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Zierpflanzenmarkt 2017

(ZVG/AMI) Der Zierpflanzenmarkt hat sich auch 2017 in vergleichsweise guter Verfassung gezeigt, auch wenn das Rekordniveau aus dem Jahr 2016 nicht ganz erreicht werden konnte. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis der ersten neun Monate 2017 sank das Marktvolumen zwar um 1,1 Prozent auf gut 8,6 Milliarden Euro. Bei Betrachtung der Jahre ab 2010 zählt 2017 aber immer noch zu den besten Jahren für den Zierpflanzenabsatz. Das Spitzenergebnis des Vorjahres wurde aber verfehlt, da der Kälteeinbruch im April die Kauflust hemmte. Auch das dritte Quartal mit den Sommermonaten war vergleichsweise umsatzschwach. Es besteht Hoffnung, dass das letzte Quartal noch zu einer Verbesserung der Bilanz beitragen konnte.

Die Gartenpflanzen, einem Schwerpunkt der deutschen Produktion (Beet- & Balkonpflanzen, Gehölze, Stauden und Kräuter), haben sich am besten von allen Bereichen behauptet, hier ist der Umsatz geringfügig gestiegen. Mit insgesamt knapp 4,2 Milliarden Euro entfallen auf die Gartenpflanzen gut 48 Prozent der Gesamtumsätze. Die vergleichsweise kleinen Segmente Blumenzwiebeln und Stauden verzeichneten dagegen Umsatzeinbußen. Kräuter liegen nach wie vor im Trend und brachten es auf ein Plus von gut 2 Prozent. Bei den Gehölzen reichte das Wachstum ebenfalls nicht für ein volles Prozent. Bei den Beet- und Balkonpflanzen sorgte der frühlingshafte März für ein umsatzstarkes erstes Quartal, während der kühle April das zweite Quartal leicht schwächer ausfallen ließ. Mit gut 1,8 Milliarden Euro sind Beet- und Balkonpflanzen das wichtigste Segment der Gartenpflanzen.

Die leichte Erholung des Schnittblumenmarktes aus dem Vorjahr setzte sich 2017 nicht fort. Hier mussten mit einem Minus von 3 Prozent überdurchschnittliche Umsatzverluste hingenommen werden. Mit einem Umsatzanteil von 34 Prozent oder gut 2,9 Milliarden Euro (zu Ein-zelhandelspreisen) bleiben Schnittblumen aber weiterhin ein wichtiges Segment im deutschen Zierpflanzenmarkt.

Bei den Topfpflanzen musste das Segment Zimmerpflanzen ein Umsatzminus von knapp 1 Prozent hinnehmen, da das Plus bei den grünen Zimmerpflanzen das Minus bei den blühenden Zimmerpflanzen nicht ganz ausgleichen konnte. Mit gut 1,5 Milliarden erreichen Zimmerpflanzen einen Umsatzanteil von knapp 18 Prozent.

Wie auf dem Gesamtmarkt gab es auch bei den durchschnittlichen Ausgaben pro Verbraucher in Deutschland 2017 leichte Einbußen. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen auf 104 Euro und liegen damit wieder auf dem Niveau von 2015. Für den Rückgang waren auch hier die Zimmerpflanzen und Schnittblumen verantwortlich. Verbraucher gaben für Schnittblumen mehr als 1 Euro weniger aus. So lässt sich das leichte Minus bei den Zimmerpflanzen in erster Linie auf die gesunkenen Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen zurückführen.

Die Grafik zur Zusammensetzung des Marktes kann hier eingesehen werden:
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Die Grafik zur Marktentwicklung von Blumen- und Zimmerpflanzen steht hier zum Download bereit: 
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