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Infodienst Nr. 44 vom 26.10.2017

Zierpflanzenproduktion 2030 - Produktion und Handel im Dialog

Herbsttagung des BVZ vom 19. bis 21. Oktober in Würzburg

(ZVG/BVZ) Die Stimmung der Delegierten des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) beim Herbstreffen der Branche vom 19. bis 21. Oktober 2017 in Würzburg war positiv. Das Klima in der Branche ist gut, der Geschäftsklimaindex für die Unternehmen des Zierpflanzenbaus auf stabilem Niveau und der Blick der Delegierten des BVZ in die Zukunft verhalten optimistisch.

Das bestätigte die Geschäftsklimaumfrage, die der BVZ 2014 ins Leben gerufen hat. Sie gilt für die Branche inzwischen als wichtiger Indikator. Seit Anfang 2017 wird die Umfrage auch von allen anderen durch den Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) vertretenen Sparten als Maß für die konjunkturelle Entwicklung genutzt.

Die Bedeutung der Solidargemeinschaft im verbandlichen Miteinander stellte Matthias Bremkens, Vorsitzender des BVZ, in den Fokus seines Rückblicks auf zwölf intensive Monate in der internen Delegiertenversammlung. Hervor hob er insbesondere das Krisenmanagement zum Auftreten von gentechnisch veränderten Petunien, die Aktivitäten zu Quarantäneorganismen, zur Pflanzengesundheit und der Risikovorsorge für Gartenbauunternehmen. Die Diskussion um invasive Arten und die daraus entstehenden Konsequenzen für Anbau und Vermarktung, die Hartnäckigkeit im Kampf um den Erhalt des IGZ in Erfurt und die vollumfängliche Umsetzung der zugesagten Förderung im Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau waren ebenfalls Schwerpunkte.

„Im ZVG haben momentan die anstehenden Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung oberste Priorität", so ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Bei 50 Unterverhandlungsführern sei es nicht einfach, die Positionen der Branche an den richtigen Stellen zu platzieren. Mit der bewussten Entscheidung, sich in dem Aktionsbündnis ländlicher Raum zu engagieren, gelte es jetzt die richtigen Weichen zu stellen und sich für ein starkes Landwirtschaftsministerium einzusetzen.

Kommunikation, Transparenz und Wissenstransfers waren die wichtigsten Schlagworte in der Diskussion mit Vertretern von Fach- und organisiertem Handel um die richtigen Strategien für die Zierpflanzenproduktion 2030. „Sie müssen Ihr großes Expertenwissen mit uns teilen“ forderte Andreas Löwer, aus Sicht eines Fachgartencenterunternehmers, seine Produktionskollegen auf. Der Verbraucher brauche im Angebotsdschungel einen Kompass, den wir gemeinsam liefern müssen. Auch für Jan Neumann und Tobias Theuerkauf, als Vertreter der Rewe Group, steht eine strukturierte Kommunikation einerseits zum Produzenten und andererseits zum Verbraucher ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Einführung von flächendeckenden Eigenmarken, die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten, die Forderung nach sicheren Produkten und die Vermarktung von ausschließlich zertifizierter Ware – ab 1. Januar 2018 auch mit Sozialstandards -, die Optimierung der Wertschöpfungskette und die Umsetzung von Produktinnovationen am Point of Sale sind ihre Visionen.

Einen Blick auf den Verbraucher haben Daniel Pascal Klaehre, Würzburg, und Heidi Hecht vom Gründen Medienhaus geworfen. In einer Präferenzanalyse hat Klaehre ermittelt, wie sich Labels auf die Kaufentscheidung auswirken. Eine Kombination von Fairtrade und BIO erreichte die höchsten Präferenzwerte, so Klaehre. Wie die Sozialen Medien den Online-Handel beeinflussen, erläuterte Hecht den Teilnehmern. Der Gartenmarkt zeige einen starken Anstieg im Onlinehandel. Branchenfremde Start-ups entdecken Marktlücken für sich und positionieren sich mit Konzepten online, dieses Spielfeld dürfe nicht der Konkurrenz überlassen werden.

 

Dr. Andreas Becker, von der bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim konnte den Delegierten erste Ergebnisse der Studie zur „Typologisierung der bayerischen Freizeitgärtner 2016/2017“, zur Zielgruppen-Zugehörigkeit und zu ihren Motiven vorstellen. Es ist bundesweit die erste Studie, die sich mit dem Freizeitgartenbau auseinandersetzt. Sie liefert auch dem Produktionsgartenbau wichtige Erkenntnisse für die strategische Planung.

Auf Beschluss der Delegiertenversammlung wird die nächste Herbsttagung vom 11. bis 13. Oktober 2018 in Niedersachsen stattfinden.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BVZ/Harring
Die Referenten der BVZ-Herbsttagung in Würzburg.
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Vorstand des Bundesverbandes Zierpflanzen neu aufgestellt

Wahlen zur Herbsttagung des BVZ in Würzburg

(ZVG/BVZ) Im Rahmen der Herbsttagung des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) wurden Frank Werner, Bonn, und Thomas Viehweg, Issum, für die nächste Periode von drei Jahren erneut in den Vorstand des BVZ gewählt. Als neue Vorstandsmitglieder konnten Bert Schmitz, Kerken, zuvor Vertreter des BVZ im ZVG- Ausschuss für Bildungspolitik und Berufsbildung, und Stefan Fleischle, Vaihingen, gewonnen werden. In die Position des Vertreters von Bildungsfragen des BVZ wurde Christoph Schönges, Korschenbroich, gewählt.

Aus Altersgründen schied Helmut Peters, Kevelaer, nach zwölf Jahren Zugehörigkeit, aus dem Vorstand des BVZ aus. Peters wurde von Präsident Jürgen Mertz für sein herausragendes Engagement mit der Ehrennadel in Gold des ZVG ausgezeichnet.


Innovative Köpfe für den Gartenbau gesucht!

BMEL schreibt Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2018 aus

(BMEL/ZVG) Hervorragende, beispielgebende Innovationen im Gartenbau werden auch im kommenden Jahr wieder vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem „Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2018“ ausgezeichnet. Ab sofort können sich gartenbauliche Unternehmen oder Firmen aus vorgelagerten Bereichen bis zum 15. März 2018 beim BMEL oder beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) anmelden.

Bewerben kann sich jedes Unternehmen aus den Bereichen Gemüsebau, Obstbau, Baumschule und dem Zierpflanzenbau. Auch Firmen aus den vorgelagerten Bereichen, welche Gartenbauprodukte herstellen oder damit handeln und Hersteller von Produkten und Zubehör sind aufgerufen. Ebenso sind andere Einrichtungen, die für den Gartenbau innovativ tätig sind und nicht der öffentlichen Hand angehören, angesprochen.

Es sollte sich um eine Innovation pflanzenbaulicher, züchterischer, technischer, kulturtechnischer oder betriebswirtschaftlicher Art handeln. Aber auch beispielhafte Kooperationen und Unternehmenskonzepte oder eine Kombination aus diesen Merkmalen sind gefragt.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von einer Bewertungskommission in den Kategorien Pflanzen, Technik, Kooperation/ Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte vergeben. Die Höhe des Geldbetrages richtet sich nach dem Innovationswert der Bewerbung. Jeder Preisträger erhält maximal 7.500 Euro.

Die eingegangenen Bewerbungen werden von der Bewertungskommission beurteilt. Die Entscheidung dieser Kommission ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preisträger werden durch den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft oder seinem Vertreter im Amt ausgezeichnet.

Jährlich wird der Innovationspreis im Rahmen des Deutschen Gartenbautages des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) durch das BMEL verliehen.

Mehr Informationen zur Verleihung des Innovationspreises 2017 durch den Bundeslandwirtschaftsminister, Christian Schmidt auf der IGA Berlin gibt es unter:
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Die Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.bmel.de im Bereich „starke Landwirtschaft“ in der Rubrik Pflanzenbau unter „Gartenbau“ verfügbar oder können direkt beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) angefragt werden.

Senden Sie Ihre Bewerbung an das KTBL in der Bartningstraße 49 in 64289 Darmstadt oder per E-Mail an gartenbau@ktbl.de.

Einsendeschluss ist der 15. März 2018.


Goldene Ehrennadel des ZVG für Helmut Peters

(ZVG/BVZ) Im Rahmen der Herbsttagung des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) wurde Helmut Peters aus Kevelaer für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement vom Präsidenten des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) Jürgen Mertz mit der Ehrennadel in Gold des ZVG ausgezeichnet. Aus Altersgründen schied Peters nach zwölf Jahren aus dem BVZ-Vorstand aus.

Helmut Peters wurde im September 1995 in den Vorstand der Vereinigung deutscher Blumenmärkte (VDB) gewählt. Schon 1997 übernahm er dessen Vorsitz und hatte diesen bis zur Auflösung 2006 inne. Seit 2005 war Peters ständiges Mitglied des BVZ-Vorstandes und schied nun nach zwölf Jahren aus Altersgründen aus.

Im BVZ hat Peters den Bogen zwischen Vermarktung und Produktion geschlagen. Peters ist selbst Inhaber einer Baumschule. So ist es ihm gelungen, die nicht immer einfache Verbindung zwischen der direkten Vermarktung auf den Großmärkten und der indirekten Vermarktung herzustellen. Insbesondere in der schwierigen Zeit der Abwicklung der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte e. V. (VDB) hat Helmut Peters immer wieder die Rolle des Vermittlers eingenommen. So hat er sich für den Dialog zwischen den Vermarktungseinrichtungen und ihrer Zukunft im Verband eingesetzt.

Matthias Bremkens, Vorsitzender des BVZ, bedankte sich bei Helmut Peters für seinen Einsatz und die vielen Jahre der immer positiven Zusammenarbeit.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BVZ/Harring
Im Rahmen der Herbsttagung des BVZ wurde Helmut Peters aus Kevelaer für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement mit der Ehrennadel in Gold des ZVG ausgezeichnet. (v.l.n.r. Bremkens, Mertz, Peters)
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Schon jetzt einplanen: Tage der Taglilie 2018

Staude des Jahres 2018 mit Sortenvielfalt, Postern und Faltblättern des BdS inszenieren

(ZVG/BdS) Taglilien wecken den Sammlertrieb bei Gartenfreunden. Das Sortiment der Staude des Jahres 2018, der Hemerocallis, ist mit über 80.000 Sorten einfach überwältigend - einfache und gefüllte Blüten, gerüscht, gewellt, trichter-, stern-, schalen- oder spinnenförmig in Weiß, Gelb, Orange, Rot, Violett, Purpur, Creme, Pink, Lavendel und fast Schwarz. Auch in der Höhe variiert die Taglilie mit 30 Zentimeter bis zu 1,50 Meter. Tage der Taglilie mit vielen verschiedenen Sorten für Kunden zu inszenieren, ist ein attraktiver Verkaufsanlass. Taglilienblüten sind zudem essbar. Gelbe oder orange und kleinblütige Taglilien schmecken in der Regel duftiger und aromatischer. Die erforderliche Sortenvielfalt für Taglilien-Tage bieten Staudengärtner.

Ansprechendes und informatives Werbematerial bietet der Bund deutscher Staudengärtner. Mit den laminierten Plakaten in A1 und A4 wird zum Verkaufsort hingewiesen und dieser markiert. Die attraktiv gestalteten Plakate sind eine willkommene und aktuelle Hintergrunddekoration für den Staudenverkauf. Das Faltblatt ist ein passendes Giveaway.

Die Plakate kosten in A1 4,30 Euro, in A4 1,50 Euro, die Faltblätter je 100 Stück 7,40 Euro zzgl. MwSt., Porto und Verpackung.

 

Kosten Produktion

Kundenpreis

Auflage

Plakat A1, 1 Stk.

3,02 Euro

4,30 Euro

350

Plakat A4, 1 Stk.

2,17 Euro

1,50 Euro

250

Faltblatt, 100 Stk.

3,20 Euro

7,40 Euro

250

Nähere Informationen zu Hemerocallis, den Werbemitteln und die Bestellkonditionen finden Sie auch auf:
[Link herunterladen]

Das Plakat kann hier heruntergeladen werden:
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Das Faltblatt steht hier zum Download:
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Risikomanagement verbessern

Bundesausschuss Obst und Gemüse tagt in Berlin

(BOG/ZVG) Am 24. und 25. Oktober 2017 tagte in Berlin der Bundesausschuss Obst und Gemüse. Am 24. Oktober 2017 fand zum ersten Mal eine gemeinsame Sitzung des Fachausschusses Obst, Gemüse und Gartenbauwirtschaft des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) mit dem Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) statt. Auf dieser Sitzung wurden die Themen von der gemeinsamen Marktorganisation über QS frisches Obst und Gemüse bis hin zur Einschätzung der Marktsituation behandelt. Mit diesem neuen Format der Sitzung können Synergieeffekte genutzt werden.

Bei der gemeinsamen Marktorganisation und bei der gemeinsamen Agrarpolitik diskutierten die Mitglieder beider Ausschüsse intensiv mit Dr. Friedrich-Wilhelm Kuhlmann vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die anstehenden Änderungen. In der Bewertung des Trilogergebnisses zu den Änderungen in der gemeinsamen Agrarpolitik wurde übereinstimmend festgestellt, dass die beschlossenen Änderungen mehr redaktionellen Charakter und qualitativ kaum Auswirkungen auf die deutschen Erzeugerorganisationen haben. Darüber hinaus steht zu vergegenwärtigen, dass die EU-Kommission in den nächsten Tagen eine Mitteilung zur Reform der gemeinsamen Marktpolitik für die Zeit nach 2020 vorlegen wird.

Mit Wilfried Kamphausen von QS wurden die Neuerungen für den Leitfaden Obst, Gemüse und Kartoffeln sowohl für die Stufe der Erzeugung als auch des Großhandels diskutiert. Bei der Erzeugung ergibt sich im Wesentlichen nur eine Änderung durch eine erforderliche Anpassung an die Inhalte der neuen Düngeverordnung. Bei der Stufe Großhandel folgt eine Ausgliederung des Logistikteils. Für Erzeugerorganisationen mit eigenem Fuhrpark ändert sich dadurch allerdings nichts.

Helwig Schwartau stellte den Markt für Obst und Gemüse in den Mittelpunkt der Diskussion. Dabei stand insbesondere der Start in die laufende Apfelsaison im Vordergrund, die unter den Eindrücken der Frostschäden nur mit einer kleinen Ernte in dieser Saison zur Verfügung steht.

Dr. Christian Weseloh informierte die Teilnehmer des BOG und des DRV-Fachausschusses aktuell über die Kampagne „Deutschland – Mein Garten“ mit den Marketing- und Promotionsmaßnahmen für Obst und Gemüse.

Auf der Arbeitssitzung des Bundesausschusses Obst und Gemüse am 25. Oktober 2017 war die Erntesituation insbesondere beim Obstbau ein Schwerpunkt. Die Frostschäden haben hier zu einer der kleinsten Apfelernten, aber auch Steinobsternten seit den 90er Jahren geführt. Mit nur 550.000 Tonnen Äpfeln erwarten die Mitglieder des BOG um fast die Hälfte weniger Äpfel als im letzten Jahr. Im Wesentlichen wurde diese kleine Ernte durch die Frostschäden im April verursacht. Die Mitglieder des BOG fordern deshalb von Bund und Ländern für die Zukunft ein verbessertes Risikomanagement. Dieses Risikomanagement, so die Mitglieder des BOG, braucht neben den direkten Entschädigungszahlungen für die besonders betroffenen Betriebe in diesem Jahr auch für die Zukunft insgesamt ein besseres Risikomanagement für Sonderkulturen. Dafür ist neben der Eigenvorsorge der Betriebe die Unterstützung des Staates erforderlich. Um das Risiko für die Betriebe zu reduzieren, sind Instrumente wie steuerliche Risikorückstellungen, von den Bundesländern geförderte Versicherungslösungen für Kern- und Steinobst gegen Frost, als auch Investitionsförderungen für Frostschutzberegnungsanlagen über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes zu implementieren.

Beim Pflanzenschutz standen die aktuellen Ausgangssituationen bei Glyphosat und den Neonicotinoiden im Mittelpunkt. Bei Glyphosat erwarten die Mitglieder des BOG am 25. Oktober 2017 bestimmte Weichenstellungen in Brüssel. Dabei sind die Aussichten derzeit wenig optimistisch. Bei den Neonicotinoiden sind die Prognosen für die Zulassung dieser Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln ebenfalls als schwierig zu beurteilen. Insgesamt, so die Einschätzung des BOG, wird es für den Pflanzenschutz in der Zukunft auf Grund der immer stärkeren und strikteren Regulierungen immer schwieriger werden. Dies auch vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Sondierungsberatungen für die zukünftige Bundesregierung als Koalition von CDU/CSU, Grünen und FDP. Gerade bei der Landwirtschaft, auch darüber waren sich die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse einig, stehen dabei harte Verhandlungen an, weil die Positionen sehr unterschiedlich sind. Die Mitglieder des BOG sprechen sich hier für ein starkes Ministerium für den ländlichen Raum auch in Zukunft aus. Die Verlängerung des Verbundvorhaben Lückenindikationen bis zum August 2020 stellten die beiden Projektleiter Dr. Hans-Joachim Brinkjans und Dr. Hans-Dieter Stallknecht den Mitgliedern des BOG vor. Die Mitglieder des BOG begrüßen das Verbundvorhaben als wichtigen Baustein, um auch künftig breit aufgestellt zu sein, um die Indikationslücken im Pflanzenschutz im Obst- und Gemüsebau bestmöglich schließen zu können. Weitere Themen der Arbeitssitzung des Bundesausschusses Obst und Gemüse waren der Mindestlohn sowie die Umsetzung der Düngeverordnung. Zum Mindestlohn forderten die Mitglieder des BOG ganz klar eine Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie eine unbefristete Fortführung der drei Monate bzw. 70-Tage-Regelung bei kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen über 2018 hinaus. Bei der Düngeverordnung erwarten die Mitglieder des BOG eine gleichgerichtete Umsetzung der Verordnung in den Bundesländern und sprechen sich zudem dafür aus, den bürokratischen Aufwand nach Möglichkeit durch eine praktikable Auslegungspolitik an die Erfordernisse der Praxis anzupassen.


Claus Henne-Wellner feiert 80. Geburtstag

(ZVG/BDC) Am 23. Oktober 2017 vollendete der Ehrenvorsitzende des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) e.V. im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) Claus Henne-Wellner aus dem niedersächsischen Dassel sein 80. Lebensjahr.

Claus Henne-Wellner war von 1977 bis 1998 engagierter Vorsitzender des BDC. Unter anderem hatte Henne-Wellner sich nach der 1986 erlebten Tschernobyl-Katastrophe erfolgreich dafür eingesetzt, dass die deutschen Champignonanbauer entschädigt wurden. Deren Produkte waren in den geschlossenen Kulturräumen nicht radioaktiv belastet. Auf Bundesgartenschauen und zur Internationalen Grünen Woche in Berlin wurden unter seiner Leitung temporäre Ausstellungsbeiträge mit Speisepilzen präsentiert. Die sehr angenehme und konstruktive Zusammenarbeit mit Claus Henne-Wellner bleibt unvergessen. Selbst in schwierigen Zeiten oder Konfliktsituationen konnte er in seiner ausgleichenden und diplomatischen Vorgehensweise Zielkonflikte im Verband souverän lösen.

Franz Schmaus, Michael Schattenberg, Michael Böging und Jochen Winkhoff sowie die Mitglieder des BDC wünschen Claus Henne-Wellner alles Gute.


Tagung des Junggärtner-Hauptamts in Bad Nauheim

AdJ-Jahrestagung mit neuen Gesichtern

(AdJ/ZVG) Mit der Verbandsreferentin Katja Herr aus Hessen, Geschäftsführerin Anne Schmidt aus Rheinland-Pfalz und dem Geschäftsführer Benedikt Meurer aus Nordrhein-Westfalen, waren drei neue Gesichter bei der Hauptamtstagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) e. V. dabei. Die zweitägige Veranstaltung fand am 19. und 20. Oktober in Bad Nauheim statt.

Die restlichen Hauptamtlichen reisten aus Baden-Württemberg, Bayern und der Bundesgeschäftsstelle an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisierten die aktuelle Sachlage in den jeweiligen Landesverbänden, sprachen über Verbandsentwicklung und Problemlösungen und trieben den Plan eines noch stärkeren Austauschs untereinander voran.

Die aktuellen Sachstände der beiden Junggärtner-Netzwerke aus Obstbau und GaLaBau wurden vorgestellt. Weiterhin wurden der zukünftige Ablauf des Berufswettbewerbes und die Arbeitsabläufe mit der neuen Homepage besprochen. Jetzt heißt es, die letzten Feinschliffe vorzunehmen und Inhalte einzupflegen, damit nach der Bundesgruppenseite auch die neuen Seiten der Landesverbände online gehen können.

Die geplante Roadshow, die im kommenden Jubiläumsjahr der Junggärtner stattfindet, wurde detailliert besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt. Das 90-jährige Vereinsbestehen wird im kommenden Herbst im Stuttgarter Raum, gemeinsam mit der Roadshow, seinen Höhepunkt in Form eines Junggärtner-Festivals finden. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) ist Sponsor der Roadshow und unterstützt diese inhaltlich.

Bildunterschrift/ Download: Foto: AdJ
Die Tagungsteilnehmer der AdJ-Jahrestagung in Bad Nauheim.
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„Beet sucht Freund“

Freundeskreis der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 e. V. sucht Beetpaten

(BUGA Heilbronn 2019/ZVG) Nach der ersten Aktion „Unsere Bäume für Heilbronn“ ruft die nächste grüne Offensive des Freundeskreises der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 e. V. Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Beet sucht Freund“ nun dazu auf, ein kleines Stück Grün in Heilbronn selbst zu gestalten, zu bepflanzen und zu pflegen.

Das Prinzip von „Beet sucht Freund“ ist schnell erklärt. An Gehwegen, Straßen, vor der Haus- oder Ladentür finden sich in Heilbronn immer wieder Grünflächen, die sich über „Blühendes Leben“ freuen würden. Hier sind die Beetpaten gefragt. Sie gestalten das von ihnen ausgesuchte Beet in Abstimmung mit dem städtischen Grünflächenamt und tragen so aktiv dazu bei, dass Heilbronn noch grüner und blühender wird. „Mit der Aktion ‚Beet sucht Freund‘ wollen wir alle Heilbronnerinnen und Heilbronner ansprechen und ihnen die Möglichkeit geben, sich gärtnerisch voll auszuleben – am besten direkt vor ihrer Haustüre“, erklärt Hartmut Weimann, erster Vorsitzender des Freundeskreises der Bundesgartenschau Heilbronn e. V.

Unterstützung bei der Auswahl von geeigneten Standorten und Pflanzen für das neue Beet erhalten künftige Beetpaten von Mitarbeitern des städtischen Grünflächenamtes. Außerdem wird ihnen die Erstausstattung für die Bepflanzung kostenlos zur Verfügung gestellt, wie auch ein Beetpatenschild und eine Urkunde über die Patenschaft. „Neben der Aktion Stadtgrün, die in allen Heilbronner Stadtteilen weitere grüne Akzente setzt, ist das Projekt ‚Beet sucht Freund‘ eine hervorragende Möglichkeit, wie sich Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen können“, findet Hans-Peter Barz, Leiter des Heilbronner Grünflächenamtes.

Mitglieder des Freundeskreises der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 e.V. gingen heute Nachmittag bereits mit gutem Beispiel voran. In der Wollhausstraße bepflanzten sie ein Beet unter anderem mit Fetthenne und Narzissen und werden sich auch in Zukunft um dessen Pflege kümmern. „Wir wollen mit diesem ersten Beet auf unsere Aktion aufmerksam machen und viele Beetpatinnen und Beetpaten dafür begeistern“, erklärt Weimann.

Bildunterschrift/ Download: Foto: Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH
Die grüne Offensive des Freundeskreises der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 e. V. ruft Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Beet sucht Freund“ dazu auf, ein kleines Stück Grün in Heilbronn selbst zu gestalten, zu bepflanzen und zu pflegen.
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DBG-Praxisforum am 5. Dezember in Bonn

Reichweite erzielen - Kooperationen, Sponsoring und Stiftungen im Grünmarketing

(ZVG/DBG) Das Praxisforum der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) will am 5. Dezember 2017 mit Beiträgen über Kooperationen, Sponsoring und Stiftungen im Grünmarketing aufzeigen, wie sich Reichweiten in die betreffenden Besucher-Zielgruppen vergrößern lassen und welches finanzielle Potential in der Zusammenarbeit mit möglichen Kooperationspartnern liegt.

Das Engagement von Förderern, gemessen an der gesellschaftlichen Bedeutung von Grün, steht oft hinter dem Sport oder der Kultur zurück. Was ist also zu tun, um die „grüne Szene“ mit Stiftern und Förderern besser zu vernetzen? Über Kooperationen, das Sponsoring und viele Stiftungen in Deutschland lassen sich neue Marketingkanäle für Gartenschauen und spätere daraus entstehende Parks erschließen. Kooperationspartner können aber auch zur Finanzierung von komplexen grünen Großveranstaltungen, Garten-Festivals bis hin zu Public Viewings und Kunstinstallationen im Grün beitragen. Im Idealfall ergibt sich eine Win-win-Situation für den Ausführenden der Gartenschau/des Gartenfestivals/den nachmaligen Betreiber des Parks wie für den Kooperationspartner – regional und bundesweit. Umso wichtiger ist die rechtzeitige, sinnvolle Einbindung von Sponsoren und Partnerunternehmen in die finanzielle und inhaltliche Planung.

Von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu Konzernen als Haupt- und Premiumsponsoren sind die Möglichkeiten und Motivationsgründe ganz unterschiedlicher Natur. Wie findet man überhaupt Mäzene und Spender und wie geht man mit ihnen um? Warum ist die eigene fundierte Zielgruppenanalyse vor dem ersten Schritt so wichtig, wo sind Schnittmengen mit dem Partner? Unsere Referenten berichten aus der Praxis vom gegenseitigen Nutzen, der praktischen Zusammenarbeit und vertrauensbildenden Komponenten im Sponsoring. Wir beleuchten aber auch aktuelle steuerliche Rahmenbedingungen für Geber und Bedachte.

Und natürlich spielen digitale Netzwerke in dieser Thematik eine große Rolle. Teilnehmer erfahren, wie eine Kooperation über Social Media wirkt und wie sie die regionale wie überregionale Vernetzung und Identifikation mit einer Gartenschau, mit dem grünen Freiraum stärken kann.

Zielgruppe: Veranstalter von Landes- und Bundesgartenschauen, Gartenfestivalbetreiber, Grünflächenamtsleiter, Mitarbeiter in Stiftungen, in privaten Parks, von Open-Air-Locations, das Management von Gartenschau-Gesellschaften (Marketingleitung, Vertrieb, Kommunikation), Vertreter aus Kommunal-Verwaltungen und Genehmigungsbehörden sowie Vertreter aus Stiftungen und von Kooperationen, die an einer Zusammenarbeit mit Veranstaltern zukünftig interessiert wären.

Termin und Ort: Bonn, 5. Dezember 2017 im DERAG LIVINGHOTEL Kanzler, Bonn.

Informationen: Der Programmflyer und die Anmeldung stehen auf der Internetseite www.bundesgartenschau.de unter der Rubrik „Über die DBG/Veranstaltungen“ zum Download bereit.

Der Flyer kann auch hier heruntergeladen werden:
[Flyer herunterladen]


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