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Informationsdienst

Infodienst Nr. 42 vom 12.10.2017

Vernetzung der Hochschulstandorte für Gartenbau fördern

Runder Tisch Gartenbauwissenschaft trifft sich in Berlin

(ZVG) Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) diskutierte am 5. Oktober 2017 mit Gartenbauprofessoren von Universitäten und Fachhochschulen sowie Vertretern der zuständigen Ministerien der Bundesländer die Situation an deutschen Fachhochschul- und Universitätsstandorten. Bezugnehmend auf die Petition des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/ Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e. V. (BHGL) und der Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) zum Abbau der universitären Kapazitäten in den Gartenbauwissenschaften hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum Runden Tisch geladen. Der ZVG hatte sich intensiv in den Prozess eingebracht und unterstützt die Petition.

Der Verband sieht die Diskrepanz zwischen steigenden Herausforderungen an Forschung, Lehre und betrieblichen Nachwuchs bei einer gleichzeitig konträren Entwicklung an den Universitäten und Fachhochschulen mit großer Sorge.

„Unsere Gartenbauunternehmen sind überwiegend klein und mittelständisch ohne eigene Forschungskapazitäten. Die Zukunftssicherung der Betriebe ist auf die wissenschaftliche Arbeit an Universitäten und Fachhochschulen, aber auch auf die Arbeit in den Versuchs- und Forschungseinrichtungen des Bundes und der Länder angewiesen“, erklärt Bertram Fleischer, ZVG-Generalsekretär.

Die DGG wendet sich mit der Petition gegen den fortschreitenden Abbau der universitären Kapazitäten in den Gartenbauwissenschaften. Aus Sicht der Wissenschaft bedarf es einer länderübergreifenden Initiative.

Intensiv wurde die bessere Vernetzung von Studienstandorten zur Stärkung der Gartenbauwissenschaften, eine noch stärkere Verzahnung von akademischer Ausbildung und Praxis und die damit einhergehende Imagestärkung des Gartenbaustudiums diskutiert.

Der Auftrag des BMEL ging an die DGG, den konzeptionellen Aufbau eines solchen Netzwerkes zu konkretisieren.


Gute Resonanz zur 69. BDC-Jahreshauptversammlung

(ZVG/BDC) Mehr als 160 Teilnehmer trafen sich vom 4. bis 7. Oktober 2017 in Darmstadt zur 69. Jahreshauptversammlung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG).

Anspruchsvolle Fachvorträge zu aktuellen Themen wie Online-Handel mit Frischprodukten, die optimale Energieversorgung im Betrieb oder verschiedene Möglichkeiten zur Verwertung des abgetragenen Substrates – Champost, prägten die sehr gut besuchte Veranstaltung.

Ergänzt wurden die Fachvorträge durch zwei wissenschaftliche Vorträge zu den Themen „Wie kommunizieren Pilze mit ihrer Umwelt“ und „Technische Anreicherung von Vitamin D in Speisepilzen“ fanden bei den Fachleuten im Forum sehr guten Anklang. Mit Joachim-Eberhard Maltzahn sendete das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen Fachpolitiker zum Grußwort.

Das Rahmenprogramm der Veranstaltung bildete am Samstag die Besichtigung des modernen Betriebes Rhein-Neckar-Pilze, Bürstadt. „Die Resonanz der Teilnehmer auf unserer 69. Jahrestagung war sehr gut. Fachprogramm und Betriebsbesuch ergänzten sich hervorragend,“, ist das positive Fazit des BDC-Vorsitzenden Michael Schattenberg.

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos BDC
Mehr als 160 Teilnehmer versammelten sich vor dem Hotel in Darmstadt zum Gruppenbild – diese Zahl ist aus Sicht des BDC neuer Teilnehmerrekord.
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Intensives Zuhören war bei den Fachvorträgen im vollbesetzten Saal gefragt.
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Joachim-Eberhard Maltzahn, links, nimmt aus den Händen des BDC-Vorsitzenden Michael Schattenberg ein Körbchen frischer Champignons als Dankeschön für sein Grußwort in Empfang.
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Erntekosten drastisch gestiegen

(ZVG/BDC) Heimische frische Champignons setzen sich im deutschen Markt immer stärker durch. Die jüngste Umfrage des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) im Rahmen der 69. Mitgliederversammlung in Darmstadt zeigt, dass die heimische Champignonproduktion in 2017 voraussichtlich 76.000 Tonnen beträgt. Allerdings haben die deutschen Betriebe mit extremen Steigerungen der Erntekosten zu kämpfen: Von 2015 bis Ende dieses Jahres werden die reinen Erntekosten um 28 Prozent steigen.

Die empfindlichen Pilze werden von Hand geerntet. Das macht diese Arbeit so aufwendig, die sich in absehbarer Zeit ohne Qualitätsverlust nicht mechanisieren lässt. Auch durch Rationalisierungen konnten die Kostensteigerungen in den letzten Jahren nicht aufgefangen werden. Sie gingen komplett zu Lasten der Produzenten.

„Höhere Preise sind jetzt dringend erforderlich, um auch in Zukunft frische deutsche Champignons in bester Qualität anbieten zu können. Unsere Betriebe sind technisch auf dem neuesten Stand. Allein mit größeren Mengen und noch intensiverer regionaler Produktion lassen sich die Steigerungen vor allem bei den Erntekosten nicht mehr auffangen“, erklärte der BDC-Vorsitzende Michael Schattenberg die Situation der deutschen Pilzbetriebe.

Bildunterschrift/ Download: Foto: GMH/BDC
Die Ernte frischer Speisepilze ist aufwendige Handarbeit, diese Ware muss deshalb einen fairen Preis haben.
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2017 - ein ausgezeichnetes Heide-Jahr

Zusammenarbeit mit Friedhofsgärtnern und Floristen steigert Nachfrage

(ZVG/Azerca) Die Herbsttagung der Sondergruppe Azerca im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) findet vom 26. bis 28. November 2017 in Rostock statt. Im Vorfeld bekräftigte der Vorsitzende Gerhard Friedrich den guten Saisonverlauf von Callunen, Eriken und Gaultherien.

„Die Saison fordert alle Kräfte, aber den Erfolg zu sehen, motiviert“, erklärte Friedrich. „Die Azerca-Kulturen stehen alle in hervorragenden Qualitäten und werden stark nachgefragt“, so der Vorsitzende weiter. Er führt den guten Absatz nicht nur auf das witterungsmäßig gute Heidejahr und eine kompetente Kulturführung zurück. Vielmehr seien auch immer interessantere Züchtungen von neuen Formen und stark leuchtenden Farben auf dem Markt. Die von den Azercagärtnern und ihren floristischen Partnern seit 1996 kontinuierlich entwickelten Verwendungsideen von Heide haben seiner Meinung nach eine stete Nachfragesteigerung bewirkt. Mittlerweile seien Stile und Anregungen in der Fachwelt selbstverständlich. Besonders positiv erwähnte Friedrich auch die Friedhofsgärtner. Ihre Grabgestaltungen seien ideenreich und vielfältig. „Aktuell leuchtet die Heide in monochromen Pflanzungen, wie auch harmonisch integriert in vielen anderen Herbstpflanzungen. Der Berufsstand zeigt bei Heide von der Züchtung, über die Kultur bis zum Endkunden ein sehr positives Ineinanderwirken zum Vorteil von allen Beteiligten“, fasst der Azerca-Vorsitzende zusammen.

Für das jährliche Fotoshooting inszeniert die Azerca in Abstimmung mit Experten stets neue Themen und Trends mit Heide. Floristmeisterin Isabel Joeden hat dabei mit dem Kamerateam ihren „Spaß mit Heide“.

Die Making-off-Fotos sind hier zu sehen:
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Unterstützung für betriebseigene Werbung für Heide in Form von Bildmaterial bekommen Interessenten mit einer Anfrage unter info@azerca.de.

Vielfältige Ideen liefert www.heidetrends.de.

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos: Azerca/Banse
Grabgestaltungen mit Heide sind ideenreich und vielfältig.
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Aktuell leuchtet die Heide in monochromen Pflanzungen, wie auch harmonisch integriert in vielen anderen Herbstpflanzungen.
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Politische Meldung dieser Woche

Strukturwandel im Gartenbau geht unvermindert weiter

Ergebnisse der Gartenbauerhebung 2016 des statistischen Bundesamtes liegen vor

(ZVG) Heute hat das statistische Bundesamt die Ergebnisse der Gartenbauerhebung 2016 veröffentlicht. Weniger Betriebe und mit Ausnahme des Gemüsebaus auch weniger Produktionsfläche. Das sind die zusammengefassten Erkenntnisse der Erhebung.

„Mit einer Abnahme von Unternehmen und Flächen haben wir gerechnet. Das Ausmaß ist allerdings doch größer als erwartet. Neu ist, dass die Flächenverluste durch Betriebsaufgaben nicht mehr annähernd durch entsprechendes Wachstum der Verbleibenden kompensiert werden konnten. Dennoch ist die durchschnittliche Größe der Betriebe weiter angewachsen. Wir werden nunmehr das komplexe Zahlenwerk detaillierter analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen“ so Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) in einer ersten Reaktion.

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Deutschland 27 200 Betriebe eine gärtnerische Nutzfläche von gut 229 000 Hektar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Gartenbauerhebung 2016 weiter mitteilt, sank damit die Anzahl der Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 (35 700) um nahezu ein Viertel (–24 Prozent).

Gleichzeitig stieg die gärtnerische Nutzfläche gegenüber 2010 um 5 600 Hektar oder 2,5 Prozent. Die durchschnittlich bewirtschaftete gärtnerische Nutzfläche je Betrieb stieg dadurch von 6,3 Hektar im Jahr 2010 auf 8,4 Hektar im Jahr 2016.

Der überwiegende Teil der gesamten gärtnerischen Nutzfläche entfiel dabei mit 130 000 Hektar auf den Gemüseanbau einschließlich Erdbeeren (57 Prozent). Gegenüber 121 500 Hektar im Jahr 2010 entspricht dies einer Zunahme um 7 Prozent. Auf einer Freilandfläche von rund 64 000 Hektar wurden im Jahr 2016 Baum- und Beerenobst einschließlich Nüsse angebaut (– 1 Prozent), gefolgt von Freilandflächen für Baumschulkulturen mit 19 300 Hektar (– 8 Prozent), Anbauflächen für Blumen und Zierpflanzen mit 7 300 Hektar (– 13 Prozent) sowie Heil-, Duft-, und Gewürzpflanzen mit 7 100 Hektar (+ 4 Prozent). Die restliche gärtnerische Nutzfläche von 1 200 Hektar verteilt sich auf Gartenbausämereien, Dauerkulturflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen sowie Produktionsflächen für Speisepilze (+ 4 Prozent).

Zur Meldung des statistischen Bundesamtes gelangen Sie hier:
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