Informationsdienst

Infodienst Nr. 11 vom 15.03.2018

Düngeverordnung: Praktikable Lösungen gefordert

Auch Gemüsebauberater fordern bundeseinheitliche Umsetzung

(ZVG/BfG) Die Umsetzung der Düngeverordnung obliegt in großen Teilen den Bundesländern. Dort gibt es unterschiedliche Auslegungen, die zu verzerrten Wettbewerbsvoraussetzungen im Bundesgebiet führen. Das jedoch lehnen Berater und der Berufsstand gleichermaßen ab. Deutlich wurde das besonders auf der 27. Bundesberatertagung vom 6. bis 8. März 2018 in Grünberg.

Die über 70 Berater aus dem gesamten Bundesgebiet forderten bundeseinheitlich Mustervollzugshinweise zur Düngeverordnung ein. Die Düngeverordnung ist schon 2017 in Kraft getreten. Trotzdem gibt es noch viele offene Fragen. So z. B. bei der Düngebedarfsermittlung, dem Nährstoffvergleich und der Einhaltung der vierwöchigen Sperrfrist im Winter. Die Sperrfrist verbietet die Ausbringung von Gemüse-Putzabfällen d. h. organischen Düngemitteln in Deutschland, deren Stickstoffgehalt höher als 1,5 Prozent in der Trockensubstanz liegt. Die Bundesländer haben dazu unterschiedliche Auslegungen. Praktikable Lösungen gibt es bisher jedoch nicht. Die Berater fordern, dass Putzabfälle im Ursprungsbetrieb wieder breitflächig und zeitlich versetzt ausgebracht werden dürfen.

Die Beratertagung Gemüsebau wird seit 26 Jahren von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse zusammen mit dem Verband der Landwirtschaftskammern (VdLK) erfolgreich veranstaltet.

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos: ZVG/ Winkhoff
70 Berater aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich auf der 27. Bundesberatertagung vom 6. bis 8. März 2018 in Grünberg.
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Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer der 27. Bundesberatertagung Gemüsebau in Grünberg den Ausführungen der Referenten.
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Neues Grünberg-Zertifikat „GZ Gartentherapie“

Weiterbildung zum Gartentherapeuten jetzt auch in der Bildungsstätte Gartenbau

(ZVG/Bildungsstätte Gartenbau) Unter der Bezeichnung „Gärten helfen Leben“ fand bereits seit über 10 Jahren eine berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahme zur Gartentherapie unter der Führung der Caritas in Köln statt. Die neue Staffel dieser Weiterbildung startet am 26. November 2018 in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg und wird dort organisatorisch in den bereits bestehenden Rahmen der Lehrgänge zum „Grünberg Zertifikat“ integriert.

Inhaltlich und konzeptionell entwickelt das Institut „Gärten helfen Leben“ um Andreas Niepel, Präsident der Internationalen Gesellschaft GartenTherapie weiterhin den bewährten Lehrgang. Durch die Übergabe der Trägerschaft zur Bildungsstätte Gartenbau wird der grünen Branche ein zukunftsweisender neuer Dienstleistungsbereich erschlossen.

Die Zielgruppe sind Personen mit Berufserfahrung entweder aus der grünen Branche oder aus dem medizinisch –sozialen Bereich, die mit Menschen arbeiten und die die Arbeit mit Pflanzen als Arbeitsmethode einsetzen oder einsetzen wollen.

Die bereits seit Jahren in der Bildungsstätte stattfindenden Seminare „Gartentherapie und Therapiegarten“ (Einführung in die Gartentherapie Teil 1 vom 22. bis 24. Juni 2018 und Teil 2 vom 7. bis 9. September 2018) sowie das Praxisseminar „Gärten und Gärtnern in Therapie und Rehabilitation“ (vom 25. bis 27. Mai 2018) werden um weitere Vertiefungen ergänzt. So zum Beispiel „Gartentherapie in der Psychiatrie und in der Arbeitstherapie“ (vom 16. bis 18. November 2018) und „Gartentherapie mit Kindern und Jugendlichen“ (vom 4. bis 6. Mai 2018) sowie ab 2019 „Gartentherapie in der Rehabilitation“ und „Gartentherapie in der Altenhilfe“.

Die Bildungsstätte Gartenbau gehört zu den Pionieren auf diesem Feld und hat bereits im Jahr 2002 mit dem Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) den ersten bundesweiten Kongress Garten & Therapie in Bad Lippspringe organisiert.

Interessenten wird empfohlen, sich rasch anzumelden, da die Teilnehmerzahl begrenzt und die Seminare meist schnell ausgebucht sind.

Weitere Informationen finden sich unter www.bildungsstaette-gartenbau.de und www.gaerten-helfen-leben.de oder per E-Mail an info@bildungsstaettegartenbau.de.


„Garten der Heilbronner“

BUGA-Freunde zeigen ein Stück Stadtgeschichte im Herzen des Bundesgartenschau-Geländes

(ZVG/BUGA Heilbronn 2019) In den „Garten der Heilbronner“ lädt der Freundeskreis der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 e.V. die Besucher der BUGA 2019 ein. Er soll ein Treffpunkt sein, an dem Heilbronner persönliche Geschichten erzählen. Gleichermaßen wird die Geschichte des BUGA-Geländes mit der Ausstellung von Fundstücken aufgegriffen. Die Exponate wurden bei Bauarbeiten für die Bundesgartenschau geborgen. „Mit diesem Ort wollen wir die Vergangenheit würdigen und sie mit vielen persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen lebendig werden lassen“, sagt Hartmut Weimann, Vorsitzender des Freundeskreises und Vize-Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG).

Der „Garten der Heilbronner“ liegt zentral mitten im BUGA-Gelände, im Inzwischenland mit seinen Gartenkabinetten und einem kleinen Robinienwäldchen. „Wir unterstützen die Freunde bei diesem fundamentalen Beitrag“, sagt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn GmbH. „Der Garten soll den Heilbronnern Kraft geben, die Qualität des Ortes zu spüren und Lust auf Veränderung machen.“

Zur Vorbereitung des Beitrags haben sich Vereinsmitglieder zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Er ist einer von vier Arbeitskreisen, die sich seit der Gründung des Freundeskreises am 21. Juli 2016, genau 1000 Tage vor Beginn der Bundesgartenschau Heilbronn 2019, gebildet haben.

Mit zwei Projekten sind die BUGA-Freunde bisher schon erfolgreich. Bei „Unsere Bäume für Heilbronn“ können Privatpersonen oder Firmen eine Patenschaft für einen Baum im Hafenpark auf dem Bundesgartenschaugelände erwerben.

Fortgeführt wird auch das Projekt „Beet sucht Freund“, mit dem kleine Grünprojekte über das Stadtgebiet verteilt entstehen. „Mit dieser Aktion wollen wir alle Heilbronner zum Mitzumachen animieren, damit Heilbronn noch grüner und blühender wird“, erklärt Vorsitzender Weimann.

Der Freundeskreis der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 ist das Herz der BUGA. Mitglieder unterstützen das Projekt BUGA, bringen ihre Ideen ein, gestalten aktiv mit und erhalten exklusive Informationen. „Freunde sind ganz nah dran an der BUGA“, sagt Vorsitzender Weimann. Bei regelmäßigen Treffen mit Vorträgen, exklusiven Führungen, Fahrten zu ehemaligen Bundesgartenschauen erfahren Freunde viel Wissenswertes rund um die BUGA. Während der BUGA 2019 sind sie beispielsweise eingeladen zu Previews von Ausstellungen. Derzeit zählt der Freundeskreis 271 Mitglieder.


Preisträger im ersten bundesweiten Fotowettbewerb des VFFK ermittelt

Gute Beteiligung beim erfolgreichen ersten Wettbewerb

(ZVG/VFFK) Die insgesamt 25 Preisträger im bundesweiten Fotowettbewerb des Vereins zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK) stehen fest. Der VFFK hatte dazu aufgerufen, unter dem Motto „Er ist…“ Friedhöfe als ganz besondere Aufenthaltsorte in ihrer einmaligen Herbst- und Winterstimmung fotografisch in Szene zu setzen. Mit 340 Einsendungen erfuhr dieser Aufruf eine große Resonanz. Ausgelobt waren Preisgelder sowie Sachpreise.

Den 1. Platz (500,00 Euro) belegt Dirk Matthiesen aus Bonn. Ihn habe die Idee, stimmungsvolle Motive auf einem Friedhof einzufangen, sofort angesprochen. „Insbesondere hat mich an meinem Motiv der Kontrast zwischen Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Trauer und Hoffnung fasziniert“, so der Preisträger.

Der 2. Preisträger (300,00 Euro) ist Manfred Muhr aus Alfter. Es sei für ihn das erste Mal, dass er an einem Fotowettbewerb teilgenommen habe, obwohl er schon vor vielen Jahren die Fotografie zu seinem Hobby gemacht habe.

Eitel Illies ist der Gewinner des 3. Preises (150,00 Euro). Er ist Friedhofsverwalter in Clausthal-Zellerfeld. „Der Friedhof ist für mich mehr als nur Arbeit, wo man morgens kommt und zum Feierabend geht“, betont Illies, sei er ihm doch regelrecht „ans Herz gewachsen“.

„Wir gratulieren allen Gewinnern sehr herzlich“, sagte Andreas Mäsing, Vorsitzender des VFFK, „und wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die mit ihren überraschenden und oftmals ungewöhnlichen Perspektiven dem Thema Friedhofskultur einen neuen Blickwinkel verliehen haben“.

Aufgrund der erfolgreichen ersten Runde soll der Fotowettbewerb ein zweites Mal aufgelegt werden. Diesmal soll es um Frühlings- bzw. Frühsommerperspektiven auf Friedhöfen gehen. Der Fotowettbewerb „Er ist…“ 2018 startet am 1. April und läuft bis zum 30. Juni 2018. Infos zu Preisen, Terminen und Fristen sind unter www.er-ist-fotogen.de zu finden.

Bilder befinden sich in druckbarer Qualität im Pressebereich auf www.vffk.de.


Politische Meldung dieser Woche

Gartenbauliche Produktion sicherstellen

ZVG weist auf gesunde Produkte des Gartenbaus zum Weltverbrauchertag hin

(ZVG) Anlässlich des heutigen Weltverbrauchertages weist der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) auf die Bedeutung gartenbaulicher Produkte hin.

„Unsere gartenbaulichen Betriebe produzieren Produkte, die für Gesundheit, Qualität und Frische stehen. Aus einer bewussten und gesunden Lebensweise sind weder Obst und Gemüse noch Blumen und Pflanzen wegzudenken. Um den Verbraucher auch zukünftig mit hochqualitativer Ware in entsprechender Quantität versorgen zu können, fordern wir von der neuen Regierung, sich für die nötigen politischen Rahmenbedingungen einzusetzen“, erklärt ZVG-Präsident Jürgen Mertz anlässlich des Weltverbrauchertages.

Der Weltverbrauchertag wird seit dem Jahr 1983 jährlich am 15. März begangen und geht auf den US-Präsidenten John F. Kennedy zurück, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte.


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