Informationsdienst

Infodienst Nr. 7 vom 15.02.2018

Weiterhin hoher Handlungsbedarf beim Thema Ausbildung

Jährlicher Informationsaustausch des BdF-Arbeitskreises Ausbildung in Kassel

(ZVG/BdF) Am 6. Februar 2018 trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Ausbildung des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zum gemeinsamen Austausch. Vor allem die Umfrageergebnisse des Demografiepapiers zum Thema Ausbildungsbereitschaft wurden intensiv analysiert mit dem Fazit, dass es nicht nur zu wenig Ausbildungsanwärter gibt, sondern auch zu wenige Ausbildungsbetriebe.

Stefan Emert, Friedhofsgärtner aus Liederbach und neuer Vorsitzender des Arbeitskreises fordert mit Nachdruck, dass dem Thema Ausbildung weiterhin ein hoher Stellenwert in der verbandlichen Arbeit eingeräumt wird.

„Die Kunden schenken uns Friedhofsgärtnern ihr Vertrauen für die Pflege der Gräber über die gesamte Ruhefrist hinweg, meistens zwischen 15-25 Jahren. Wir müssen also heute sicherstellen, dass wir über diese Zeitspanne und darüber hinaus qualifiziertes Personal haben“, erklärt Stefan Emert. „Hier liegt harte Arbeit vor uns, denn wir müssen den Beruf attraktiver darstellen und Betriebe dazu motivieren, gut auszubilden“.

Hinter dem Demografiepapier steckt eine Abfrage von 248 gartenbaulichen Betrieben und ihrer generellen Einstellung zum Thema Ausbildung. Die Kernergebnisse der Umfrage belegen, dass Betriebe Schwierigkeiten haben, gute Auszubildende zu finden, aber auch, dass die verbandlichen Hilfsangebote dafür zu wenig genutzt werden. Zudem bewerten viele Betriebe den zu leistenden Ausbildungsaufwand als zu hoch. Die Umfrage zeigt ebenfalls, dass die Chancen geeignete Auszubildende zu finden durchaus höher stehen, sobald die verbandlichen Hilfsangebote von den Betrieben für die Nachwuchsgewinnung genutzt werden. Beispiele für Hilfsangebote sind die ZVG-Kampagne „Beruf Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ oder die friedhofsgärtnerische Kampagne „Ruhebewahrer“. Eine große Mehrheit der Betriebe spricht sich für eine Imageveränderung des Friedhofsgartenbaus durch eine positive und erhöhte Öffentlichkeitsarbeit aus.

Der Arbeitskreis Ausbildung verständigte sich darauf, mittels Umfragen bei friedhofsgärtnerische Institutionen zunächst weitere Erkenntnisse zu sammeln um daraufhin Handlungsfelder abzuleiten. Im Zentrum stehen dabei die beiden Fragen, wie Lehrkräfte in den allgemeinbildenden Schulen von Verbandsseite aus besser erreicht werden können und welche Qualifikationen sich Betriebsinhaber von ihren Mitarbeitern wünschen.

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Der neu gewählte Vorsitzende des BdF-Arbeitskreises Ausbildung, Stefan Emert (neben BdF-Vorsitzender Birgit Ehlers-Ascherfeld), fordert, dass dem Thema Ausbildung weiterhin ein hoher Stellenwert in der verbandlichen Arbeit eingeräumt wird.
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Qualitätszeichen Premium Gärtnerei auf gutem Weg

BVE-Vorstandssitzung vom 06. bis 07. Februar 2018 in Grünberg

(ZVG/BVE) Die Delegierten des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) trafen sich am 06. und 07. Februar 2018 in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg zur ersten Vorstandssitzung in diesem Jahr. Schwerpunktthemen waren das neue Konzept zum Anerkennungsverfahren zur Premium Gärtnerei, die Öffentlichkeitsarbeit und die Marketingbausteine für die Betriebe.

Dr. Gabriele Weimann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellte den Anwesenden den Bearbeitungsstand zur Neugestaltung des Anerkennungsverfahrens zur Premium Gärtnerei und den weiteren Ablauf in diesem Jahr vor. Ob der Sprung von der Theorie in die Praxis gelingt, sollen Probe-Anerkennungsprüfungen in ausgewählten Premium Gärtnereien zeigen. Die Geschäftsführer(innen) in den Gartenbau Landesverbänden werden im Anschluss mit den Neuerungen und Chancen des überarbeiteten Konzepts vertraut gemacht und haben Gelegenheit, ihre Anmerkungen einzureichen.

„Wir sind uns einig, dass das neue Anerkennungsverfahren ein gutes Werkzeug für die weitere Betriebsentwicklung einer jeden Einzelhandelsgärtnerei sein kann. Es zeigt jedem Mitgliedsbetrieb aufschlussreich, wo noch „Luft nach oben“ ist. Dabei geht es nicht mehr vordergründig um die Außendarstellung, sondern um eine breite, zukunftsgerichtete Aufstellung eines jeden Gartenbaubetriebes“, so Olaf Beier, Vorsitzender des BVE und selbst Inhaber einer Premium Gärtnerei.

Zum Start in die Beet- und Balkonsaison hat der BVE die Kommunikationselemente für die Einzelhandelsgärtnereien ausgebaut. Der BVE bietet nun noch mehr Bilder im Fotopool für das betriebseigene Marketing an. Mit der relaunchten Konsumentenwebsite www.ihre-gaertnerei.de und den Materialien der Branchenkampagne „Natürlich schöne Augenblicke“ haben die Mitgliedsbetriebe in den Gartenbau Landesverbänden vielfältige Möglichkeiten zur Verbraucheransprache.

„Es zeigt sich, wie wichtig Grün in vielerlei Hinsicht im Alltag der Verbraucher ist. Schon jetzt haben viele einfach Lust auf frisches Grün und duftende Blüten. Wir starten mit Schwung in die Beet- und Balkonpflanzensaison“, so Olaf Beier.

Auch der aktuelle Stand der gemeinsam geleisteten politischen Arbeit von ZVG und BVE war ein übergeordnetes Thema der Sitzung. Gerade die Arbeit im Themenfeld „Invasive Arten“ macht deutlich, dass eine Interessensvertretung für den gärtnerischen Fachhandel von großer Bedeutung ist. Um die Mitgliedsbetriebe auch weiterhin in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, wird der BVE demnächst die aktualisierten Merkblätter zum Thema Datenschutz zur Verfügung stellen.

Olaf Beier beglückwünschte Hans-Jürgen Weese, Delegierter des Wirtschaftsverbandes Gartenbau e.V., zu seinem zehnjährigen Jubiläum im BVE-Vorstand. Als neues Mitglied im BVE-Vorstand konnte er Karoline Kreuzer, Landesverband Gartenbau im Saarland e.V., begrüßen.

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Der Vorstand des BVE mit der neuen Delegierten Karoline Kreutzer (vorn links) und Dr. Gabriele Weimann (vorn Mitte).
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Olaf Beier, Vorsitzender des BVE, gratulierte Hans-Jürgen Weese zum zehnjährigen Jubiläum.
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Gute Wirtschaftslage, aufwändige und nachteilige Gesetzeslage

BdS-Vorsitzender: Kostenbelastung darf Zukunft der Branche nicht gefährden

(ZVG/BdS) Von einer, im bundesweiten Überblick, positiven Saison für Gartenstauden berichtete der Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), Michael Moll, bei der Mitgliederversammlung am 7. Februar 2018 im Rahmen der BdS-Wintertagung vom 6. bis 8. Februar 2018 in Grünberg.

Die gute Konjunktur und Bautätigkeit unterstützten den Absatz. Die Verknappung des Frachtangebotes und deutliche Steigerungen bei den Logistikkosten führen hingegen eindeutig dazu, dass die Zeiten der frachtfreien Auslieferung zu Ende gehen müssen, betonte Moll. Ohne entsprechendes Betriebseinkommen können Fachkräfte nicht mehr angemessen bezahlt werden und drohen der Branche gänzlich verloren zu gehen. Der BdS-Vorsitzende sprach auch die Probleme für Produktion und Absatz an. Diese entstünden dadurch, dass „Deutschland sich auch weiterhin als Musterknabe der EU versteht und die Gesetze und Verordnungen aus Brüssel oft mit Zusatzerschwernissen für den deutschen Gartenbau umsetzt.“

Zu den Auswirkungen des neuen Verpackungsgesetzes für den Gartenbau informierte der Umweltreferent des ZVG, Dr. Hans Joachim Brinkjans. Er riet dazu, den Pflichten laut Verpackungsverordnung und künftig des Verpackungsgesetzes nachzukommen und sich an einem dualen System zu beteiligen. Der ZVG bietet mit dem Rahmenvertrag bei der Landbell GmbH eine Kostenersparnis. Außerdem wies er darauf hin, sich künftig rechtzeitig bei der zentralen Stelle Verpackungsregister zu registrieren und die in Verkehr gebrachten und lizenzierten Mengen fristgerecht zu melden.

Sicherheitswidriges Verhalten sollte umgehend korrigiert werden, damit nicht der Eindruck entstehe, dies werde vom Unternehmer schweigend toleriert, riet Jörg Schwarz von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, Kassel. Er gab den BdS-Mitgliedern einen Überblick über die Vermeidung und Meldung von Arbeitsunfällen.

Klimaveränderung und künftig fehlende Fungizide gegen Wurzelkrankheiten werden die Kultur von Stauden künftig vor neue Herausforderungen stellen, berichtete Holger Nennmann von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den über 50 Teilnehmern der BdS-Wintertagung. Seine Anregungen zu biologischen Pflanzenschutzverfahren in Staudenbetrieben nahmen die Staudengärtner mit Interesse auf, die sich mit ihrem Kompetenzzeichen ohnehin einer ressourcenschonenden Produktion verpflichtet haben. Pflanzenschutzexperte Nennmann führte im Anschluss an die Tagung auch das Fortbildungsseminar zum Erhalt der Pflanzenschutz-Sachkunde speziell für Staudengärtner durch.

Die Hausmesse wurde erstmalig mit der Vorstellung von Firmen im Plenum als „speeddating“ mit anschließenden Gesprächen umgesetzt und soll in dieser auflockernden Form fortgesetzt werden.

Die Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner findet 2019 vom 5. bis 7. Februar statt.

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Der BdS-Vorsitzende Michael Moll plädierte in seinem Saisonrückblick u.a. für eine angemessene Bezahlung der Fachkräfte.
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Holger Nennmann leitete zum zweiten Mal das Seminar zum Erhalt der Pflanzenschutz-Sachkunde bei den Staudengärtnern und wird für seine Impulse sehr geschätzt.
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Der gute Kontakt zu den Zulieferfirmen wurde bei der neuen Form der Hausmesse als Kurzpräsentation im Plenum noch informativer und persönlicher.
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Nachhaltige Staudenpflanzungen erhöhen Artenvielfalt in der Stadt

Mit prämierten Stauden und bewährten Konzepten erfolgreich begrünen

(ZVG/BdS) Nach den Staudenmischungen bietet der Arbeitskreis Pflanzenverwendungen im Bund deutscher Staudengärtner (BdS) nun als weiteren Service für die Anwender acht Module für den Gehölzrand an, auch für den trockenen Schatten. Professor Cassian Schmidt, Vorsitzender des Arbeitskreises, berichtet davon bei der BdS- Mitgliederversammlung am 7. Februar 2018 in Grünberg.

Diese, über sieben Jahre an verschiedenen Standorten getesteten, Pflanzzusammenstellungen werden der Fachwelt im Herbst vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Bund deutscher Staudengärtner und dem Bund deutscher Baumschulen werden zudem nach ersten Vorversuchen nun aktuell Gehölz- und Staudenmischungskonzepte aufgepflanzt und bis 2021 bonitiert und ausgewertet.

Der BdS-Arbeitskreis Staudensichtung hat nach jeweils drei Jahren Boniturzeit die Sortimente Sanguisorba und Bistorta abschließend bewertet. Für die Staudengärtner aber auch die Verwender sieht der Arbeitskreisvorsitzende Prof. Dr. Bernd Hertle ein enormes Potential bei diesen Staudengattungen. Bei Bistorta gäbe es sehr viele Sorten mit der Bestbewertung von drei Sternen („ausgezeichnet“), erläuterte Prof. Hertle.

Ein Beispiel, wie Staudenmischungen als Grundelement für die städtische Begrünung verwendet werden können, zeigte die Landschaftsarchitektin Susanne Schulze, Grün und Gruga Essen. In ihrem Vortrag zu „Nachhaltigen Staudenpflanzungen, einem Projekt von Essen 2017 – grüne Hauptstadt Europas“ ging sie näher darauf ein. Ziel der Stadt Essen war es, mit einer nachhaltigen Pflanzung die Innenstadt und Hauptzufahrtswege zu begrünen. Dabei sollten Ressourcen geschont, die Biodiversität gesteigert, ein klimatischer Mehrwert geschaffen und ein stabiles, selbstregulierendes System etabliert werden. Die modulhafte Anordnung von Stauden wurde hierzu erfolgreich als System eingesetzt. Schon im ersten Jahr wurden ausnehmend viele Insekten und Vögel an den Pflanzflächen registriert. Studenten der Universität Bochum evaluieren nun, inwiefern die Staudenpflanzungen die Artenvielfalt erhöhen. Die positive Resonanz der Bürger auf die Bepflanzung lassen sich bereits jetzt feststellen.

Die Ergebnisse der Sanguisorba und Bistorta Bewertung sind einzusehen unter: www.staudensichtung.de

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Detaillierte Pflanzpläne und eine beetgenaue Kommissionierung der Staudengärtner ermöglichten in Essen, der grünen Hauptstadt Europas, eine schnelle Pflanzung, erläuterte Landschaftsarchitektin Susanne Schulze.
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Die herausragenden Sorten der abschließend bewerteten Sortimente von Sanguisorba und Bistorta stellte Prof. Dr. Bernd Hertle den Staudengärntern vor.
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Nach Staudenmischpflanzungen folgen im Arbeitskreis Pflanzenverwendung nun Module in den aktuellen Versuchen an verschiedenen Standorten, berichtete Prof. Cassian Schmidt.
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Staudengärtner votieren klar für den Erhalt der Fachsparten

Betriebsnachfolger vermitteln Begeisterung für ihren Beruf

(ZVG/BdS) Die Begeisterung für ihren Beruf zeigen junge Staudengärtner in einem zweiten, selbst produzierten Film, der ihre Arbeit über das Gärtnerjahr zeigt. Verbundenheit mit der Natur, Teamarbeit und Stolz über das sichtbare Arbeitsergebnis verkörpern Tim und Magdalena Becker in dem, mit Sven Neu produzierten, Film. Das Team aus der Staudengärtnerei Becker in Dinslaken stellte dem Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) diesen Film für die Nachwuchswerbung zur Verfügung und ernteten Dank und Applaus auf der BdS-Mitgliederversammlung am 7. Februar 2018 in Grünberg.

Jörn Bremermann und Ulrike Axt zeigten einen Rückblick auf die Azubifahrt 2017 in Erfurt und stellten das Programm vom 16. bis 19. August 2018 vor. Im Raum Oldenburg werden Staudengärtnereien und Baumschulen, der Park der Gärten, ein Algenproduzent und Invitrovermehrung gezeigt. Traditionell fördern die Staudengärtner diese Lehrfahrt ihrer Auszubildenden, die mit neuen Anregungen zurückkommen.

Wie unterschiedlich die finanzielle Belastung der Ausbildungsbetriebe innerhalb Deutschlands durch Gebühren für Eintragung, Zwischen- und Abschlussprüfung sind bzw. für die Ausbildungsneben- sowie Lehrgangskosten, stellte Kordula Becker, Dinslaken, ihren Kollegen vor. Sie vertritt als Vorsitzende des BdS-Arbeitskreises Ausbildung den BdS im ZVG-Ausbildungsausschuss. Im Saarland fallen beispielsweise über 500,00 Euro pro Lehrgangswoche an, in Bayern entstehen keine Kosten für die Ausbildungsbetriebe. Eine von Becker initiierte interne Umfrage ergab ein klares Votum für die Beibehaltung der Fachsparten. Die Pflanzenkenntnisse seien zu umfangreich und die Ausbildung werde immer spezifischer, argumentierten die Staudengärtner.

Der Film ist hier zu sehen: [Film ansehen]

Das Programm der Azubifahrt steht hier zum Download bereit:
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Begeisterung für ihren Beruf zeigen junge Staudengärtner in einem selbst produzierten Film, der ihre Arbeit über das Gärtnerjahr zeigt.
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Foto: BdS/ Peter Behrens
Kordula Becker stellte als Vertreterin des BdS im ZVG-Ausbildungsausschuss und Vorsitzendes des BdS-Arbeitskreises Ausbildung die Aktivitäten des ZVG und die des BdS ihren Kollegen vor
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Staudengärtner ehren Ulrike Leyhe

Verleihung der Goldenen Ehrennadel an technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten

(ZVG/BdS) Ulrike Leyhe wurde am 7. Februar 2018 mit der Goldenen Ehrennadel des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Rahmen der Mitgliederversammlung in Grünberg ausgezeichnet. Laudatorin Beate Zillmer, Uchte, beschrieb die Geehrte selbst als botanisches Gewächs. Anhand der Kategorien Standort, Wuchsform, Blühverhalten und Vergesellschaftung zeichnete Zillmer den Weg der, in Nordrhein-Westfalen Beheimateten, an der Hochschule in Weihenstephan – Triesdorf nach.

Dort ist Ulrike Leyhe seit 1996 technische Leiterin des Sichtungsgartens für Stauden und Gehölze sowie seit 2003 der weiteren Weihenstephaner Gärten. Zahlreiche und breit gefächerte Sortimente werden dort zusammengestellt, auf Sortenechtheit geprüft, zusammen mit anderen Sichtungsgärten in dreijähriger Sichtung bewertet und in die Gärtnereien zurückgeführt. Eine gute Vernetzung bei der Beschaffung von Raritäten, eine leidenschaftliche Genauigkeit in der Beobachtung und eine durchgehende Umsorgung der Sortimente sind hierbei notwendig, um die objektive Bewertung der Sortimente für die Branche zuverlässig zu gewährleisten. Die, auf www.staudensichtung.de dokumentierten, Ergebnisse sind seit Jahrzehnten für die Staudengärtner ein Auswahlkriterium, um die besten Auslesen in ihre Sortimente zu übernehmen und den Kunden gartenwürdige, blühfreudige und gesunde Stauden anzubieten. Neben ihrem Engagement in der Staudensichtung obliegen Ulrike Leyhe zudem die Betreuung der Gehölzsichtung, Rosenneuheitenprüfung - (ADR) und der Eurotrials (Europäische Gehölzsichtungen) am Standort Weihenstephan sowie die Mitarbeit in den entsprechenden Arbeitskreisen. Als Ausbilderin in der Fachsparte Staudengärtnerei beteiligt sie sich auch im Ausbildungs- und Meisterprüfungsausschuss. „Schade, dass die Verbreitung der Ulrika leyhensis bisher nicht gelungen ist“, bedauerte Beate Zillmer in ihrer Rede – der ‚Sortenbeschreibung über das Weihenstephaner Gewächs’. Eine so ausgewiesene und engagierte Expertin fördert den Berufsstand ungemein. Auch und gerade weil Ulrike Leyhe diese Aufgaben mit Freude und Liebe zum Beruf ausfüllt.

Mit Anerkennung und Dank zeichnete der Vorsitzende des Bundes deutscher Staudengärtner, Michael Moll die Staudenexpertin Ulrike Leyhe mit der Goldenen Ehrennadel aus.

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Für ihren kompetenten und seit Jahrzehnten sehr engagierte Förderung der Staudensichtung, Verbesserung der Sortimente und engen Kontakt zur Staudenpraxis ehrte der Bund deutscher Staudengärtner Ulrike Leyhe bei der BdS-Wintertagung.
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Die von den Staudengärtnern geehrte Ulrike Leyhe (Mitte), der BdS-Vorsitzende Michael Moll und die Laudatorin Beate Zillmer feiern mit Staudengärtnern und Gästen.
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Dr. Elke Ueber koordiniert Fragen der Staudenpraxis mit Versuchsanstellern

Wahlen im Bund deutscher Staudengärtner

(ZVG/BdS) Die Mitglieder des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) wählten am 7. Februar 2018 Dr. Elke Ueber zur neuen Vorsitzenden des externen BdS-Arbeitskreises Versuchswesen Stauden. Die Leiterin der Zierpflanzenbauversuche in der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn tritt damit die Nachfolge von Dr. Andreas Wrede, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, an.

Dr. Wrede koordinierte im Arbeitskreis seit 2012 die Fragen aus der Berufspraxis mit verschiedenen Versuchsanstellern und berichtete aktuell aus den Versuchen zur Vermehrung von Geranium macorrhizum `Spessart´. Den besten Vermehrungserfolg bringt demnach, sowohl bei normal vermehrten als auch bei meristemvermehrten Mutterpflanzen, die Kultur der Mutterpflanzen bis zum Stecklingsschneiden auf Containerkulturflächen bei natürlicher Temperatur und natürlicher Verkürzung der Tageslänge. Eine Tageslichtverlängerung erbrachte bei Mutterpflanzen nur sehr geringe Vorteile, bei der Bewurzelung allerdings hohe Vorteile.

Der BdS-Vorsitzende Michael Moll dankte Dr. Wrede für die jahrelange effektive Zusammenarbeit und die für dieses Jahr schon anberaumten Versuchskonstellationen. Moll verabschiedete auch Wolfgang Härtel, Foerster Stauden, Potsdam und Eckehard Pöppel, Pöppel Stauden Stuhr, die seit mehr als 15 Jahren den Bund deutscher Staudengärtner im Arbeitsausschuss Ausstellungsfragen des Zentralverbandes Gartenbau vertreten haben. Sie erarbeiteten u.a. spezielle Ausstellungsbedingungen für Staudenpflanzungen im Freiland und in der Halle. Zu ihrem Nachfolger wählten die Staudengärtner einstimmig Martin Becker, Stauden Becker, Dinslaken.

Zum neuen Kassenprüfer für die Haushaltsabschlüsse 2018 und 2019 wählten die BdS-Mitglieder Torben Schachtschneider, Neerstedt. Stefan Czekalla, Flother Stauden in Greven, wurde einstimmig als Delegierter im ZVG-Umweltausschuss bestätigt, Klaus-Peter Manig aus Uebigau einstimmig als Vorsitzender des Arbeitskreises Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

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Dr. Andreas Wrede führte die Arbeitskreis Versuchswesen seit Jahren. Zur Nachfolgerin wählten die Staudengärtner Dr. Elke Ueber. Der BdS-Vorsitzende Michael Moll (r.) dankte beiden für ihre Unterstützung der Staudengärtner in ihren umfangreichen Fragen aus der Praxis.
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Michael Moll (r.) gratulierte den neu gewählten Staudengärtnern (v.l.) Martin Becker als Delegierter im ZVG-Arbeitsausschuss Ausstellungsfragen, Torben Schachtschneider als Kassenprüfer, Klaus-Peter Manig als Vorsitzender des Arbeitskreises Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
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Publikum liebt klassische Blütenform bei Hemerocallis

Staude des Jahres weiterhin attraktives Thema für alle Medien

(ZVG/BdS) Die Zeitschrift „Mein schöner Garten“ befragte in Kooperation mit dem Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) ihre Leser nach der beliebtesten Blütenform der Staude des Jahres. Die über 60.000 verschiedenen Sorten von Hemerocallis variieren stark in der Ausprägung der Blütenform und -farben.

Mehr als die Hälfte der Leser gaben an, die klassische Blütenform zu bevorzugen, 28 Prozent die schmale Spiderform und 20 Prozent die Wildform. „In ihren zahlreichen Kommentaren im Rahmen der Befragung zeigte sich, wie beliebt die Staude insgesamt ist und dass bei der Sortenvielfalt jeder Staudenliebhaber seinen Favoriten findet,“ erläuterte Klaus-Peter Manig, Vorsitzender des Ausschusses für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit im Bund deutscher Staudengärtner seinen Kollegen die Resonanz der Aktion bei der BdS-Mitgliederversammlung. Gerade bei den Taglilien gibt es aber auch einige Sammler, die sich nicht mit einem engen Sortenspektrum begnügen wollen, sondern aus dem vollen Angebot schöpfen.

Manig stellte auch einen Überblick über die Veröffentlichungen der jeweils acht reich bebilderten Stauden-Pressemitteilungen des Bundes deutscher Staudengärtner über das Grüne Medienhaus im Jahr vor. Die Seitenzahl und Fotoabdrucke in Fach- und Publikumsmedien hat sich nach eigenen Erhebungen in den letzten beiden Jahren leicht erhöht. Die Staude des Jahres ist laut Manig dabei seit Jahren eines der attraktivsten Themen für die Print- und Online-Medien.

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Bei Hemerocallis bevorzugen die Hälfte der Befragten die klassische Blütenform.
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Knoblauchsland e.V. ist neues Mitglied bei der Fachgruppe Gemüsebauerocallis

(ZVG/BfG) Der Gemüseerzeugerverband Knoblauchsland e.V. ist am 6. Februar 2018 als neues Mitglied bei der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse aufgenommen geworden.

Der Antrag auf Aufnahme wurde anlässlich der 172. Vorstandssitzung der Fachgruppe Gemüsebau am 06. Februar 2018 in Berlin gestellt.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Vorstandes der Bundesfachgruppe Gemüsebau für die Aufnahme des Regionalverbandes aus. Deren Vorsitzender Christian Ufen, hob die stark wachsende Bedeutung des Knoblauchs für den Gemüsebau hervor und freute sich auf die Zusammenarbeit mit Johannes Höfler, dem jungen engagierten Vorsitzenden des Gemüseerzeugerverbandes Knoblauchsland e.V..

Bildunterschrift/ Download: Foto: BDC/ Winkhoff
Johannes Höfler aus Nürnberg-Kleinreuth, Vorsitzender Gemüseerzeugerverband Knoblauchsland e.V.
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Symposium Gebäudegrün am 20. Februar 2018 in Berlin

(ZVG/FBB) Im Rahmen der Messe Bautec/ Grünbau in Berlin findet am 20. Februar 2018 das Symposium Gebäudegrün statt. Dabei werden Themen zu Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung beleuchtet.
Das Symposium versteht sich als eine Art Grundlagen-Information erweitert durch Praxisbeispiele.

Die Veranstaltung wird durch Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) mit der Unterstützung des Fachverbandes Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) durchgeführt.

Der Eintritt zur Messe ist bei Anmeldung zum Symposium kostenfrei. Der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur hat während der Messe vom 20. bis 23.02.2018 einen eigenen Stand. Besuchen Sie uns in Halle 23a.

Weitere Informationen zur Messe finden Sie hier:
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Politische Meldung der letzten Woche

„Das ist Frühling!“

ZVG überbringt Bundeskanzlerin Angela Merkel florale Valentinsgrüße

(ZVG) In guter Tradition überbrachten die amtierende Deutsche Blumenfee Lisa Bartels und Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), heute Bundeskanzlerin Angela Merkel florale Valentinsgrüße im Namen des deutschen Gartenbaus.

Begeistert zeigte sich Angela Merkel und nahm den Strauß mit den Worten „Das ist Frühling!“ entgegen.

„Mit dem traditionellen Blumengruß zum Valentinstag möchten wir auf die Wertschätzung der gärtnerischen Produktion in Deutschland aufmerksam machen. Die qualitativ hochwertigen Produkte des deutschen Gartenbaus stehen für Vielfalt, Emotionalität und Gesundheit“, erklärt Mertz anlässlich des Besuches im Kanzleramt.

Die Blumenfee umschreibt ihr floristisches Werk mit den Worten: „Der Strauß symbolisiert den Übergang der Jahreszeiten. Schneeball, Bergenienblätter, Christrose und Spirea stehen für den langen kalten Winter. Freesien, Tulpen, Anemonen, Narzissen und Ranunkeln sollen die Vorfreude auf den Frühling wecken“.

Mit Lisa Bartels hat seit September 2017 eine 24-jährige Zierpflanzengärtnerin aus Schortens an der Nordsee das Amt der Deutschen Blumenfee inne. Ein Jahr lang vertritt sie den deutschen Gartenbau in der Öffentlichkeit.

Bildunterschrift/ Download: Foto: ZVG/ Markula
In guter Tradition überbrachten die amtierende Deutsche Blumenfee und ZVG-Präsident Jürgen Mertz Bundeskanzlerin Angela Merkel florale Valentinsgrüße.
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