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Informationsdienst

Infodienst Nr. 45 vom 02.11.2017

ZVG-Bundesfortbildungstagung für Ausbildungsverantwortliche 2017 in Grünberg

(ZVG) Vom 27. bis 29. Oktober 2017 brachte der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) mit der Bildungsstätte Gartenbau Verantwortliche für die gärtnerische Ausbildung zur Bundesfortbildungstagung in Grünberg zusammen. Berufsschullehrer, Ausbilder und Ausbildungsberater der zuständigen Stellen bekamen so eine einmalige Möglichkeit eines bundesweiten Austauschs im Bereich der Ausbildung.

Mit der diesjährigen Tagung wurde vom ZVG das gegenwärtig viel diskutierte Thema der Digitalisierung aufgegriffen. Konkret ging es dabei um die Nutzung von digitalen Medien wie Smartphones, Tablets und VR-Brillen in der Aus- und Weiterbildung zur Veränderung und Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen. Mit Referenten wie Holger Strunk von der LVG Heidelberg und Isabelle Lampe aus Neustadt an der Weinstraße wurden aktuelle Projekte im Bereich des bereits digital Möglichen im Gartenbau gezeigt. Dabei wurden gärtnerisch nützliche Apps vorgestellt und in Workshops vertieft.
Referenten aus dem Ulmer-Verlag warfen einen Blick in die nahe Zukunft. Sie stellten zum ersten Mal in breiter Öffentlichkeit das entwickelte Lernmanagementsystem (LMS) für Azubis und Berufsschullehrer vor. Das LMS befindet sich in der Fertigstellung, eine offizielle Präsentation ist für die kommende Internationale Pflanzenmesse (IPM) in Essen geplant.
Abgerundet wurde das Thema durch die Präsentation des Social Media Einsatzes in der ZVG-Nachwuchswerbung und der VR-Brille als neues digitales Marketinginstrument durch die Nachwuchswerbekoordinatorin des ZVG Anja Hübner.

Als zweiter Schwerpunkt wurde das Thema „Gute Ausbildung“ beleuchtet. Anselm Kreh, Dozent für Arbeitspädagogik, gab den Teilnehmern Einblicke in arbeitspädagogische Ansätze, um Schwierigkeiten im Ausbildungsalltag zu vermeiden. Im vertiefenden Workshop wurden aktuelle Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag der Ausbildungsverantwortlichen besprochen und Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Um über den Tellerrand der eigenen Fachrichtung zu blicken, hatten die Ausbildungsverantwortlichen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen bei der diesjährigen Tagung die Möglichkeit, sich über aktuelle fachliche Themen des Gartenbaus zu informieren. So unter anderem mit Themen wie dem Erkennen und Kontrollieren von Rasenkrankheiten und -schädlingen, vorgestellt von Dr. agr. Harald Nonn, dem Vorsitzenden der Deutschen Rasengesellschaft, über die Entstehung einer neuen Phalaenopsis-Sorte durch Jörg Heyduk Ausbilder im Betrieb Bremkens Orchids, über den New German Style für den Hausgarten durch den Staudengärtner vom Rödelsee, Till Hofmann sowie über die aktuellen Gehölze durch Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Abschließend gab es einen Einblick in die gärtnerische Jugendarbeit des Netzwerks junger Obstbauern und in die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner sowie die Bildungsarbeit des ZVG.

Bildunterschrift/ Download: Foto: ZVG/Chvartsman
Ein Blick ins Plenum - Ausbildungsverantwortliche bilden sich fort.
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6. Baumpflegemesse des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger

Fachseminar und Jahreshauptversammlung am 21. April 2018 in Grünberg

(ZVG/FgB) Am 21. April 2018 lädt der Fachverband geprüfter Baumpfleger (FgB) zur 6. Baumpflegemesse nach Grünberg ein. Aussteller können damit den Branchentreff der Baumpfleger vom 20. bis 22. April mit Fortbildungsseminar und Jahreshauptversammlung des Fachverbandes für ihre Präsentation nutzen.

Die Fachbesucher aus Baumpflege, Garten- und Landschaftsbau, Behörden und Institutionen widmen das Wochenende dem intensiven fachlichen Austausch und sind an innovativen Ideen und Produkten interessiert. Ein großes Freigelände bei der Bildungsstätte Gartenbau ermöglicht neben Produktausstellungen auch Praxisbeispiele.

Erwartet werden Aussteller des Baumpflegebedarfes und der Baumkontrollgeräte, von Motorsägen, Häckslern und Fräsen, zu Themen wie Pflanzung und Pflanzenschutz, Kronensicherung und Weiterbildung.

„Wir setzen nun die Tradition fort, den engen Dialog von aktiven Baumpflegern mit den Ausrüstern zu stärken“, erklärt Jörg Cremer, Vorsitzender des Fachverbandes. Die Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg wird zentraler Treffpunkt der bundesweit verteilten Mitglieder sein. Nach der Verlegung der Geschäftsstelle und den Neuwahlen des Vorstandes ist der neue Ort ein weiterer Impuls für eine aktive Verbandsarbeit.

Nähere Informationen sind unter www.baumpflegeverband.de nachzulesen.

Offene Fragen klärt die Geschäftsstelle gern unter boehmer@baumpflegeverband.eu.

Den Messeflyer finden Sie hier:
[Flyer herunterladen]

Die Anmeldeunterlagen können hier heruntergeladen werden:
[Anmeldung herunterladen]


Meldungen aus Europa – Monat Oktober

Mehrwertsteuer: EU-Kommission legt Reformvorschläge vor

Am 4. Oktober 2017 hat die EU-Kommission ihre Reformvorschläge für ein EU-Mehrwertsteuersystem vorgelegt. Mit dem Paket schlägt die Kommission vor, das derzeitige Mehrwertsteuersystem grundlegend zu verändern. Der Verkauf von Waren von einem EU-Land in ein anderes soll in gleicher Weise besteuert werden, wie der Verkauf von Waren innerhalb desselben Mitgliedstaats. Damit soll ein neues und endgültiges Mehrwertsteuersystem für die EU geschaffen werden.

Auf den grenzüberschreitenden Handel soll zwischen Unternehmen Mehrwertsteuer erhoben werden. Diese Art von Handel ist derzeit von der Mehrwertsteuer befreit. Zudem soll eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet werden. Mit dem neuen Mehrwertsteuersystem soll das Bestimmungslandprinzip gelten. Das bedeutet, der endgültige Betrag der Mehrwertsteuer wird stets an den Mitgliedstaat des Endverbrauchers entrichtet und entspricht dem in diesem Mitgliedstaat geltenden Satz.
Der ZVG hatte sich bereits im März an einer öffentlichen Konsultation zum Thema beteiligt, um insbesondere die Bedeutung und Notwendigkeit der Anwendung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf alle gärtnerischen Produkte herauszustellen. Außerdem wies der ZVG auf die unterschiedliche Besteuerung von kommunalen und privaten Dienstleistern hin, die insbesondere im Vergabewesen einen Wettbewerbsnachteil für private Anbieter, z.B. Friedhofsgärtnereien, darstellt.


EU-Parlament stimmt gegen Kriterien für hormonaktive Wirkstoffe

Das Europäische Parlament hat am 4. Oktober 2017 den Vorschlag der Kommission zur Festlegung von Kriterien für hormonaktive Wirkstoffe, sogenannte endokrine Disruptoren, im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln mehrheitlich abgewiesen.
Das EU-Parlament ist der Ansicht, dass die Kriterien nicht ausreichend und streng genug sind sowie detaillierter ausgearbeitet werden müssen. Die Abstimmung führt dazu, dass die wissenschaftlichen Kriterien, die von der Kommission vorgelegt und von den Mitgliedsstaaten angenommen wurden, nicht umgesetzt werden können.
Der ZVG hatte sich bereits im Juli 2016 an einer öffentlichen Konsultation zum Thema beteiligt und unter anderem gefordert, dass Resistenzbildung vermieden werden muss, wissenschaftliche Bewertungen Grundlage von (Wieder-)Zulassungen von Wirkstoffen sind, Bewertungen risikobasiert statt gefahrenbasiert erfolgen müssen und eine stärkere Berücksichtigung sozioökonomischer, bei Bewertungen nötig sind.


Düngemittel-Verordnung – Europaparlament stimmt über Verhandlungsmandat ab

Das Europäische Parlament hat am 24. Oktober 2017 seinen Bericht zu einer neuen EU-Düngemittel-Verordnung im Plenum verabschiedet und damit sein Verhandlungsmandat für Gespräche mit EU-Rat und Kommission festgelegt.
Im Bereich der umhüllten Langzeitdünger, die im Gartenbau eingesetzt werden, hat das EU-Parlament für die Abbaubarkeit von 90 Prozent der Polymere in umhüllten Langzeitdüngern innerhalb von 48 Monaten nach dem Ende der auf dem Etikett angegebenen Wirkungsdauer des Düngeprodukts gestimmt. Die Frist von 48 Monaten basiert aus Sicht des ZVG auf keiner wissenschaftlichen Grundlage. Positiv ist jedoch zu bewerten, dass diese Frist sowie weitere Formulierungen innerhalb dieses Paragraphen die Möglichkeit für die Düngemittelindustrie einräumen, geeignete Testmethoden zu entwickeln und sich entsprechend anzupassen. Das Ergebnis ist zudem weiterhin eine Verbesserung zu dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission, die eine Frist von 24 Monaten gefordert hatte. Der Rat hat sich bisher nicht auf ein Verhandlungsmandat geeinigt.
Der ZVG hat gegenüber den zuständigen Bundesministerien, der EU-Kommission und den EU-Abgeordneten darauf hingewiesen, dass der Abbau der Polymere langsamer als vorgegeben erfolgt, so dass die Forderung des Abbaus um 90 Prozent in zwei Jahren nicht erfüllt werden kann. Derzeit fehlten ausreichend wissenschaftlich basierte Daten, um den Abbau von Polymeren als Umhüllung von Düngemitteln ausreichend quantifizieren zu können.


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