Die ZVG-App:   

ZVG-App

Mitglieder-Login
Informationsdienst

Infodienst Nr. 41 vom 05.10.2017

Genbank „nicht winterharte Eriken“ wird erweitert

Azerca-Züchtungsausschuss im Dialog mit Versuchsanstellern

(ZVG/Azerca) Erste Versuche der Azerca-Züchter, mittels LED-Belichtung eine Blühverfrühung zu erreichen, waren noch nicht erfolgreich. Auf ihren Erfahrungen, die sie bei ihrem Treffen in Bad Zwischenahn am 23. September 2017 ausgetauscht haben, wollen sie in der nächsten Saison weiter aufbauen. Mögliche Vorteile einer Dauerbelichtung diskutierten sie mit Dr. Elke Ueber, Leiterin der Zierpflanzenbauversuche der LVG in Bad Zwischenahn.

Bei dem Rundgang in der Lehr- und Versuchsanstalt informierten sich die Züchter über aktuelle Versuche wie beispielsweise Blattdüngung bei Erika gracilis. Heinrich Beltz, Leiter der Baumschulversuche, erläuterte einen Herbizid- und Mulchversuch bei Gaultherien. Über die Callunen-Sortenversuche und ihre Bonitur berichtete Björn Ehsen vom Park der Gärten. Diese Sichtung einer neutralen Instanz begrüßten die Züchter sehr. Sie wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Bei Erica gracilis gab es 2017 keine Neuanmeldung zum Sortenschutz, für 2018 liegt aktuell eine vor.

„Die Resistenzen von Glomerella-Erregern gegenüber dem Wirkstoff Strobilurin nehmen leicht zu“, erklärte Franz Lehnhoff vom Pflanzenschutzamt Oldenburg. Der Vorsitzende des Azerca-Züchtungsausschusses Helmut Hiedl wirbt für eine enge Zusammenarbeit mit den Produzenten, damit diese ihre eigenen Bestände auf Resistenzen überprüfen können. Hiedl stellte dem Bundessortenamt für die Genbank ca. 80 Arten und Sorten nicht winterharter Eriken zur Verfügung. 2018 sollen auch pflanzengenetische Ressourcen von Erica gracilis in die Sammlung des Bundessortenamtes aufgenommen werden, ließ Dr. Burkhard Spellerberg, Bundessortenamt Hannover, mitteilen. Auch im nächsten Jahr wird sich der Azerca-Züchtungsausschuss in Bad Zwischenahn treffen.

Bildunterschrift/ Download: Foto: Azerca
Mitglieder des Azerca-Züchtungsausschusses informierten sich in der LVG Bad Zwischenahn über aktuelle Versuche und Sortenvergleiche.
[Bild herunterladen]


Neue Sorten bereichern Heuchera- und Heleniumsortiment

BdS veröffentlicht Ergebnisse des Arbeitskreises Sichtung

(ZVG/BdS) Das Heuchera- und Heleniumsortiment haben Züchter in den letzten 15 Jahren mit vielen beeindruckenden Neuheiten ergänzt. Eine Orientierungshilfe für die gärtnerische Praxis leisten die Ergebnisse der dreijährigen Staudensichtung, die nun vorliegen.

Die erste Sichtung von Helenium wurde von den Mitgliedern des Arbeitskreises Staudensichtung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) 2004 abgeschlossen. Die aktuelle Ergänzungssichtung von 30 neuen Sorten bestätigte im Vergleich der mitgetesteten Sorten aus der ersten Sichtung fast ausnahmslos die ursprüngliche Bewertung. Das aktuell gesichtete Sortiment umfasst unter anderem neue Varianten mit stark nach oben gebogenen, fast eingerollten, Zungenblüten, niedrig bleibende Sonnenbräute und auch Sorten, die mit einer Vieltriebigkeit sowie einem straffen, geschlossenen Pflanzenkörper beeindrucken.

Auch 120 Heuchera-Sorten, die seit 2000 neu in den Handel gelangt sind, wurden in diesem Jahr abgesichtet. Die Laubvarianten zeigen die Farbtöne Braun/Rot, Purpur, Rot/Orange/Apricot, Grün/Gelb, Silbrig ergänzt mit Marmorierungen und auffälligen Aderungen sowie unterschiedlichen Blattformen. Leider werden einige Sorten kurz nach ihrer Markteinführung wieder aus dem Angebot genommen. Es ist zu hoffen, dass die von den Experten mit drei („ausgezeichnet) oder zwei („sehr gut“) Sternen bewerteten Sorten länger für die gärtnerische Verwendung zur Verfügung stehen.

Die Ergebnisse der dreijährigen Staudensichtung sind unter [Link herunterladen] einzusehen.

Die jeweils besten Sorten stellt der BdS in den Faltblättern „Helenium. Sonnenschein im Staudenbeet“ und „Heuchera. Beeindruckend vielfältig“ zusammen.

Diese sind kostenlos beim BdS anzufordern unter info@stauden.de oder

hier herunterladbar:

[Faltblatt Helenium herunterladen]

[Faltblatt Heuchera herunterladen]


Zurück

© Zentralverband Gartenbau e.V.