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Informationsdienst

Infodienst Nr. 31 vom 03.08.2017

Schwerpunkt „Digitalisierung“ und „Gute Ausbildung“

ZVG-Bundesfortbildungstagung für Ausbildungsverantwortliche

(ZVG) Ab sofort können sich Berufsschullehrer, Ausbilder und Ausbildungsberater der zuständigen Stellen, aber auch andere Interessierte bei der diesjährigen Bundesfortbildungstagung anmelden. In Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte Gartenbau Grünberg bringt der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) Verantwortliche für die gärtnerische Ausbildung bundesweit vom 27. bis 29. Oktober 2017 in Grünberg zusammen.

Mit der diesjährigen Bundesfortbildungstagung für Ausbildungsverantwortliche greift der ZVG das gegenwärtig viel diskutierte Thema der Digitalisierung auf. Konkret geht es um Digitalisierung im Kontext der Ausbildung - u.a. um den Einsatz von digitalen Medien wie Smartphones, Tablets und VR-Brillen in der Ausbildung. Außerdem können die Teilnehmer verschiedene Lern- und Wissensmanagementsysteme kennenlernen.

Zusätzlich wird das Thema „Gute Ausbildung“ beleuchtet. Darunter fallen u.a. ein Überblick zu Förderprogrammen der Bundesagentur für Arbeit zur Ausbildungsgewinnung und Ausbildungsunterstützung, sowie Einblicke in arbeitspädagogische Ansätze, um Schwierigkeiten im Ausbildungsalltag zu vermeiden.

Das Programm der Bundesfortbildungstagung inklusive des Anmeldebogens können Sie nachfolgend herunterladen:
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Vom Saatgut bis zum Point of Sale

BDC beteiligt sich am Deutschen Obst & Gemüse Kongress (DOGK) in Düsseldorf

(BDC/ZVG) Am 21. und 22. September 2017 findet der Deutsche Obst & Gemüse Kongress in Düsseldorf statt. Die Veranstaltung bietet zahlreiche Vorträge und Foren zu allen wichtigen und aktuellen Themen und Fragen der gesamten Lieferkette. Das Fruchthandel Magazin, GS1 Germany und AMI geben mit dieser jährlichen Informations- und Networking-Veranstaltung der deutschen Obst- und Gemüsebranche frische Impulse.

Der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) ist in diesem Jahr Goldsponsor und wird ebenfalls vor Ort mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein. Ein Vortrag mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit, Nachhaltigkeit und gesundheitliche Wirkungen von Speisepilzen rundet den Auftritt ab. Vorgestellt werden die BDC-Pilzboxen – ein Schulprojekt, das Kinder an den Gartenbau heranführen und eine frühzeitige Naturerfahrung möglich machen soll. Das BDC Projekt zeigt Kindern am Beispiel des Champignons, achtsamer und verantwortungsvoller mit der Natur und hochwertigen natürlichen Nahrungsmitteln umzugehen.

Weitere Informationen unter www.dogkongress.de


„Bücherei des Deutschen Gartenbaues“ wird „Deutsche Gartenbaubibliothek“

(Deutsche Gartenbaubibliothek/ZVG) Die in die Universitätsbibliothek der TU Berlin integrierte Spezialbibliothek für Gartenliteratur, die „Bücherei des Deutschen Gartenbaues“ wurde in „Deutsche Gartenbaubibliothek“ umbenannt. Dieser Entscheidung ging der Entschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung des gleichnamigen Vereins im März dieses Jahres voraus. Der neue Name soll die nationale Bedeutung spiegeln, ohne den Eindruck zu erwecken, es werde nur deutschsprachige Literatur gesammelt oder die Bibliothek werde aus Bundesmitteln getragen.

Die „Bücherei“ wurde bereits 1936 gegründet. Seit 1965 ist die Bibliothek Dauerleihgabe an der TU Berlin und wird seitdem gemeinsam mit dem Verein ständig erweitert. Sie umfasst unter anderem die Literaturbestände des ehemaligen Reichsverbandes des deutschen Gartenbaus und der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG).

Die Deutsche Gartenbaubibliothek zählt mit über 50.000 Bänden zu den größten Gartenliteratursammlungen in Europa. Sie hält für Fachleute und Freizeitgärtner neueste Erkenntnisse und vergessenes Wissen aus allen gartenbaulichen Sparten und der Gartenkunst bereit. Hervorzuheben sind beispielsweise die einzigartige pomologische Literatur und der umfassende historische Zeitschriftenbestand. Alle Buch- und Zeitschriftentitel sind im Online-Katalog der Universitätsbibliothek, dem „Wissensportal Primo“, erfasst. Neben Erhaltung und Erweiterung liegt der Schwerpunkt der Gartenbaubibliothek auf der inhaltlichen Erschließung ihrer Bestände. Einzigartige Dokumentationskarteien enthalten ca. 400.000 Literaturhinweise. Seit 2004 werden wichtige Bestände digitalisiert und online veröffentlicht. Die Linkliste „Digitalisierte historische Gartenliteratur“ ermöglicht den Zugang zu weltweit online gestellten gartenbaulichen Werken. Kürzlich wurde die virtuelle Sammlung „European Nursery Catalogues“ vom Verein ins Leben gerufen.

Weitere Information unter www.ub.tu-berlin.de/deutsche-gartenbaubibliothek und www.gartenbaubibliothek.de

Bildunterschrift/ Download: Foto Deutsche Gartenbaubibliothek
Deutsche Gartenbaubibliothek in der Universitätsbibliothek der TU Berlinbibliothek
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Bundesverdienstkreuz für Prof. Jungbluth

Bundesminister Schmidt zeichnet den ehemaligen KTBL-Präsidenten aus

(KTBL/ZVG). Am 27. Juli wurde Prof. Dr. Thomas Jungbluth, Leiter des Fachgebietes Verfahrenstechnik der Tierhaltungssysteme an der Universität Hohenheim und langjähriger Präsident des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL), mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hob in seiner Laudatio die wissenschaftliche und ehrenamtliche Leistung von Prof. Jungbluth hervor: „Als Präsident des KTBL und mit seiner Forschungsarbeit hat sich Prof. Dr. Jungbluth mit großem Einsatz um die deutsche Landwirtschaft verdient gemacht. Ich danke ihm für die stets konstruktive wissenschaftliche Unterstützung. Prof. Dr. Jungbluth hat wichtige Impulse für die Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in Deutschland gesetzt“, so Schmidt.

Gewürdigt wurden damit sein außerordentliches Engagement in der zukunftsweisenden Weiterentwicklung von Haltungstechnik in der Nutztierhaltung und das fachübergreifende Denken in Belangen des Umwelt- und Tierschutzes. Über zwei Jahrzehnte engagierte Prof. Jungbluth sich weit über das übliche Maß hinaus im Ehrenamt des KTBL.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BMEL/Universität Hohenheim/Sacha Dauphin
Bundesminister Schmidt (r.) zeichnete Prof. Dr. Thomas Jungbluth (l.) für seine Verdienste mit dem Verdienstkreuz am Bande aus.
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Meldung aus Europa - Monat Juli

Neue Düngemittel-Verordnung: Abstimmungsergebnis des hauptzuständigen Binnenmarktausschusses

Am 13. Juli stimmte der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlamentes über seinen Bericht für eine neue Düngemittel-Verordnung ab. Das Ergebnis ist weniger zufriedenstellend als die Abstimmungsergebnisse der stellungnehmenden Agrar- und Umweltausschüsse ausgefallen. Der Binnenmarktausschuss, als hauptzuständiger Ausschuss für die Verordnung, hat für die Abbaubarkeit von 90% der Polymere in umhüllten Langzeitdüngern innerhalb von 48 Monaten gestimmt. Agrar- und Umweltausschuss hatten sich für eine Abbaubarkeit von 90% ohne zeitliche Frist ausgesprochen. Die Frist von 48 Monaten basiert aus Sicht des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) sowie aus Sicht weiterer Verbände und der Industrie auf keiner wissenschaftlichen Grundlage. Positiv ist jedoch zu bewerten, dass diese Frist sowie weitere Formulierungen innerhalb dieses Paragraphen die Möglichkeit für die Düngemittelindustrie einräumen, geeignete Testmethoden zu entwickeln und sich entsprechend anzupassen. Das Ergebnis ist zudem weiterhin eine Verbesserung zu dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission, die eine Frist von 24 Monaten gefordert hatte. Im Oktober wird das Plenum des Europäischen Parlamentes über seine finale Position für Verhandlungen mit dem EU-Rat und der Kommission abstimmen. Bis dahin sind noch Änderungen möglich, die der ZVG in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden einbringen und unterstützen wird, um praktikable Lösungen für den Gartenbau sicherzustellen.


Estnische Ratspräsidentschaft ab 01.07.2017: Prioritäten im Bereich Landwirtschaft

Am 01. Juli 2017 hat Estland den Vorsitz im Europäischen Rat von der maltesischen Ratspräsidentschaft übernommen.  Die Estnische Ratspräsidentschaft hat sich vier Schwerpunkte gesetzt: Wohlstand, Soziales, Sicherheit und Digitales.

Estland strebt digitale Lösungen in allen Bereichen, insbesondere aber bei der Verwaltungsarbeit und zum Bürokratieabbau, an. So wollen die Esten prüfen, inwiefern digitale Lösungen auch bei Amtlichen Kontrollen zum Einsatz kommen können. Estland will ferner die Vorschläge zu einem digitalen Binnenmarkt während seiner Ratspräsidentschaft vorantreiben. Auch die Reform des europäischen Mehrwertsteuersystems werden die Esten während ihres Ratsvorsitzes intensiv begleiten.

Im Bereich Landwirtschaft wollen die Esten erste Diskussionen im Rat zu einer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 führen, wobei ein Schwerpunkt auf neuen Risikomanagement-Instrumenten liegen soll. Dies schließt sich an die Prioritäten im Bereich Pflanzengesundheit an, hier will der estnische Vorsitz den Fokus auf Notfallmaßnahmen und Eventualfallplanung legen.

Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft sowie faire Praktiken in der Lebensmittelzuliefererkette stehen ebenfalls als Schwerpunkte auf dem estnischen Programm.

Eine Konferenz zum Thema „Böden für nachhaltige Lebensmittelproduktion und Ökosystemdienstleistungen“ wird im Oktober in Tallinn stattfinden.


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