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Informationsdienst

Infodienst Nr. 38 vom 14.09.2017

46. Kolloquium über Steuerfragen im Gartenbau 2017 in Bonn

Teilnehmer diskutierten angeregt mit den Experten

(ZVG) Am 12. September 2017, veranstalteten der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und der HLBS - Hauptverband der landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen e.V. das 46. Kolloquium über Steuerfragen im Gartenbau in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg. Unter der Leitung von Helmut Rüskamp, Vorsitzender des ZVG-Arbeitsausschusses für Recht und Steuern und Dipl.-Finanzwirt, Steuerberater Ernst Gossert, Vorsitzender des Steuerausschusses des HLBS, wurden aktuelle steuerliche und rechtliche Themen erörtert.

Rechtsanwalt Stefan Walter vom Deutschen Bauernverband e.V. gab in seinem Vortrag einen „Überblick über die Steuergesetzgebung“. Neben aktuellen Änderungen zeigte er auch die steuerpolitischen Vorstellungen der Parteien für die nächste Wahlperiode auf. Ein Thema mit noch vielen offenen Fragen griff Steuerberater Timo Noe, Buchstelle LBV GmbH, Weinsberg, in seinem Vortrag „Anwendung der Tarifglättungs-Regelung nach § 32c EStG im Gartenbau“ auf. Ob und wann diese Vorschriften angewendet werden, hänge letztlich von der Genehmigung der europäischen Union ab. Bei Genehmigung sind für die Praxis noch viele Fragen hinsichtlich der korrekten Umsetzung offen.

Der Block der rechtlichen Themen wurde eröffnet durch Alfred Igel, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), Kassel. In seinem Vortag “Insolvenzverfahren – Auswirkungen auf den Sozialversicherungsstatus gärtnerischer Unternehmer“ gab er in gut strukturierten Fallgruppen einen Überblick darüber, wann sich der sozialversicherungsrechtliche Status des Unternehmers im Insolvenzverfahren ändert und wann nicht. Er erläuterte auch wann und unter welchen Voraussetzungen Aufrechnung und Verrechnung bei rückständigen Beiträgen zu den Sozialkassen möglich ist.

Die Ausführungen von Rechtsanwalt Sönke Schmidt, Kanzlei Windeknecht-Güldenpfennig-Schmidt, Kassel, mit dem Thema „Reform des Insolvenzrechts – Verbesserungen für den Gartenbau?“ zeigten auf, an welchen Stellen die Gesetzesreform mehr Rücksicht auf die Gepflogenheiten der Wirtschaft nimmt und damit auch Verbesserungen für den Gartenbau eintreten. Deutlich machte Schmidt allerdings auch, dass an einigen Stellen abzuwarten ist, wie eng oder weit die Rechtsprechung bestimmte Anforderungen auslegen wird.

Einen Überblick über „Gesetzliche Regelungen über Aufzeichnungspflichten von Arbeitszeiten“ gab Rechtsanwältin Romana Hoffmann, ZVG, Bonn. Dabei ging sie auch auf die Besonderheiten bei den Aufzeichnungspflichten ein, die sich durch den allgemeinverbindlichen Mindestentgelt-Tarifvertrag für Landwirtschaft und Gartenbau ergeben. Dieser endet zum 31. Dezember 2017.

Rechtsanwalt und Steuerberater Jan Eike Busse, Busse & Coll. Steuerberatungsges. mbH, Sehnde, griff das umsatzsteuerliche Thema “Vorsteueraufteilung bei Gegenständen mit gemischter (privater/betrieblicher) Nutzung“ auf. Anhand praktischer Beispiele verdeutlichte er, welche Fragestellungen sich ergeben und wie diese gelöst werden können.

„Neues BMF- Schreiben über Zweifelsfragen zu den Investitionsabzugsbeträgen (IAB) nach § 7g EStG“ war der Titel des Vortrags von Steuerberaterin Brigitte Barkhaus, LBH Steuerberatungsges. mbH, Friedrichsdorf. Kompetent und detailliert zeigte sie auf, welche Verbesserung es für die Nutzung des § 7g EStG in der betrieblichen Praxis gibt.

Rechtsanwalt Hans-Josef Hartmann, HLBS, Berlin ging auf „Zweifelsfragen zur Anwendung des Erbschaftsteuergesetzes bei der Übertragung von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen“ ein. Wesentliche Punkte waren dabei der Begünstigungstransfer im Fall der Erbauseinandersetzung und die Vermögenszuordnung von leerstehenden und nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Wirtschaftsgebäuden.

Ergänzt wurde die Tagesordnung um ein aktuelles Thema. Dr. Marianne Altmann, CO CONCEPT, Luxemburg, und Dr. Bernd Hardeweg, Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V. (ZBG), Hannover, stellten das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgelegte Projekt „Betriebsergebnisse effektiv und effizient eingeordnet: Betriebsvergleich 4.0 im Gartenbau“ vor. Neben den geplanten Änderungen und Verbesserungen warben sie auch um Unterstützung durch die beratenden Berufe und die Branche selbst.

In seinem Schlusswort dankte Ernst Gossert den Referenten für die gelungenen Vorträge und den Teilnehmern für die Diskussion. Er wies darauf hin, dass Interessenten sich schon jetzt den Termin 11. September 2018 für das nächste Kolloquium über Steuerfragen im Gartenbau in der Stadthalle in Bonn-Bad Godesberg vormerken sollten.


„Ihr seid Deutschlands beste Nachwuchsgärtner“

Siegerehrung des gärtnerischen Berufswettbewerbs 2017 auf der IGA in Berlin

(AdJ/ZVG) Im Rahmen der Festveranstaltung des Deutschen Gartenbautages am 8. September 2017 ehrte Thomas Windmöller, Abteilungsleiter Abteilung 7 (ländliche Räume, strategische und politische Konzeptionen) im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Sieger des diesjährigen Berufswettbewerbes (BWB) für junge Gärtnerinnen und Gärtner.

Windmöller überreichte im Namen des Schirmherrn, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen des BMEL an die drei besten Teams in den zwei Wettbewerbsstufen. Sie hatten zuvor beim zweitägigen Bundesentscheid auf dem Gelände der IGA Berlin 2017 mit ihren Leistungen die höchsten Punktzahlen erreicht.

Deutschlands besten Nachwuchsgärtnern und allen BWB-Teilnehmern gratulierten auch Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) und Florian Kaiser, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) e.V.

Bundesweit waren im Frühjahr über 5.000 Auszubildende und junge gärtnerische Fachkräfte bei diesem berufsständisch getragenen Wettbewerb, der alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner e.V. und dem Zentralverband Gartenbau e.V. ausgerichtet wird, an den Start gegangen. Für den Bundesentscheid in Berlin hatten sich 24 Teams erfolgreich qualifiziert.

In der Wettbewerbsstufe A (Auszubildende im 1. und 2. Ausbildungsjahr) gewann das Team aus Bayern die Goldmedaille, gefolgt von den Nachwuchsgärtnern aus Baden-Württemberg (Silber) und dem Team aus Rheinland-Pfalz auf Platz 3 (Bronze).

In der Wettbewerbsstufe B (Auszubildende im 3. Ausbildungsjahr und Gärtner mit abgeschlossener Berufsausbildung) erreichte ebenfalls das Team aus Bayern den ersten Platz und erhielt die Goldmedaille. Den zweiten Platz mit der Silbermedaille belegte das Team aus Thüringen. Platz 3 (Bronze) erlangte das Team aus Bremen /Niedersachsen.

Eine Teilnehmerliste mit den erreichten Ergebnissen ist hier einzusehen:         
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Bildunterschriften/ Downloads: Fotos ZVG/Rafalzyk
In der Wettkampfstufe A gewann das Team aus Bayer die Goldmedaille
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Silber in der Wettkampfstufe A ging an das Team aus Baden-Württemberg
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In der Wettkampfstufe A gewann das Team aus Rheinland-Pfalz die Bronzemedaille
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Die Goldmedaille in der Wettkampfstufe B ging ebenfalls nach Bayern
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In der Wettkampfstufe B gewann das Team aus Thüringen die Silbermedaille
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Bronze der Wettkampfstufe B ging an das Team aus Bremen/ Niedersachsen
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Alle Siegerteams auf der Bühne
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BUGA Heilbronn 2019 - Wechsel der Ausstellungsbevollmächtigten

Renate Behrmann übernimmt Aufgaben von Michael Kizil

(DBG/ZVG) Die BUGA Heilbronn 2019 bekommt eine neue Ausstellungsbevollmächtigte: Nach der Entscheidung von Michael Kizil, sich beruflich anderweitig zu orientieren, wird Renate Behrmann ab Mitte November von Heilbronn aus den gärtnerischen Ausstellungsbereich für die BUGA 2019 organisieren.

Renate Behrmann ist seit dem Jahr 2000 im gärtnerischen Ausstellungsbereich der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) tätig - zunächst bei der IGA Rostock (2003), danach als Ausstellungsbevollmächtigte bei der BUGA Schwerin (2009), der igs Hamburg (2013) und jetzt bei der IGA Berlin (2017).

Sie bringt neben großem gärtnerischen Fachwissen, Führungskompetenz, Empathie und Ausstrahlung die unschätzbare Erfahrung von nunmehr vier BUGAs und IGAs nach Heilbronn mit.
„Wir freuen uns auf Renate Behrmann, die sich mit Ihrer großen Erfahrung und ihren langjährig gepflegten Kontakten zu Gärtnern, Galabauern und Pflanzenzüchtern sicher sehr positiv hier einbringen wird “, erklärt Hanspeter Faas, Geschäftsführer der BUGA Heilbronn 2019. Als Ausstellungsbevollmächtigte wird sie den eingeschlagenen Weg zur Vorbereitung der gärtnerischen Ausstellungsbeiträge im Freiland und gleichzeitig die Konzepte für die Inszenierung der floralen Präsentationen in der ABX-Halle fortführen.

Bildunterschrift/ Download: Foto DBG
Jochen Sandner, Geschäftsführer der DBG freut sich, dass Renate Behrmann, Ausstellungsbevollmächtigte der DBG, ab November bei der BUGA Heilbronn 2019 unter Geschäftsführer Hanspeter Faas, eine neue BUGA zum gärtnerischen Erfolg bringen wird. (v.l.n.r.)
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„Er ist…“ - VFFK lobt bundesweiten Fotowettbewerb aus

(VFFK/ZVG)Er ist...“ viel mehr als ausschließlich ein Ort für unsere Verstorbenen: Der Friedhof ist die grüne Lunge unserer Stadt, ein Ort der Ruhe und Besinnung, aber auch der Artenvielfalt und Naturbetrachtung, eine Parklandschaft, die mit den Jahreszeiten laufend ihr Gesicht verändert. Der Friedhof legt Zeugnis über die Stadtgesellschaft und ihre Geschichte ab. Nicht zuletzt ist er Arbeitsplatz für Bestatter, Friedhofsgärtner und Steinmetze.

Mit der Auslobung des ersten bundesweiten Fotowettbewerbs will der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur (VFFK) einen stimmungsvollen Blick auf die Friedhöfe in der Jahreszeit zwischen Oktober und Dezember werfen. „Friedhöfe sind in unserer schnelllebigen Zeit besondere Orte, die Vergänglichkeit und Neubeginn symbolisieren. Sie lassen dich verweilen, runterkommen vom Stress des Alltags und durchatmen. Sie sind ökologisch wertvoll für die Stadt und sozial wichtig für die Menschen. Mit dem Fotowettbewerb sollen die vielfältigen Facetten unserer Friedhofkultur auf kreative Weise und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln in den Mittelpunkt gerückt werden. Dies bietet sich gerade am Beispiel der besonderen Herbst- und Winterstimmungen auf den Friedhöfen an“, erläutert Andreas Mäsing, Vorsitzender des VFFK.

Aufgerufen sind alle, die gerne fotografieren, ob Hobby- und Profifotografen, Friedhofsgärtner und -gärtnerinnen, Studierende oder Naturbegeisterte.
Beleuchte die überraschenden Motive und Perspektiven „Deines“ Friedhofes, die besonderen Stimmungsbilder dieses Herbstes und Winters. Dabei sind Deiner Kreativität und Fantasie keine Grenzen gesetzt außer der, dass die Fotos mit einer Auflösung von 300 dpi druckfähig sein sollten. Denn sie werden im Anschluss natürlich veröffentlicht. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin kann maximal zwei Fotos einreichen.

Als Preise winken:

1. Preis: 500,00 Euro
2. Preis: 300,00 Euro
3. Preis: 150,00 Euro
4. bis 15. Preis: jeweils eine hochwertige Speicherkarte für die Kamera
16. bis 25. Preis: jeweils ein Blumenstrauß

Einsendeschluss für die Wettbewerbsteilnahme ist der 31. Dezember 2017.

Im Frühjahr 2018 wird der VFFK zum Frühling/Sommer-Shooting aufrufen. Entdecke und fotografiere dann Deinen Friedhof in einer ganz anderen Stimmung: wenn er in voller Blüte steht, bunt, hell und freundlich, arten- und unglaublich facettenreich ist!

Einzelheiten über den Fotowettbewerb und zu den Teilnahme- und Nutzungsbedingungen sind unter www.er-ist-fotogen.de einzusehen.

Bildunterschrift/ Download: Foto VFFK
Die VFFK-Kampagne „Er ist…“ zeigt, wie vielfältig Friedhöfe sein können – zeig uns, wie Du Deinen Friedhof siehst und beteilige Dich am Fotowettbewerb.
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