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Informationsdienst

Infodienst Nr. 50 vom 07.12.2017

Von digitalen Medien bis Energieeffizienz im Gemüsebau

52. Grünberger Gemüsebautage vom 26. bis 29. November 2017

(ZVG) Vom 26. bis 29. November 2017 organisierte die Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) die 52. Grünberger Gemüsebautage.

Die Themen reichten vom Einsatz digitaler Medien in der Ausbildung, über die Zukunft des regionalen Knoblauchanbaus bis hin zu Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Folgen für Betriebsleiter. Aber auch die Unkrautregulierung mit Hilfe von modernen Steuerungssystemen in Gemüsekulturen und die optimale Energieverwertung im Gemüsebau waren Schwerpunkte der Tagung.

Was sich bei der neuen Bundesregierung an Änderungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen herauskristallisiert und auf was sich Betriebsleiter im Gemüsebau einstellen sollten, beleuchtete Romana Hoffmann vom Zentralverband Gartenbau. Dabei ging sie speziell auf die Beschäftigung von Mitarbeitern, Bargeschäfte und die Erbschaftssteuer ein.

Der Einsatz digitaler Medien in der Ausbildung und im Praxisbetrieb ist überwiegend fester Bestandteil im Gemüsebau. Bernd Hoffstedde von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für den Gartenbau (LVG) Heidelberg stellte beispielhaft am Einsatz von Drohnen vor, welche Möglichkeiten sich bieten, Beratern und Kollegen so schnelle Bestandsaufnahmen und präzise Diagnosen zu geben.

Vor dem Hintergrund der Reduktion von Herbiziden gewinnt alternative Unkrautregulierung an Bedeutung. Praxisnahe Alternativen zum Pflanzenschutzmitteleinsatz wurden an der LVG-Veitshöchheim mit Hilfe von modernen Steuerungssystemen in Gemüsekulturen erforscht. Jochen Kreiselmaier vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz zeigte die Vorteile eines professionellen Unkrautmanagements auf. Eine weitere Alternative bietet auch das Dämpfen der Erde. Der Ausweg aus dem potenziellen Verunkrautungsdruck der Vorkulturen hat die Vorteile der Rückstandsfreiheit und des sehr guten Wirkungsgrades.

Bildunterschrift/ Download: Foto: BfG
Vom 26. bis 29. November 2017 organisierte die Bundesfachgruppe Gemüsebau die 52. Grünberger Gemüsebautage.
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Staudengärtner produzieren umweltbewusst

Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner vom 6. bis 8. Februar 2018 in Grünberg

(ZVG/BdS) Staudengärtner produzieren schon immer umweltbewusst. Biologische Pflanzenschutzverfahren sind weit verbreitet in den Mitgliedsbetrieben. Zusammen mit dem Pflanzenschutzexperten Holger Nennmann möchte der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) bei seiner Tagung vom 6. bis 8. Februar 2018 in der Bildungsstätte in Grünberg die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Nützlingen im Freiland stärker erkunden.

Susanne Schulze von „Grün und Gruga“ wird über die nachhaltigen Staudenpflanzungen in der Grünen Hauptstadt Europas, Essen, referieren.

Bei Arbeitsunfällen ist oft nicht gleich abzusehen, welche Folgen diese für die Betroffenen haben. Wie Unfälle richtig gemeldet werden müssen und wie sie vor allem durch eine richtige Unterweisung zu vermeiden sind, wird Jörg Schwarz von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau den Teilnehmern berichten.

Ulrike Leyhe, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, wird am 7. Februar 2018 mit der Goldenen Ehrennadel des Bundes deutscher Staudengärtner ausgezeichnet. Sie hat unter anderem als technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten die Sichtung als zentrales Thema des BdS weiterentwickelt.

Der BdS bietet seinen Mitgliedern zudem eine fachspezifische Fortbildung zum Erhalt der Pflanzenschutz-Sachkunde an. Holger Nennmann, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, wird das anerkannte Seminar am 8. Februar 2018 leiten.

Nähere Informationen sind unter www.bund-deutscher-staudengaertner.de nachzulesen.

Das Programm können Sie hier herunterladen:
[Programm herunterladen]

Fragen beantwortet die Geschäftsstelle unter info@stauden.de.


Politische Meldung dieser Woche

EU entscheidet: Pennisetum setaceum ‘Rubrum‘ ist nicht invasiv

ZVG-Arbeit erfolgreich

(ZVG) Am 5. Dezember 2017 entschied der Verwaltungsausschuss Invasive Arten der EU-Mitgliedstaaten, dass Pennisetum setaceum ‘Rubrum‘ und davon abgeleitete andere Sorten zu der eigenständigen Art Pennisetum advena gehören. Somit fallen diese nicht unter die Vorschriften zu invasiven Arten der EU.

Der Ausschuss kam zu dem vorläufigen Ergebnis, dass Pennisetum setaceum 'Rubrum' als eigenständige Art mit dem Namen Pennisetum advena Wipff & Veldmann (oder Cenchrus advena) anzusehen ist. Damit wird die Art von der Listung als invasive Art nicht erfasst. Sie ist entsprechend zu kennzeichnen.

ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer hierzu: „Pennisetum ist eine wirtschaftlich wichtige Kultur. Die eindeutige Klärung, dass Pennisetum advena ‘Rubrum‘ nicht invasiv ist, begrüßen wir sehr. Das ist eine gute, aber längst überfällige Nachricht für unsere Betriebe.“

Der ZVG hatte mehrfach die Experten der EU zu invasiven Arten auf die wissenschaftliche Expertise hingewiesen, die der amerikanische Gräserexperte Dr. Joseph Wipff für den Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) erstellt hatte. Auch die DNA-Analysen an Pennisetum setaceum und an den Sorten ‘Rubrum‘, ‘Summer Samba’, ‘Sky Rocket’, ‘Fireworks’ und ‘Cherry Sparkler’ in den Niederlanden auf Initiative des niederländischen Gartenbauverbandes bestätigten dies.


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