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Infodienst Nr. 43 vom 19.10.2017

IGA Berlin 2017 schließt die Tore

Staatsehrenpreise auf der Abschlussveranstaltung der IGA verliehen

(ZVG/IGA Berlin/DBG) Die erste Internationale Gartenausstellung Berlins (IGA Berlin 2017) bot 186 ereignisreiche Tage ein „MEHR aus Farben“. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 15. Oktober 2017 verlieh das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 33 Staatsehrenpreise und der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) dreimal seinen dreistufigen Ehrenpreis.

„Berlins erste Internationale Gartenausstellung war ein großer Erfolg. Unsere Gärtner haben trotz der sommerlangen Wetterkapriolen mit dem kältesten April seit zehn Jahren und dem Jahrhundertstarkregen einen tollen Pflanz- und Pflegestandard geleistet. Bundesgartenschauen und so auch die IGA dienen auf vielfältige Weise als generische Werbung für den Berufsstand. Davon kann der Berufsstand profitieren und daher auch selbstbewusst auftreten“, resümierte ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Insgesamt besuchten seit der Eröffnung am 13. April 2017 rund 1,6 Millionen Gäste das größte Gartenfestival Deutschlands.

Auf der feierlichen Abschlussveranstaltung auf der IGA haben das BMEL und der ZVG die höchsten Auszeichnungen an Gärtner, Ausstellergemeinschaften und Unternehmen verliehen, die für sie als Teilnehmer der gärtnerischen Wettbewerbe zu erringen waren. Mit 430 Ausstellern aus 16 Kategorien hat es eine große Beteiligung an der Gartenausstellung gegeben. Staatsehrenpreise erhielten 33 Gärtnerinnen und Gärtner beziehungsweise Floristinnen und Floristen, die die höchste Punktzahl über die gesamte Laufzeit der internationalen Gartenausstellung innerhalb einer Klasse erringen konnten. Zusätzlich wurde an drei Betriebe der dreistufige Ehrenpreis des ZVG vergeben. In Gold erhielten Andrea Marchand und Oliver Ferchland, Florwerk aus Burg, den Ehrenpreis des ZVG, in Silber Roth Floral Projects GbR aus Dortmund und Der Spreewälder aus Lübben in Bronze.

Unter den Staatsehrenpreisträgern war auch ZVG-Vizepräsident Wilhelm Böck. Wilhelm Böck & Sohn KG aus Vaterstetten wurde im Wettbewerb Gemüse und Obst mit Gold ausgezeichnet. Drei herausragende Aussteller des friedhofsgärtnerischen Ausstellungsteils „Grabgestaltung und Denkmal“ erhielten ebenfalls den Staatsehrenpreis. In Gold ging dieser an Kurpan Zimmer GmbH & Co aus Köln, in Silber an Blumen Ellinger aus Stuttgart und in Bronze an die Meisterklasse des Bildungszentrum Gartenbau Essen unter Leitung von Anja Qayyum-Kocks.

Während der Abschlussveranstaltung in der Arena überreichte Staatssekretärin Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, symbolisch den Staffelstab an den Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel. Die baden-württembergische Stadt richtet in zwei Jahren die nächste Bundesgartenschau (BUGA) aus.

Die vollständige List der Staatsehrenpreisträger ist hier einzusehen:
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Bildunterschriften/ Downloads: Fotos: Uhlemann
ZVG-Präsident Jürgen Mertz resümierte über den großen Erfolg Berlins erster Internationaler Gartenausstellung.
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33 Gärtnerinnen und Gärtner beziehungsweise Floristinnen und Floristen erhielten Staatsehrenpreise auf der feierlichen Abschlussveranstaltung der IGA.
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Friedhofsgärtner begeisterten Besucher auf der IGA 2017

Ausstellungsteil “Grabgestaltung und Denkmal“ zeigt Höchstleistung der Aussteller

(ZVG/BdF) Der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ zog auch in den letzten Tagen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin viele Besucher an. Vom 13. April bis zum 15. Oktober 2017 zeigten sich diese beeindruckt von der farbenfrohen und handwerklich exzellenten Leistung der Friedhofsgärtner und Steinmetze. Der gemeinsame Ausstellungsteil vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und des Bundesverbands Deutscher Steinmetze (BIV) zeigte Höchstleistungen der Aussteller.

Seit mehreren Jahrzehnten ist der Ausstellungsteil mit seinen Mustergräbern und den Besucherpavillons nicht mehr von Bundes- oder auch Landesgartenschauen wegzudenken. Die Friedhofsgärtner zeigten in Berlin auf insgesamt 87 Grabstätten, wie ein liebevoll gestaltetes und gepflegtes Grab zu jeder Jahreszeit aussehen kann. Eine fünfköpfige Jury bewertete nach jeder Saisonbepflanzung (Frühjahr, Sommer, Herbst) das handwerkliche Können und die Kreativität. Der Leistungswettbewerb brachte insgesamt drei herausragende Aussteller hervor, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Staatsehrenpreis in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden.

Das Hauptanliegen der Friedhofsgärtner bei Gartenschauen ist es, Besuchern das Leistungsspektrum und das eigene Können zu präsentieren. Aber auch zu informieren und die Wahrnehmung der Arbeit des Friedhofsgärtners nachhaltig zu stärken.

Ein paar Zahlen verdeutlichen die Arbeit der vergangenen sechs Monate:

  • Mehr als eine Million Stauden, Bodendecker und Gehölze wurden durch die Friedhofsgärtner verarbeitet
  • 21 Einzelwahlgräber, 21 zweistellige Wahlgräber, 29 Urnengräber und 5 Gräber in fließender Form wurden bepflanzt
  • Das zukunftsweisende Grabgestaltungskonzept „NaturRuh“ feierte auf der IGA erfolgreich Premiere
  • 43 Einzelaussteller und 7 Ausstellergemeinschaften aus ganz Deutschland waren aktiv
  • 10 Bepflanzungstage gab es (Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung)
  • An den Bepflanzungstagen waren im Schnitt jeweils 130 Gärtner auf dem Gelände
  • 5 unabhängige Preisrichter bewerteten die Gräber nach jeder Bepflanzung an drei Terminen
  • Es wurden insgesamt 98 Gold-, 58 Silber- und 37 Bronzemedaillen, 31 Ehrenpreise und 3 Staatsehrenpreise verliehen
  • Dauerhaft besetzter Informationspavillon: An 166 IGA-Tagen informierte geschultes Personal des BdF und des BIV die Besucher zu friedhofsgärtnerischen Themen und zu Themen rund um das Steinmetzhandwerk
  • Der Ausstellungsteil kam in mindestens 4 TV-Sendungen vor, unzählige Radio- und Printveröffentlichungen gab es
  • An 30 Terminen fanden IGA-Campus Workshops für Kita- und Schulgruppen statt – über 750 Kinder und Jugendliche lernten so den Beruf des Friedhofsgärtners kennen
  • 38 junge Friedhofsgärtner wohnten und arbeiteten für je rund 10 Tage auf der IGA und pflegten die Mustergräber sowie das Rahmengrün
  • Es gab eine Präsentation von Bibel- und Symbolpflanzen
  • Es wurden neun Termine mit Politikern und Interessensvertretungen durchgeführt
  • Der BdF-Arbeitskreis Pflanze präsentierte verschiedene Pflanzkonzepte und Bodendecker

Die aktiven Friedhofsgärtner auf den Gartenschauen und der BdF freuen sich auf den nächsten großen Auftritt auf der Bundesgartenausstellung Heilbronn 2019 (BUGA).

Bildunterschriften/ Downloads: Fotos BdF/ Margit Wild
Die Besucher zeigten sich über die IGA hinweg begeistert und hinterließen ihre Eindrücke in Form von Beiträgen in unserem Gästebuch.
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In akribischer Kleinarbeit brachten die Friedhofsgärtner ein tolles Gesamtkunstwerk zustande.
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Das zukunftsweisende Grabgestaltungskonzept „NaturRuh“ wurde erstmals auf der IGA in Berlin dem Publikum vorgestellt.
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Mit vielfältigen Projekten kraftvoll ins neue Jahr

Herbstsitzung des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner

(BVE/ZVG) Am 04. und 05. Oktober 2017 trafen sich die Delegierten der Gartenbau Landesverbände zur Vorstandssitzung des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG).

Der Vorsitzende des BVE, Olaf Beier begrüßte als Gäste Heiner Esser, Geschäftsführer Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V., Michael Legrand vom Grünen Medienhaus und Gerhardt Twiling von ekaflor. Beier dankte außerdem Reiner Höpken, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, für die Einladung nach Burscheid in Nordrhein-Westfalen.

Neben den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen wurde auf der Sitzung der Zwischenstand, der in diesem Jahr angeschobenen Projekte zur Unterstützung des gärtnerischen Fachhandels, präsentiert. Beier stellte den Entwurf des neuen Konzeptes zur Premium Gärtnerei vor. „Wir beabsichtigen mit der Neukonzeption den Betrieben eine noch stärkere „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der Betriebsentwicklung zu geben als bisher. Der erste Gedankenaustausch im Plenum hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden das neue Konzept auf Herz und Nieren prüfen und hoffen, dass die Mitgliedsbetriebe in den Gartenbau Landesverbänden vom neuen Konzept ebenso überzeugt sein werden wie wir.“

Weil die Delegierten von der Wirksamkeit der Marketing-Kampagne „Natürlich schöne Augenblicke“ überzeugt sind, beschlossen sie zudem, diese auch im nächsten Jahr finanziell und inhaltlich weiter zu begleiten.

Die Delegierten ernannten Ralf Schupp, Landesverband Gartenbau Rheinland-Pfalz e.V., zum neuen BVE-Vertreter im Ausstellungsausschuss der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG). Er übernimmt die Position von Lutz Grille (Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V.), der für die Zeit der IGA Berlin 2017 die Position innehatte.

Einige der neuen Vorhaben sollen den Mitgliedsbetrieben in den Gartenbau Landesverbänden schon auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) 2018 vorgestellt werden. Der Vorstand des BVE lädt alle Interessierten ein, dort mit ihm ins Gespräch zu kommen.


Gemeinschaftsstand der grünen Verbände zur Semestereröffnung

ZVG stellt sich dem Nachwuchs der Humboldt-Universität vor

(VDl/ZVG) Am 12. Oktober fand die Erstsemester-Campus Ralley des Thaer-Instituts der Humboldt-Universität statt. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) lud gemeinsam mit dem VDL-Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt aus diesem Anlass die Neuimmatrikulierten in das Haus der Land- und Ernährungswirtschaft ein.

An einem Gemeinschaftsstand informierten sich rund 150 Studienanfänger der Gartenbau- und Agrarwissenschaften über die Bandbreite der Verbändelandschaft in Berlin. Vertreter von ZVG, VDL, des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) und der AGDW – Die Waldeigentümer standen den Gästen für Fragen zur Verfügung. Dadurch wurden ihnen erste Einblicke in die berufliche Tätigkeit im Gartenbau und dem politiknahen Bereich aus kompetenter Hand gewährt. Weiterhin konnten Kontakte zu zukünftigen potentiellen Arbeitgebern geknüpft werden.


Veränderungsprozesse im Interesse der Gesellschaft begleiten

Parlamentarischer Abend des VDL und BHGL in Berlin

(ZVG/VDL) Am 16. Oktober fand bereits zum 12. Mal der gemeinsame Parlamentarische Abend des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. und des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL) in Berlin statt. Zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages waren der Einladung der beiden Berufsverbände gefolgt. Zudem konnten Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft sowie der Spitzenverbände des Agribusiness im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft begrüßt werden.

„Für uns als VDL, dem größten akademischen Berufsverband im Agrar-, Ernährungs- und Umweltbereich in der Bundesrepublik Deutschland, stehen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt besonders im Fokus“, erklärte Verbandspräsident Markus W. Ebel-Waldmann und verwies auf das VDL-Fachforum zum Thema „Agrar- und Ernährungswirtschaft 4.0“, das am selben Tag stattgefunden hatte. Die Digitalisierung werde die Berufsfelder sowie die Anforderungen an die Beschäftigten verändern und auch Auswirkungen auf Forschung und Lehre haben.

„Mit dem Gartenbaustudium erwerben die Studierenden einen akademischen Berufsabschluss mit Jobgarantie!“, versicherte der Präsident des BHGL, Marc-Guido Megies, mit Hinblick auf die sehr positiven Ergebnisse der aktuellen Berufsfeldanalyse Gartenbau. Die Analyse wurde auch vom Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) unterstützt. Der Fachkräftemangel sei in den Unternehmen spürbar. Er riet dazu, Fremdsprachen zu erlernen, Auslandserfahrungen zu sammeln und Ingenieurpraktika durchzuführen, da diese Qualifikationen auf dem globalisierten Markt vermehrt nachgefragt werden würden.

Megies betonte die Bedeutung der Gartenbauwissenschaften für die Lösung wichtiger Zukunftsfragen und machte auf die kritische Situation an den deutschen Gartenbau-Hochschulen aufmerksam, durch die die universitäre Ausbildung ernsthaft gefährdet sei. „Unterstützen Sie bitte politisch mit ganzer Kraft im Dialog mit den Regierungen der Länder und den dort angesiedelten Universitäten und Hochschulen die Ausschreibung von Professorenstellen für die Gartenbauwissenschaften“, appellierte er an die anwesenden Politiker.

Der Ministerialdirektor Clemens Neumann, Leiter der Abteilung Biobasierte Wirtschaft, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der ländlichen Räume für den Wohlstand und die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland. „Unsere ländlichen Regionen gehören ganz oben auf die politische Agenda! Dafür brauchen wir eine Politik für die ländlichen Regionen aus einem Guss.“ Deshalb solle das BMEL sukzessive zu einem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und ländliche Räume ausgebaut werden. „Wir wollen die Zuständigkeiten innerhalb der Bundesregierung für die ländlichen Regionen weiter bündeln und dies auch im Namen des Ministeriums deutlich herausstellen“, so Neumann.


46. Weiterbildungsveranstaltung Kontaktstudientage Gartenbau und Landschaftsarchitektur

Erstmalig Firmenkontaktmesse Gartenbau und Landschaftsarchitektur mit ca. 20 Unternehmen

(ZVG/Hochschule Osnabrück) Der Freundeskreis Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. der Hochschule Osnabrück lädt im Bereich Gartenbau alle Akteure der gärtnerischen Ausbildung – BetriebsleiterInnen, AusbilderInnen, Lehrkräfte, die Ausbildungsberatung der Kammern, Verbände – und alle Interessierten ein, die Kontaktstudientage mit dem Thema Ausbildung im Produktionsgartenbau am 10. November 2017 in der Hochschule Osnabrück zu besuchen.

Das Interesse an einer Ausbildung im Produktionsgartenbau hat in den letzten Jahren erkennbar nachgelassen. Die Anforderungen an die Qualifikation der beruflichen Ausbildung im Gartenbau sind mit zunehmender Spezialisierung der Betriebe dagegen angestiegen. Hier öffnet sich eine Schere, die es erschwert, Gruppen mit gleichen Ansprüchen qualifiziert auszubilden.

Mit der 46. Weiterbildungsveranstaltung „Kontaktstudientage Gartenbau und Landschaftsarchitektur“ soll den Akteuren Gelegenheit gegeben werden, ihre Sichtweise der Situation und ihre Aktivitäten aufzuzeigen. Ziel der Tagung ist es also, zur Vernetzung der Akteure beizutragen. Am 11. November 2017 tragen Studierende und Lehrkräfte der Hochschule Osnabrück aktuelle Versuchsergebnisse vor. Am Nachmittag des 11. November 2017 besteht die Möglichkeit zur kostenfreien Fortbildung. Frau Isabelle Lampe stellt die Möglichkeiten zur Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen (GlobalG.A.P.) für die Internetplattform PS Info ‚MeinBetrieb‘ vor. Es handelt sich hierbei um ein Zusatzangebot des Pflanzenschutzinformationssystems PS Info, welches über das Informationssystem hortigate des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) angeboten wird.

Der ZVG unterstützt die Tagung inhaltlich mit einem Vortrag zum Thema „Sicherung von Fachkräften im Gartenbau“.

Traditionell findet am Freitagabend die Abendveranstaltung mit „Come together“ und „Abendessen mit Buffet“ statt. Ziel der Kontaktstudientage soll der rege Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie das Pflegen bzw. Knüpfen von (neuen) Kontakten sein.

Das Programm ist hier herunterladbar:
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Das Anmeldeformular steht hier zum Download zur Verfügung:
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Mehr Informationen erhalten Sie unter [Link herunterladen]


IGA Berlin 2017 mit blumigem Finale

Üppige Herbstfloristik in der 28. Hallenschau „Des Abschieds goldener Glanz“

(ZVG/DBG) Die finale Hallenschau der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 bietet noch einmal alles Können auf, was Floristen im Wettbewerb einer hochkarätigen internationalen Gartenschau zu bieten haben - Von einladenden Tischdekorationen, üppigen Sträußen, über gefühlvollen Trauerschmuck, dekorative, raumgreifende Arbeiten bis hin zu kunstvollen Kränzen.

Für die 28. Hallenschau hatte die IGA fünf Wettbewerbsbeiträge ausgeschrieben. Die Gestaltung eines Pflichtthemas „Urbanes Gärtnern – grüne Oasen in der Großstadt“, der Aufbau eines dekorierten Tisches mit Tischschmuck zum Thema „Urbanes Gärtnern“ und Raumschmuck zum Thema „Ein Mehr aus Farben“. Zudem war zur Gestaltung eines gebundenen Werkstücks aufgerufen: „Strauß für einen zeitgenössischen Künstler“ und Trauerschmuck unter dem Motto „Erde zu Erde“.

Mit Kreativität, Leidenschaft, vielen neuen Ideen und fantastischen blumigen Kreationen überzeugten die Floristen unter dem Motto "Das Beste kommt zum Schluss". Es überraschte nicht nur die Wahl der Pflanzen, sondern auch die der Gefäße. Sehr ausdrucksvoll und harmonisch wurden die Behältnisse mit Blumen gefüllt, zu denen oft exotische Pflanzen Verwendung fanden. Ob Calla, Protea, Ananas oder großes exotisches Blattwerk – alles harmonierte in Üppigkeit. Die gewundenen Trauerkränze zeichneten sich durch geschickt verwendete Zweige von Obstbäumen, Clematis oder Birke aus, in denen Bromelien, Farne und Heidekraut, Gräser und manchmal auch Früchte Akzente setzten.

Creativ-Der Laden, Christopher Ernst erhielt die Große Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) für eine herausragende Gesamtleistung. Eine zweite Große Goldmedaille erhielt er für eine besonders gelungene Interpretation des Themas verbunden mit exakter handwerklicher Ausführung und eine dritte Große Goldmedaille für eine überzeugende Ausführung der Arbeiten Tischschmuck, Trauerschmuck und das gebundene Werkstück.

Das Floristenteam Rostock, bb gesellschaft für beruf + bildung mbh mecklenburg-vorpommern, konnte zwei Ehrenpreise von Renate Behrmann, Ausstellungsbevollmächtigte der DBG, entgegennehmen. Das Team erhielt einen Ehrenpreis des Fachverbands Deutscher Floristen e.V. (FDF) für ein farblich stimmiges gebundenes Werkstück in überzeugender handwerklicher Ausführung. Den Ehrenpreis der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin bekamen sie für die außergewöhnliche naturnahe Gestaltung des Trauerschmucks.

GBF events of Roses wurde mit zwei Ehrenpreisen vom FDF für die künstlerische Interpretation der freien Arbeit und für eine klar strukturierte und filigrane Ausführung des Raumschmucks ausgezeichnet.

Die GBF master florist green mountain Gruppe aus Grünberg erhielt den Ehrenpreis des FDF für einen besonders sensiblen Umgang mit pflanzlichen Werkstoffen.

GBF master of flower konnte den Ehrenpreis des FDF für eine überzeugende gestalterische Gesamtleistung entgegennehmen.


DGG kürt Gewinner des diesjährigen Buchpreises und Top 5 der besten Gartenbücher

(DGG/ZVG) Zum 49. Mal lobte die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) den Buchpreis und die Top 5 der besten Gartenbücher aus. In der Festveranstaltung zur 195. Jahreshauptversammlung wurden nun die Preisträger bekanntgegeben. Insgesamt haben sich über 60 Verlage, Institutionen bzw. Privatpersonen aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland mit ihren gartenliterarischen Spezialitäten beworben.

Der „DGG-Buchpreis 2017“ wird verliehen an die Autorin und Diplom-Biologin Eva Eberwein für ihr Buch „Von der Wiederentdeckung einer verlorenen Welt. Der Garten von Hermann Hesse“, Fotos von Ferdinand Graf von Luckner, erschienen bei der Deutschen Verlags-Anstalt, Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2016.

Ab 2018 wird der DGG Buchpreis nicht mehr auf der Insel Mainau, sondern in Kooperation mit MDR-Kultur auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

In die Top 5 der besten Gartenbücher haben es folgende Werke geschafft:

Ausgezeichnet wird Kay Maguire´s “Red Hot Chili Garden. Die besten Sorten anbauen, ernten und verwerten“, erschienen im BLV Verlag.

Andrea Heistinger gewinnt mit ihrem Buch „Kräuter richtig anbauen“, das im Löwenzahn Verlag erschienen ist.

Die beiden Autoren Georg Müller und Till Hofmann erhalten die Auszeichnung für ihr Werk „New German Style“.

Cora Leroy erhält die Auszeichnung für das Buch „Gemüsesamen selbst gezogen“, erschienen im AT Verlag.

Ausgezeichnet werden Victoria Wegner und Heidi Lorey für „Gartengestaltung mit Hochbeet“, erschienen im Callwey Verlag.


„Sonja Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“

Grundschule Rübenach in Koblenz von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. geehrt

(ZVG/DGG) Das Kuratorium "Sonja-Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“ hat die Grundschule Rübenach in Koblenz für ihr vorbildliches Engagement in der nachhaltigen Naturerfahrung am 13. Oktober 2017 ausgezeichnet.

Das Kuratorium, unter Vorsitz von Gräfin Bettina Bernadotte, beeindruckte bei ihrer Auswahlentscheidung, dass für das „Naturerlebnisprojekt“ eigene Unterrichtsreihen mit passendem Lehrmaterial entwickelt wurden. Die zuständige Lehrerin, Frau Kempf, hat einen großen Teil ihres Sachunterrichtes, aber auch viele Elemente anderer Fächer, mit dem Naturerlebnisprojekt verknüpft. Engagierte Eltern haben zudem eine Finanzierung des Projektes ermöglicht. Es ist der Grundschule gelungen, die Wahrnehmung der Jugendlichen für Ihre Umwelt und die Natur zu wecken und zu vertiefen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der 195. Jahreshauptversammlung der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V. am 13. Oktober 2017 in einer Festveranstaltung auf der Insel Mainau statt. Der Preis wurde von der Rektorin Martina Riebenstahl, der Lehrerin Bettina Kempf und der Wald- und Kräuterpädagogin Sonja Schweikert entgegen genommen.

Der „Sonja Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“ wird seit 1992 jährlich von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft vergebenen und ist mit 1.500,00 Euro dotiert. Der Preis soll den Stellenwert der Naturerziehung und Naturerfahrung bewusst machen, das Engagement für die Naturerziehung verstärken und den Einsatz finanziell unterstützen.

Bildunterschrift/ Download: Foto: DGG
Die Grundschule Rübenach in Koblenz wurde für ihr vorbildliches Engagement in der nachhaltigen Naturerfahrung mit dem „Sonja Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung“ der DGG ausgezeichnet.
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DGG-Medienpreis 2017 vergeben

Ingrid Hügenell für Artikel „Insekten müssen verhungern, weil die Wiesen verschwinden“ ausgezeichnet

(ZVG/DGG) In der Süddeutschen Zeitung erschien am 10. Juli 2016 ein Artikel unter dem Titel „Insekten müssen verhungern, weil die Wiesen verschwinden“. Autorin ist Ingrid Hügenell, Redakteurin und stellvertretende Teamleiterin bei der Süddeutschen Zeitung. Für ihren Artikel wurde Hügenell in diesem Jahr mit dem Medienpreis der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. ausgezeichnet.

In dem preisgekrönten Artikel geht es nicht nur um den Rückgang der Arten, sondern auch der Menge an Insekten mit dramatischen Folgen für unsere Ökosysteme. Vielmehr beschreibt Ingrid Hügenell in sehr anschaulicher Weise, wie man dieser Entwicklung auf kommunaler Ebene entgegenwirken kann - mit der Anlage von Beeten mit heimischen Wildpflanzen, den „blühenden Metern“. An einem konkreten Beispiel aus Bayern lässt sie die Akteure aus Politik und Gesellschaft sehr erfrischend mit, teils mundartlich gefärbten Zitaten, zu Wort kommen. Sie erzählt die Erfolgsgeschichte einer Kooperation zwischen Institutionen und Personen unterschiedlichster Couleur. Der Stil ist sachlich, aber alles andere als trocken, so dass der Text leicht, flüssig und durchaus auch vergnüglich zu lesen ist. Aus fachlicher Sicht ist der Artikel hervorragend recherchiert und redigiert. Im Original der Printausgabe hat er zudem ein sehr bibliophiles Layout mit ansprechenden Illustrationen. Was dem Kuratorium des Medienpreises aber vor allem gefallen hat, ist der Aufforderungscharakter des Artikels. Mit konkreten Tipps – von der Bodenvorbereitung bis zu Hinweisen zu Bezugsquellen für Samen und Pflanzen – werden Leserinnen und Leser angeregt und befähigt, ihren eigenen „blühenden Meter“ in ihrem Garten oder in ihrer Gemeinde anzulegen.

Der DGG-Medienpreis wird an eine Person oder Autorengemeinschaften verliehen, deren Veröffentlichungen wichtige Gartenthemen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und das Publikum altersunabhängig hierfür begeistert haben. Der DGG-Medienpreis soll Beispiel und Anregung für Medienschaffende sein, sich dem Thema Garten auf vielfältige Art und Weise zu nähern, sich damit auseinanderzusetzen und auch sachlich-kritisch zu beleuchten. Derzeit ist der Preis mit 1.000,00 Euro dotiert und wird jährlich auf der, im Oktober stattfindenden, Jahreshauptversammlung auf der Insel Mainau vergeben.

Bildunterschrift/ Download: Foto: DGG
Ingrid Hügenell (l.) bei der Verleihung des DGG-Medienpreises 2017 für ihren Artikel „Insekten müssen verhungern, weil die Wiesen verschwinden“
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Politische Meldung dieser Woche

Nachhaltiger Pflanzenschutz: EU-Kommission stellt Bericht zur Umsetzung vor

(ZVG) Am 10. Oktober 2017 hat die EU-Kommission einen Bericht zur Umsetzung der Richtlinie zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln veröffentlicht. In dem Bericht wird die Umsetzung der Richtlinie zum nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in allen Mitgliedstaaten bewertet.

Deutschland schneidet in der Studie vorbildlich ab. So konnten messbare Fortschritte bei der Risikominderung nachgewiesen werden. Auch Schulungs- und Zertifizierungsprogramme, wie beispielsweise der Pflanzenschutz-Sachkunde-Nachweis, beschreibt die Studie als vorbildlich. Zudem wird positiv angemerkt, dass Deutschland sein 30-Prozent-Ziel der Risikominderung im Bereich aquatische Umwelt und Nichtzielorgansimen im Zeitraum von 1996 bis2006 erreichen konnte. Die Überprüfung von technischer Ausrüstung zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hält Deutschland zu 93 Prozent ein.

Der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG) Jürgen Mertz kommentiert: „Das positive Abschneiden Deutschlands in der Studie ist auch auf die gewissenhafte Umsetzung des Nationalen Aktionsplans und die klare Fokussierung auf den integrierten Pflanzenschutz durch unsere Gärtner zurückzuführen. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass jedwede Resistenzbildung vermieden werden muss. Entsprechend müssen ausreichend Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.“

Der Bericht zeigt, generell wird die Richtlinie in allen Mitgliedstaaten ausreichend umgesetzt. In vielen Mitgliedstaaten gibt es an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsbedarf. Beispielsweise können viele Mitgliedstaaten keine messbaren Ergebnisse zur Zielerreichung z.B. in den Bereichen Schutz der Gewässer oder öffentlicher Anlagen vorlegen. Zum Teil wird auch der integrierte Pflanzenschutz von einigen EU-Staaten noch zu wenig genutzt.

Im Nachgang an den Bericht sollen die EU-Mitgliedstaaten ihre Nationalen Aktionspläne überprüfen und überarbeiten. Verbesserungsbedarf wird insbesondere bei der Festlegung von spezifischen und messbaren Zielen und Indikatoren für eine langfristige Strategie gesehen. Die Kommission plant, EU-weit harmonisierte Risikoindikatoren zu erarbeiten.


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