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Nützlinge, die fleißigen biologischen Pflanzenschützer

ZVG zeigt auf der IGW 2018 integrierten Pflanzenschutz bei Tomaten

(ZVG) Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin beleuchtet der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) den integrierten Pflanzenschutz im Gartenbau. Am ZVG-Messestand in Halle 2.2 zeigt der Verband beispielhaft, wie im biologischen Pflanzenschutz als Teil des integrierten Pflanzenschutzes Nützlinge Tomaten vor Schaderregern schützen.

„Der Zentralverband Gartenbau tritt für einen nachhaltigen Pflanzenschutz ein. Leitbild ist der integrierte Pflanzenschutz. Zur Gesunderhaltung der Pflanzenbestände werden alle Aspekte aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht einbezogen“, erklärt Wilhelm Böck, Vizepräsident des ZVG. In diesem Sinne engagiert sich der ZVG auch im Nationalen Aktionsplan nachhaltiger Pflanzenschutz. Beispielhaft werden hier Leitlinien zum Integrierten Pflanzenschutz erarbeitet, die konkret Maßnahmen zu bestimmten Problembereichen vertiefen. Dennoch bleiben oft Bekämpfungslücken, für die auch chemische Pflanzenschutzmittel als letzter Baustein im Konzept des Integrierten Pflanzenschutzes zur Verfügung stehen müssen.

Der ZVG fordert eine Verbesserung der Rahmenbedingungen des Pflanzenschutzes von der Politik. Langfristig müssen umfangreiche Bekämpfungsstrategien unter Einbeziehung aller chemischen und nicht-chemischen Maßnahmen entwickelt werden.

Integrierter Pflanzenschutz ist eine Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen. Nützlinge sind ein wesentlicher Bestandteil des integrierten Pflanzenschutzes. Insektizide werden nur ausgebracht, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Natürliche Gegenspieler von tierischen Schadorganismen sind eine zunehmend wichtigere Komponente. Etwa 80 kommerziell produzierte Nützlingsarten stehen im Gartenbau zur Verfügung. Der Anbau resistenter Sorten, schonende Bodenbearbeitung sowie der Einsatz von Lockstoffen und Fallen gehören ebenso zu den Mitteln des integrierten Pflanzenschutzes.

Wichtigster Schädling in Tomatenkulturen ist die Weiße Fliege. Bereits ab Kulturbeginn werden konsequent Schlupfwespen (Encarsia formosa) eingesetzt. Später kommen auch Raubwanzen (Macrolophus pygmaeus) dazu, die ebenfalls zur Bekämpfung der Weißen Fliege beitragen.

Vor allem im Unterglasanbau lassen sich bereits alle wichtigen Schädlinge, wie Spinnmilben, Weiße Fliegen, Blatt-, Woll-, Schmier- und Schildläuse, Minierfliegen und Trauermücken durch natürliche Feinde bekämpfen. Dies sind insbesondere verschiedene Schlupfwespenarten, aber auch räuberische Milben, Gallmücken, Florfliegen, Marienkäfer und bestimmte Wanzen.

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