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Infodienst Nr. 22 vom 01.06.2017

Arbeitsmarkt, Ausbildung und Migranten in der Landwirtschaft – Edmund Rehwinkel-Stiftung präsentiert Forschungsergebnisse

(rentenbank/ ZVG) „Durch den technischen Fortschritt steigt der Bedarf an höher qualifizierten Arbeitskräften in der Landwirtschaft stetig an. Das gilt auch für die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung. Gleichzeitig bietet die Branche aber nach wie vor auch weniger qualifizierten Arbeitskräften Beschäftigungschancen.“ Zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt könne die Landwirtschaft ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. So fasst Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank und Vorstandsvorsitzender der Edmund Rehwinkel-Stiftung, einige der Ergebnisse von fünf wissenschaftlichen Studien zusammen, welche die Stiftung bei ihrem jährlichen Symposium in Berlin vorgestellt hat.

Die Teilnehmer des Symposiums diskutierten mit den Autoren der Studien Prof. Dr. Markus Beinert (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf), Dr. Carsten Holst, Prof. Dr. Stephan v. Cramon-Taubadel (beide Georg-August-Universität Göttingen), Prof. Dr. Rainer Kühl, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (beide Justus-Liebig-Universität Gießen), Prof. Dr. Dirk Plickat (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften) und Dr. Matthias Heyder (Landwirtschaftskammer Niedersachsen).

Einen Einblick aus der Sicht eines Arbeitgebers gewährte der Vizepräsident des Zentralverbands Gartenbau e.V., Wilhelm Böck. Der Gärtnermeister aus Neufarn bei München beschäftigt in seinem Gemüsebaubetrieb seit Jahren auch Flüchtlinge und berichtete über seine Erfahrungen bei der Integration in den Betrieb. Moderiert wurde das Symposium vom Chefredakteur des Magazins „top agrar“, Dr. Ludger Schulze Pals.

Bereits am Vorabend der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit Florian Gerster, dem Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbands Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK) und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit. Gerster ging insbesondere auf die Beschäftigungschancen gering qualifizierter Flüchtlinge ein und zog dabei aufschlussreiche Parallelen zwischen den Branchen Logistik und Landwirtschaft.

Die Studien sind in Band 33 der „Schriftenreihe der Rentenbank“ veröffentlicht und können kostenlos bestellt werden (Tel. 069/2107-363; Fax -6447; www.rentenbank.de). Dieser und frühere Bände der Schriftenreihe sind auch als PDF auf der Homepage der Rentenbank kostenlos abrufbar.

Bildunterschrift/ Download: Foto rentenbank
v.l. Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Prof. Dr. Markus Beinert, Dr. Ludger Schulze Pals, Prof. Dr. Rainer Kühl, Dr. Matthias Heyder, Wilhelm Böck
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Nachwuchsförderkonzept „Gärtner – der Zukunft gewachsen“ bei „Green Week“ in Brüssel

(ZVG) Im Rahmen der sogenannten „Green Week“ (Grünen Woche) in Brüssel, welche in diesem Jahr unter dem Motto „Green Jobs“ steht, präsentierte der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) vor Interessensvertreter aus der EU sein Nachwuchsförderkonzept, die Kampagne „Gärtner – der Zukunft gewachsen“. Darüber hinaus wurden die aktuellen Aktionen zur Nachwuchsförderung auf dem IGA-Campus der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 (IGA) vorgestellt.

Das Motto der diesjährigen Green Week, die vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2017 in Brüssel stattfindet, lautet „Grüne Arbeitsplätze für eine grünere Zukunft“. Die Green Week befasst sich in diesem Jahr mit der Frage, wie die EU-Umweltpolitik grüne Arbeitsplätze schafft und zu wirtschaftlichem, nachhaltigem und sozial verantwortlichem Wachstum in der EU beiträgt.

In diesem Zusammenhang organisierte der Dachverband der europäischen Landwirte Copa-Cogeca einen Workshop zum Thema „Landwirte, Waldbesitzer und ihre Genossenschaften – die treibenden Kräfte hinter grünen Arbeitsplätzen“. Dieser Workshop brachte Vertreter von Landwirtschafts- und Gartenbauverbänden, europäischen Institutionen, der Industrie, der Forschung und andere relevante Stakeholder zusammen. Sie tauschten sich über die unterschiedlichen Initiativen und Praktiken aus, die zu einer grüneren Zukunft beitragen. Auch der ZVG stellte in diesem Rahmen sein Konzept zur Nachwuchsförderung im Gartenbau „Gärtner 1+3“ und die Nachwuchswerbekampagne „Gärtner – der Zukunft gewachsen.“ vor. Über verschiedene Kanäle setzt sich der ZVG dafür ein, den Beruf Gärtner in seiner Vielfalt zu präsentieren. Dies angefangen von Social Media bis hin zu Aktionen auf Messen, wie der Grünen Woche in Berlin, der IPM in Essen oder jüngst auch auf der Bildungsmesse didacta in Frankfurt. Aktuell werden verschiedene Workshops für Schüler auf dem IGA-Campus veranstaltet.

Das Thema „Zukunft Arbeit“ wird der ZVG darüber hinaus an seinem diesjährigen Gartenbautag vom 07. bis 09. September 2017 vertiefend mit Experten, Mitgliedern und der Politik diskutieren.

Bildunterschrift/ Download: Foto Ksenija Simovic (Copa-Cogeca)
Anja Hübner vom ZVG präsentiert Nachwuchsförderkonzept auf der „Green Week“ in Brüssel.
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Erster Azubi-Tag im Gemüsebau

Positives Feedback zu gemeinsamen Prüfungsvorbereitung

(ZVG/BfG) Am 20. Mai konnten sich Auszubildende der Fachrichtung Gemüsebau beim ersten Azubi-Tag im Lehr- und Versuchsbetrieb Queckbrunnerhof, bei Schifferstadt in Rheinland-Pfalz, gemeinsam auf die Abschlussprüfung vorbereiten. Die Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) richtete die Veranstaltung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) und dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR) aus.

Der erste Azubi-Tag bot insgesamt 30 angehenden Gemüsegärtnern aus Bayern, Baden-Württemberg-Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, praxisorientiert die Prüfungssituation und den Sachstand des Wissens und Könnens zu testen. Die einzelnen Stationen umfassten Bodenvorbereitung und Pflanzung, Ernte und Aufbereitung, Pflanzenschutz, Pflanzenkenntnisse sowie Technik im Freiland und im Gewächshaus. Auch das mündliche Prüfungsgespräch konnten alle Teilnehmer an diesem Tag bereits einmal üben. Durch die Vorbereitung der Abschlussprüfung am Beispiel der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz kennen die angehenden Gemüsegärtner bereits im Vorfeld den gesetzlichen Rahmen und die konkreten Prüfungssituationen.

Nach den guten Erfahrungen aller Teilnehmer ist für das kommende Jahr erneut ein Azubi-Tag geplant.

Bildunterschrift/ Download: BfG/ Jochen Winkhoff
30 angehende Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau sind begeistert vom ersten Azubi-Tag-Gemüsebau, der am 20. Mai in Schifferstadt stattfand.
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