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Infodienst Nr. 10 vom 27.02.2017

Qualitätszeichen Premium Gärtnerei wird überarbeitet

BVE-Vorstandssitzung in Deidesheim

(BVE/ZVG) Um die Verbandsarbeit für dieses Jahr abzustimmen, trafen sich die Vorstandsmitglieder des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) am 16. und 17. Februar 2017 in Deidesheim, Rheinland-Pfalz. Sie folgten dabei der Einladung des neuen Vorstandsmitglieds aus dem Landesverband Gartenbau Rheinland-Pfalz e. V., Ralf Schupp, der sie zu einer Besichtigung seiner Einzelhandelsgärtnerei einlud.

In der Vorstandssitzung wurde die Überarbeitung des Qualitätszeichens Premium Gärtnerei beschlossen. Die Mitglieder des Vorstands sind sich einig, dass dieser Betriebs-Check auch ein hervorragendes Marketing-Instrument darstellt. Mit der Überarbeitung der Prüfkriterien soll das Qualitätszeichen noch attraktiver für den gärtnerischen Fachhandel werden. „Der stationäre gärtnerische Facheinzelhandel muss noch mehr an Attraktivität gewinnen. Erlebniswelten, Einkaufserlebnis und Sortimentsbreite sind hier nur einige Schlagwörter zum Erfolg“, so der BVE-Vorsitzende Olaf Beier aus Siek.

Auch in diesem Jahr führt der BVE seine Verbandsarbeit für die Mitglieder in den Gartenbau Landesverbänden in gewohnter Stärke fort. Zur Bundestagswahl im September adressierte der ZVG seine Forderungen zur Gestaltung von politischen Rahmenbedingungen für den deutschen Gartenbau an die Politik. Der BVE hat sich aber nicht nur der politischen Arbeit verpflichtet, sondern unterstützt den gärtnerischen Fachhandel mit vielen Informationsangeboten auch direkt. Mit Newslettern und Merkblättern erhalten die Unternehmer Möglichkeiten, sich auf dem aktuellen Stand zu halten und Anregungen für neue Ideen zu bekommen.

Die im letzten Jahr beschlossene weitere Zusammenarbeit mit dem Grünen Medienhaus (GMH) trägt ebenso Früchte: immer mehr Verbraucher lesen in Zeitungen, Zeitschriften und online die Presseaussendungen, mit denen der BVE über interessante Gartenbauthemen informiert. Die Bilder aus den Fotoshootings sind darüber hinaus auch im Fotopool für die Mitgliedsbetriebe zu finden. Diese Bilder können von den Mitgliedsbetrieben für ihr betriebseigenes Marketing zum Start in die Beet- und Balkonpflanzensaison und zu weiteren Anlässen genutzt werden.

Bildunterschrift / Download: Foto BVE
Die Mitglieder des BVE-Vorstandes trafen sich in Deidesheim, Rheinland-Pfalz, zur ersten Vorstandssitzung in diesem Jahr.
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Erster Azubi-Tag im Gemüsebau

Jetzt anmelden zur gemeinsamen Prüfungsvorbereitung der auszubildenden Gemüsegärtner

(ZVG) Am 20. Mai 2017 können sich Auszubildende der Fachrichtung Gemüsebau beim ersten Azubi-Tag im Lehr- und Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof, bei Schifferstadt in Rheinland-Pfalz, gemeinsam auf die Abschlussprüfung vorbereiten. Die Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) richtet die Veranstaltung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner und dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz aus.

Anhand von Prüfstationen bietet dieser erste Azubi-Tag Gelegenheit, praxisorientiert die Prüfungssituation und den Sachstand des Wissens und Könnens zu testen.

Alle Teilnehmer erhalten aktuelle Informationen zu Fachthemen aus dem Gemüsebau und Auskunft zu den Voraussetzungen und dem Ablauf der Abschlussprüfung.

Alle Auszubildenden der Fachrichtung Gemüsebau, besonders aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen sind herzlich eingeladen, die Chance zu nutzen, sich mit anderen Azubis auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Nähere Informationen sind hier dem Flyer der Veranstaltung zu entnehmen:
www.g-net.de/files/download/informationsdienst/2017/Bilder/pd10/Azubi-Tag_Gemuesebau_Flyer.pdf

Programm und die Anmeldung finden Sie auch unter www.gemuesebau.org


Fachkongress „Garten und Medizin“ in Berlin

(ZVG/DGG) Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V. (DGG) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veranstalten am 31. Mai und 1. Juni 2017 einen Fachkongress zum Thema „Garten und Medizin“ im Umweltforum Berlin.

Der gemeinsame Kongress soll eine Brücke schlagen zwischen der medizinischen und der „grünen“ Branche und den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Garten, Gesundheit und Medizin beleuchten. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt wird den Kongress offiziell eröffnen.

Bei der Tagung stehen die Themenbereiche Garten und Medizin im Fokus, welche seit jeher eng miteinander verbunden sind. Ein Krankenhaus ohne Grünanlage ist eigentlich undenkbar, und doch wird häufig die Bedeutung von Pflanzen und Parkanlagen in der medizinischen Therapie unterschätzt. Der Kongress soll eine Brücke schlagen zwischen der „weißen“ und der „grünen“ Branche und den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Garten, Gesundheit und Medizin beleuchten.

Welche Erfordernisse und Anforderungen stellen Mediziner an Grünflächen? Und wie können Pflanzen und Garten in der Vorsorge, Therapie und Nachsorge eingesetzt werden? Welche Bedeutung und Wirkungen haben Parks und Gärten in der Krankenhausplanung und in Therapieeinrichtungen?

In Vorträgen und Diskussionsrunden tauscht sich das internationale Publikum über Pilotprojekte und Erfahrungen aus. Ziele des Kongresses sind Handlungsempfehlungen zur Integration von Garten und Natur in der medizinischen Therapie zu formulieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von Garten; Gesundheit und Medizin zu erweitern.

Das Programm finden Sie als PDF-Datei auf der DGG Homepage: www.dgg1822.de/garten-und-medizin

Die Möglichkeit zur Online-Registrierung erfolgt auf den Seiten des BMEL. Bitte beachten Sie die sehr begrenzte Teilnehmerzahl! www.bmel.de/garten+medizin


Berufseinstieg für Hochschulabsolventen erleichtern

Handbuch „Erfolgreich bewerben“ des VDL für die grüne Branche erschienen

(ZVG/VDL) Gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Bereich Gartenbau werden in den Unternehmen gesucht. Nicht jeder Absolvent weiß jedoch, wie er sich um solch eine Position erfolgreich bewerben kann.

Um Hochschulabsolventen in der Bewerbungsphase zu unterstützen, hat der VDL Bundesverband, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V., ein Handbuch für den gelungenen Berufseinstieg erstellt. Es enthält ein umfassendes Informationspaket für den Berufseinstieg in die grüne Branche. Die Broschüre bietet Hintergrundinformationen zu den einzelnen Berufsfeldern und weist auf Besonderheiten des grünen Arbeitsmarktes hin.
Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) weist im Rahmen seiner Nachwuchswerbekampagne auf das Handbuch hin. Zum Download gelangen Sie unter: www.beruf-gaertner.de/de/gartenbau.html


Politische Meldungen der letzten Woche

Keine Patente auf pflanzliches Material: ZVG begrüßt Entscheidung des EU-Wettbewerbsrates

(ZVG) Am 21.02.2017 hat der EU-Wettbewerbsrat Schlussfolgerungen zum Thema Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung, d.h. wesentlich biologischen Verfahren, angenommen. Der Rat bestätigt damit frühere Aussagen des EU-Parlamentes sowie Empfehlungen der EU-Kommission, dass Patente auf pflanzliches Material sowie Tiere aus konventioneller Züchtung nicht erteilt werden dürfen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt diese Auffassung aller drei EU-Institutionen ausdrücklich.

Der ZVG hatte bereits in den vergangenen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Pflanzenzüchtung und neue, innovative Pflanzensorten die Grundlage für Innovationen im Gartenbau bilden. Der Sortenschutz gilt dabei als wichtiges und effektives System im Spannungsfeld zwischen Schutz und Zugang zu genetischem Material und den Rechten von Züchtern und Produzenten. Gleichzeitig hat der ZVG anerkannt, dass für technische Erfindungen in der Pflanzenzüchtung der Sortenschutz nicht zur Verfügung steht. Dafür ist ein angemessener Schutz im Patentrecht notwendig. Da der Patentschutz deutlich restriktiver ist als der Sortenschutz, müssen für die Schnittstelle zwischen Sorten- und Patentschutz besondere Regelungen geschaffen werden.

Die EU hat mit der Biopatentrichtlinie 1998/44/EG und dem Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ) eine Grundlage geschaffen. Die Praxis zeigte allerdings, dass diese nicht ausreichend ist und immer wieder Patente erteilt werden, die den Grundlagen des Sortenschutzes widersprechen.

So wurden in letzter Zeit auf Grund neuer Verfahren zunehmend Patente auch für natürliche genetische Eigenschaften beantragt und erteilt. Diese Erteilungspraxis eröffnet Konfliktpotential und birgt die Gefahr der Aushöhlung der Grundsätze des Sortenschutzes, insbesondere des Zugangs zu Pflanzen und damit zu genetischer Variabilität.

Der ZVG hat daher stets gefordert, dass gemäß der Brokkoli-Entscheidung (G2/07) für Züchtungsverfahren beruhend auf Kreuzung und Selektion keine Patente erteilt werden dürfen. Patente auf biologisches Material dürfen nur erteilt werden, wenn dieses biologische Material gem. Art. 3 Biopatentrichtlinie technisch isoliert oder technisch hergestellt wurde. Der ZVG hat gleichzeitig immer wieder dafür plädiert, dass die Wirkung eines wirksam erteilten Erzeugnispatentes sich nicht auf biologisches Material erstrecken darf, das zwar die gleichen Eigenschaften besitzt, aber unabhängig durch ein „im Wesentlichen biologisches Verfahren“ hergestellt wird. Zudem, so erklärt der ZVG, dürfen wirksame Patente auf biologisches Material den Zugang zu Züchtungszwecken nicht einschränken. Die im deutschen und französischen Patentgesetz vorgesehene Möglichkeit der Nutzung patentierten Materials zu Züchtungszwecken muss europaweit eingeführt werden. Die Vermarktung patentgeschützten biologischen Materials soll aber im Benehmen mit dem Patentinhaber sein.


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