot den mehr als 200 Gästen aus Wissenschaft und Forschung ein großes Spektrum an Zukunftsthemen aus allen Fachsparten des Gartenbaus. Neben über 60 Vorträgen zum Tagungsthema, gab es eine Postersession und Workshops auf dem Campus der Hochschule. Der BHGL förderte erneut mit seinem Posterpreis und der Green Challenge junge Talente aus der Wissenschaft. Prof. Dr. Uwe Schmidt, Präsident der DGG, bezeichnete die gesamte Veranstaltung als ein erneutes Highlight für die beiden veranstaltenden Verbände.

Bildunterschrift/ Download: Foto: Winfried Schönbach, Hochschule Geisenheim
DGG& BHGL Jahrestagung: Vortrag Klimafolgen
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Treffen zum Netzwerk Pflanzensammlungen beim Bundessortenamt in Hannover

(ZVG/DGG) Mitwirkende und Interessierte am Netzwerk Pflanzensammlungen trafen sich am 20. Februar 2018 im Bundessortenamt in Hannover. So auch die Präsidiumsmitglieder der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. Lüder Nobbmann (DGG & ZVG) und Stefan Strasser (Gesellschaft der Staudenfreunde e.V.), sowie Manfried Kleinau (Deutsche Dahlien-, Fuchsien und Gladiolen-Gesellschaft e.V.) und Vertreter des Bundessortenamtes (Dr. Burkhard Spellerberg, Katja Näthke, Renate Baade-Morgenthal und Anja Jentsch). Sie diskutierten über Strategien zur Stärkung und zum Ausbau des Netzwerkes Pflanzensammlungen.

Ausgehend von Überlegungen der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) werden nun im Netzwerk Pflanzensammlungen Gattungsgruppen zu bestimmten Sammlungen eingerichtet, um eine intensivere Betreuung dieser Sammlungen zu erreichen. Jede Gruppe wird durch einen Ansprechpartner betreut. Der Anschluss neuer Sammler in das Netzwerk wird leichter, der Informationsaustausch wird intensiviert. Gattungsgruppen für Aquilegia/Thalictrum, Dahlia, zur Gruppe der Farne, Galanthus, Gesneriaceae, Hedera, Helleborus, Hemerocallis, Hepatica, Hosta, Iris, Lillium, Paeonia, Phlox, Primulaceae, Sempervivum/Jovibarba und Viola sind angedacht. Ein Treffen der Partner des Netzwerkes Pflanzensammlungen und weiteren Interessierten ist im Sommer dieses Jahres beim Bundessortenamt in Hannover vorgesehen.

Das Netzwerk Pflanzensammlungen wurde durch die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. aufgebaut. Nahezu 370 Pflanzensammler wirken beim Netzwerk mit, 166 Sammlungen mit über 460.000 Akzessionen sind erfasst und 81 unterstützende Partner sind in die Deutsche Genbank Zierpflanzen (DGZ) eingebunden. Seit Mitte 2017 wird das Netzwerk Pflanzensammlungen durch das Bundessortenamt weitergeführt.

Bildunterschrift/ Download: Foto: DGG/ Stefan Strasser
Mitwirkende und Interessierte am Netzwerk Pflanzensammlungen trafen sich am 20. Februar 2018 im Bundessortenamt in Hannover. (v.l.n.r.: Lüder Nobbmann, Manfried Kleinau, Anja Jentsch, Dr. Burkhard Spellerberg, Renate Baade-Morgenthal, Stefan Strasser, Katja Näthke)
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